Halbwissen und Irrtümer über Hundefutter

Haarsträubend, unglaublich oder einfach nur furchteinflössend: Gerade im Internet kursieren allerhand Aussagen zu Hundefutter, die bei näherer Betrachtung nicht mehr haltbar sind. Ich habe einige dieser Behauptungen aufgegriffen und kommentiert.

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Kommentare: 5
  • #1

    Renate (Mittwoch, 01 Juli 2015 09:12)

    Ihre Behauptung
    "In Europa ist dieser Stoff für Lebensmittel und dementsprechend auch für Futtermittel nicht zugelassen. Es wird also dem Futter nicht zugesetzt."


    zu Ethoxyquin ist nachweislich FALSCH.

    Fakt:
    Die Mischung von Ethoxyquin mit BHA und/oder BHT ist zugelassen,
    sofern die Gesamtkonzentration der Mischung 150 mg/kg
    Alleinfuttermittel nicht übersteigt.

    Quelle:http://ec.europa.eu/food/food/animalnutrition/feedadditives/docs/c_50_de.pdf

  • #2

    Ana (Mittwoch, 01 Juli 2015 09:29)

    Nach 2004 hat sich einiges getan:
    https://www.q-s.de/news-pool-de/zulassung-fuer-das-fungizid-ethoxyquin-entzogen.html
    Zugelassene Futtermittelzusatzstoffe

    Am 7. November 2005 hat die Europäische Kommission die erste Version des nach der Futtermittelzusatzstoff-Verordnung vorgesehenen Gemeinschaftsregisters auf seiner Homepage veröffentlicht...Zusätzlich wird zum jeweiligen Futtermittelzusatzstoff informiert:
    •in welcher Zusatzstoffkategorie bzw. Funktionsgruppe dieser im Gemeinschaftsregister gelistet,
    •für welche Tierart/-kategorie und mit welchen Verwendungsbedingungen er mit dem Zulassungsrechtsakt zugelassen worden ist:

    http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/02_Futtermittel/01_Zusatzstoffe_70_524/futtermittel_zusatzstoffe_antioxidantien.pdf%3F__blob%3DpublicationFile
    http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/615/61564.html

    Es muss also korrigiert werden: Es ist für Hundefutter nicht zugelassen.

  • #3

    Renate (Mittwoch, 01 Juli 2015 12:30)

    @ Ana

    es ist auch für Hunde zugelassen.

  • #4

    Renate (Mittwoch, 01 Juli 2015 21:10)



    Zitat:Es kann also dem Hundefutter zugesetzt sein, allerdings nicht als Einzelstoff.

    Leider wieder falsch.!!!!

    Als Einzelstoff liegt der Höchstgehalt bei 100 mg pro kg.
    Das sollte man als Hersteller von Fertigfutter eigentlich wissen.



  • #5

    Ana (Donnerstag, 02 Juli 2015 09:15)

    ich habs gesehen. Natürlich reagieren Hersteller auf Kundenwünsche. Die Diskussion über E. währt schon seit 40 Jahren. Aktuell kann man diesen Zusatz nur noch bei Fisch- oder auch Hühnerfutter ergoogeln und der ist dann auch als E- Nummer deklariert. Heute gibt es andere Antioxidantien und man muss nicht mehr auf E. zurückgreifen. Im übrigen ist es auch schon gar nicht nötig, wenn frische Zutaten verarbeitet werden, z. B. bei Hundefutter im Frischfleischanteil. Man kann es also so weit wie möglich umgehen. Leider, und das muss man auch erwähnen, könnte man sagen, dass schlichtweg jeder, ob er es nun will oder nicht, E. mit seiner Nahrung aufnimmt. Wird ein Huhn mit einem Futter, dass E. enthält gefüttert, dann geht es ins Ei über, das Ei wird verzehrt und so gelangt es in den Konsumenten. Kochen ist eine Art, E. zu reduzieren. Tatsächlich also kann man nicht wissen, ob und wann E. in ein Nahrungsmittel gelangt. Es gibt dazu auch eine interessante Sendung von Planet e.