Brennnessel

Wer kennt sie nicht! Die meisten dürften schon schmerzhafte Erfahrung mit ihr gemacht haben: Der Brennnessel!

Brennessel
Brennessel

In der Veterinärmedizin wird sie oft eingesetzt:

In der Veterinärmedizin in Form von Brennnesselöl zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bei stumpfen Verletzungen, offenen Wunden, Hauterkrankungen und Eutererkrankungen.

In der Veterinärmedizin in Form von Brennnesselöl bei Panaritium (Entzündung durch eine Infektion mit Staphylokokken und Streptokokken, seltener durch eine Infektion mit anderen Bakterien).

Brennnessel wirkt bei Tieren ebenfalls hartreibend und appetitanregend und wird bei Anämie aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe eingesetzt. Außerdem als blutstillendes Mittel bei Lungen- und Darmblutungen.

Brennnesselsamen regen die Legeleistung der Hühner stark an. Frische, gehackte Brennesseln sind ein optimales Aufzuchtfutter für junges Geflügel.

 

Traditionell wird ein Brennessel-Absud als lauwarme Waschung angewendet, um Hauterkrankungen bei Hunden zu lindern und zu heilen. Brennnesseltee kann auch innerlich verabreicht werden, durch Beigabe zum Futter.

 

Bei Hunden kann das Pulver aus getrocknetem Brennnesselkraut gelegentlich unters Futter gemischt werden und gibt ein glänzendes Fell, beugt zusätzlich rheumatischen Erkrankungen vor. Die Blutreinigung und Entgiftung bei Hunden wird mit einem milden Aufguss von Großer Klette und Brennnessel unterstützt. Zur Förderung und Gesunderhaltung der Verdauung von Hunden,
kann regelmäßig eine Mischung aus frischen Petersilien-, Kresse-, Löwenzahn- und Brennnesselblättern dem Futter beigemischt werden.

Auch wird bei Leberproblemen und Gelbsucht der Hunde ein milder Aufguss aus Knoblauch, Löwenzahn, Hopfen und Brennnessel dem Futter beigemischt, um Heilung und Linderung zu verschaffen.

 

Pferde erhalten durch Brennnesselsamen ein glänzendes Fell. Die Samen dienen der allgemeinen Gesunderhaltung und stärken das Immunsystem. Traditionell wird bei Pferden und Eseln
mit mit Erkrankungen der Nieren und Harnwege gehackte Petersilie, Wegwarte und Brennnessel dem Futter beigemischt. Brennnesselkraut wird als Zusatzfuttermittel für Pferde angeboten.

Auch bei rheumatischen Gelenkerkrankungen der Pferde und Esel kann regelmäßig ein Absud von Brennnesseln dem Futter beigemischt werden. Zusätzlich sollten frische Brennnesseln dem Futter zugegeben werden.

 

Brennnesseln regen die Milchproduktion der Wiederkäuer an.

Brennnessel in einer Kräutermischung zur Linderung und Vermeidung der Folgeerscheinungen einer Vergiftung: Täglich 1 TL bzw. 1 EL (abhängig vom Gewicht des Tieres) der folgenden Kräutermischung unter das Futter geben: Ackerschachtelhalm, Artischocke, Birkenblätter, Brennnessel, Fenchel, Gänseblümchen, Holunderblüten, Klee, Lindenblüten, Löwenzahn, Schafgarbe und Spitzwegerich (Nach Angaben des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie)

 

Brennnessel als Bestandteil einer Frühjahrs- und Entschlackungskur für Tiere - als Tee oder Frischpflanze dem Futter in kleinen Mengen beigeben: Löwenzahn, Birke, Brennnessel, Petersilie

 

Susanne Fischer-Rizzi empfiehlt in ihrem Buch "Medizin der Erde" bei Fressunlust, Abmagerung und allgemeiner Schwäche der Tiere die Anwendung einer Mischung aus feingeschnittenen oder pulverisierten Kräutern: Tausengüldenkraut (2 Mengenteile), Enzianwurzel (2 Mengenteile), Wermutkraut (1 Mengenteil) und Brennnesselkraut (1 Mengenteil) mit Bockshornkleesamen (1 Mengenteil). Je nach Tierart und Gewicht sollten 2 bis 4 EL dem Futter beigemischt werden.

Tips für Kräuter- Sammler:

Man sollte stets nur unbelastete Pflanzenteile sammeln, also bitte nicht an Straßenrändern oder Hundeauslauf- Strecken sammeln.

 

Kraut und Blatt sammelt man an trockenen Tagen am besten am Vormittag, Wurzeln dagegen sammelt man am Nachmittag. Vor der Blüte enthalten die oberirdischen Pflanzenteile die meisten Wirkstoffe und es werden nur die oberen 20 cm geerntet. Die Wurzeln sollte man im Hernst ernten, da sie Pflanze sich dann auf den Wintervorbereitet und die Säfte in die Wurzel ziehen.

Brennesselsamen sollten im Sommer gesammelt werden.