Erbsen

Sehr bedenklich als dauerhafter Nahrungsbestandteil

Getreidefreies Futter ist gefragt. Und dmit der handel so etwas anvbieten kann, greift er zu kostengünstigen Erbsen und Leguminosen. Und zwar zu sehr viel Erbsen und Leguminosen!

Ursprünglich wurde zur Herstellung der Kroketten Getreide verwendet, zum einen als Kohlenhydratquelle, zu anderen wegen des Stärkegehalts. Stärke gibt der Krokette die Festigkeit.

 

Um aber dem Wunsch der Verbraucher nach getreidefreiem Futter nachzukommen, musste eine andere Stärkequelle her, diese fand man in Erbsen und Leguminosen.

 

Und Erbsen birgen ein ganz eigenes Risiko.

 

Erbsen gehören zu den Leguminosen und diese sind reich an Phytaten. Phytate können Kalzium, Magnesium und Eisen binden.

Noch bedenklicher aber sind die Lectine. Lectin- Proteine sind die natürliche Waffe der Leguminosen gegen Fressfeinde. Wildvögel können Lectine verdauen, Hund und Mensch aber nicht. Lectine sind klebrige Bindeproteine. Sie heften sich an die Leptin- Rezeptoren, die für die Regulierung der Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose zuständig sind. Wird dauerhaft Lectin aufgenommen, kann dies zu Verfettung, Diabetis, Herzproblemen und anderen Problemen führen.

Lectine verstopfen auch die Filter der Darmschleimhaut, dies führt zu einer Verringerung der Nahrstoffaufnahme.

 

Nach neuesten Erkenntnissen 

Man kann Erbsen und Leguminosen hin und wieder füttern. Aber nicht dauerhaft.

Dauerhafter Verzehr von Erbsen kann, genau so wie Mais, zu Zeichen einer Unvertröglichkeit und allergischen Symptomen führen bei denen das Immunsystem nicht beteiligt ist. Aber auch IBD, Arthrose und anderes ist nicht ausgeschlossen.

Ist ein Hund allergisch auf Soja, dann dürfte die Erbse wegen der Kreuzallergie ebenfalls nicht geeignet sein.

Erbsen und Erbsenprotein...tückisch!

 

Im Zuge der "Getreide-frei" Welle beim Hundefutter haben viele, viele Hersteller nun die Erbse und/ oder Erbsenprotein in ihre Rezepturen aufgenommen. Die Erbse dient dann als Stärkequelle für die Herstellung der Kroketten anstatt Getreide oder als Ergänzung zu Kartoffel und Reis. Erbse und Erbsenprotein ist billig.

Man wird nicht müde, die Vorteile der Erbse zu loben.....natürlich hat man wenig Interesse, auf die Nachteile hinzuweisen.

Doc Futter ist skeptisch...und das zu Recht!

Der Trend, Erbsen als Stärkequelle einzusetzen, schwappte aus den USA zu uns herüber und wurde zu einer echten Gelegenheit für viele Produzenten, günstig ein getreidefreies Futter anzubieten.

 

Aus gegebenen Anlass beginnen erste Untersuchungen in den USA, was zu viel Erbse und Erbsenprotein für gesundheitliche Folgen für den Hund hat.

 

UNFRUCHTBARE HÜNDINNEN

"All of my breeding females have stopped getting pregnant! I begin doing progesterone testing and A-I’s in an attempt to turn things around. Today was another BIG disappointment…not pregnant again. I asked the Vet what it could possibly be and she said she had recently read that Peas could be the culprit. I hurried home to read the ingredients and found all three of the Dogfood recipes that I am feeding contain Peas, Pea Protein, and Pea Flour. I have 2 breeder friends feeding the same food and having the same problems."

 

"Alle meine Hündinnen werden nicht mehr tragend. Ich habe sogar Progesteron- Tests gemacht und A.-I.s um wirklich alles richtig zu machen. Heute gab es eine weitere Enttäuschung: Nicht tragend! Schon wieder! I fragte den Tierarzt woran das liegen könnte und er sagte er hätte erst kürzlich gelesen, das Erbsen dafür verantwortlich sein könnten. Ich ging nach Hause um auf den Futtersäcken nach den Inhaltsstoffen zu sehen. In allen 3 Futtersorten die ich füttere sind Erbsen, Erbsenprotein und Erbsenmehl enthalten Ich habe 2 Züchterkollegen die das gleiche Futter füttern und sie haben die gleichen Probleme"

 

Erbsen sind reich an Phytoöstrogenen. Diese wirken wie Hormone.


Vielleicht mag die Unfruchtbarkeit von Hündinnen bei Fütterung mit Futtersorten, die Erbsen, Erbsenprotein oder Erbsenfasern enthalten, das einzige Problem sein, was dieser neue Trend auslöst, vielleicht aber gibt es noch mehr...Auf sicher werden in Zukunft auch Hunde auftauchen, die auf Erbse allergisch reagieren, denn Erbse und deren Protein wird im Moment fast überall eingesetzt.

 

Experten in den USA empfehlen bereits jetzt schon grundsätzlich, ein Futter, welches viel Erbse und Erbsenprotein enthält, nicht länger als 3 Monate zu füttern und dann unbedingt auf ein Futter zu wechseln, das nicht so viele Phytoöstrogene enthält.

Harnwegsinfektionen

 

Leidet der Hund unter wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, dann kann es daran liegen, dass der Hund ein "grain free" Futter erhält, in dem Erbsen in Kombination mit Süsskartoffeln enthalten sind.

Für Sporthunde ungeeignet

Hülsenfrüchte haben einen Glycämischen Index von unter 50. Sie verlangsamen die Verdauung und senken den Glycämischen Index anderer Nahrungsmittel, das wirkt auf den Blutzucker. Aus diesem Grund ist ein hoher Anteil von Erbsen in einem Futter für Sporthunde absolut ungeeignet.  Sporthunde profitieren von Reis als Kohlenhydratanteil.

Links

Dodds, W. J. (2014). Food intolerance: Diagnostic testing & dietary management. Journal of the American Holistic Veterinary Medical Association, 36: 36-42

 

Sisson, M. (2013). The Lowdown on Lectins [Web log post]. Retrieved from http:// www.marksdailyapple.com/lectins/#axzz2ZEGf7fPq

 

Hyman, M. (2012). How Hidden Food Sensitivities Make You Fat. Retrieved from http://drhyman.com/blog/2012/02/22/how-hidden-food-sensitivities-make-you- fat/

 

Boermans, H.J. & Leung, M.K. (2007). Mycotoxins and the pet food industry: Toxological evidence and risk assessment. International Journal of Food Microbiology, 119 (2007), 95–102

 

PetfoodIndustry.com. (2013, August 23). Petfoods with Plant-derived Proteins may Contain more Mycotoxins, Researcher says [Press release]. Retrieved from http://www. petfoodindustry.com/48909.html

 

https://www.dogfoodadvisor.com/forums/topic/phytoestrogens-and-reproductive-issues/

 

http://www.krispin.com/lectin.html

 

https://rodneyhabib.wordpress.com/2015/07/05/the-pea-problem-in-pet-food/