Fisch- und Lachöl.....nicht immer gesund

Hunde brauchen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren für ein gesundes Herz und ein gesundes Nervensystem. Wöhrend Omega 6 eher reichlich in den Rationen vorkommt, ist Omega 3 eine Mangel- Fettsäure. Omega 3 Fettsäure ist empfindlich und wird schnell durch Hitze, Licht und Luft abgebaut. Dabei ist es egal, ob es sich um Fertig- oder Frischfutter handelt.

 

Die 2 besten Omega 3 Fettsäuren sind Eicosapentaenicsöure (EPA) und Docosahexaenicsäure (DHA) und sie sind reich enthalten in Lachs, Sardinen und Anchovis.

Lebertran enthält diese Säuren enfallsneben Vitamin A und D. allerdings rate ich von der Gabe von Lebertran ab. Lebertran kann Quecksilber/Mercury enthalten, das Öl aus Fischkörpern ist weniger belastet.

Überhaupt ist die Belastung mit toxischen Stoffen ein Problem, denn Meeresfische sind diesen ausgesetzt. Sie nehmen mit der Nahrung Toxine und Schwermetalle auf und je grlßer der Fisch und je weiter oben er auf der Nahrungskette steht, um so belasteter kann er sein..

 

Auf folgende Punkte sollte man beim Kauf eines Fischöls achten:

 

Suche nach einem öko-freundlichem Hersteller. In den meisten qualitativ hochwertigen Fischölen werden Anchovies, Sardinen und Mackerel verarbeitet. Sie ernähren sich von Plankton. Sie stehen ganz unten auf der Nahrungskette und sind weniger belastet.

Die empfehlenswerten Hersteller befinden sich zu meist in Norwegen.

Hochwertiges Fischöl riecht angenehm, der Herstellungsprozess hat Einfluss auf den Geruch. Norwegen hat hier viel Forschungsarbeit geleistet, um beste Produkte herzustellen.

Zu Großmutters Zeiten, als noch Lebertran zur Ernährung dazugehörte, mussten sich die Hersteller noch nicht all zu viele Sorgen um belasteteten Meeresfisch machen.

Das Tran wurde in einer Destille ausgekocht, durch den unterschiedlichen Siedepunkt konnten so Tran, Wachse und anderes getrennt werden. Eine überaltete Methode heute, aber sie erzielte ihren Zweck. Heute gibt es verschiedene Herstellungsmethosen, die este jedoch ist derzeit die 3- phasige Molekular- Destillation.

Unter Vacuum werden die Omegasäuren, PCB und Quecksilber/Mercury bei geringer Temperatur , Molekül für Molekül, getrennt und das Endprodukt dann zu einer Trygliceridform umgewandelt. Dieser teure Herstellungsprozess stabilisiert das Fischöl und verbessert gleichzeitig auch die Bioverfügbarkeit des Produktes. Hersteller, die nach diesem aufwändigen Verfahren produzieren, geben dies in der Regel auch bekannt.

Vermeide Produkte , die aus einer synthetischen Ethylesther- Herstellung stammen, die einfacher und billiger ist. Hier wird Ethanol in der Destillation eingesetzt um höhere EPA und DHA Werte zu erreichen. Ethanol ist ein freies Radikal und destabilisiert das Fischöl, auch wenn daurch die Konzentration an EPA und DHA erhöht wird. Dieses Destillat hat eine geringere Bioverfügbarkeit als die natürliche Trygiceridform.

 

Ob dein Fischöl auf billige Art produziert wurde, kannst Du ganz leicht testen.

Gebe einfach etwas Fischöl in eine kleine Einhöhlung in Styropor oder in ein Styroporgefäß.

Frisst sich das Fischöl durch das Styropor, dann wurde mit Ethanol destilliert.

Ist das Produkt nicht gekennzeichnet mit : Natürliche Trygliceridform, dann ist es wahrscheinlich in Estherform hergestellt.

 

Vorsicht mit Lachsöl

 

Lachs ist sehr populär und wird in Bezug auf Fischöl sofort genannt. Aber es ist nicht immer die gesündeste Wahl.

 

Von der Farm oder aus der Wildnis

Seit es Lachsfarmen gibt, begenet uns Lachsöl überall, auch in der Hundefütterung.

Wissenschaftler haben Farm- und Wildlachse weltweit aus 8 Regionen analysiert und festgestellt, dass Lachse aus Fischfarmen gefährliche Mengen an PCBs, Dioxinen und den Insektiziden Dieldrin und Toxaphene enthalten.

 

PCBs, oder auch Polychlorinate Byphenyle, sind hoch toxisch und krebsauslösend. PCBs sind mittlerweile verboten, dennoch befinden sie sich in der Umwelt und kontaminierter Fisch  ist die größte Gefahr.

Dioxine ist eine Gruppe karzinogener, chemischer Komponenten, die vorwiegend in Fisch und Schalentieren gefunden werden. Untersuchungen haben ergeben, dass bereits eine Mahlzeit aus Fischfarm- Lachs zu einem nicht akzeptablen Krebsrisiko führen kann.

 

Dieldrin ist hoch giftig, ein lang wirkendes Insektizid und mittlerweile auch verboten.

Toxaphen ist ebenfalls ein Insektizid und sehr wahrscheinlich krebsauslösend.

 

Die Belastung der Farmlachse entsteht aus der Art der Fütterung. Sie erhalten Pellets aus Fischmehl und -öl für ein schnelleres Wachstum was auch zur Anreicherung mit toxinen führt. Ausserdem erhalten die Farmlachse auch Antibiotika inds Wasser, ebenso weitere Chemikalien.

Norwegischer Lachs ist kein Wildlachs sonder stammt aus einer Fischfarm. Diese Lachse sind potentiell reich an pro- entzündlich wirkenden Omega 6 Fettsäuren und arm an Omega 3 Fettsäuren. Wildlachs hingegen weist ein besseres Omega- Verhältnis aus, enthält weniger Toxine und ist weniger kontaminiert.

 

Andere Omega 3- Quellen

EPA und DHAsind zwei langkettige Fettsäuren, günstig für das Herz und gegen Demenz. Die reichste Quelle ist fetter Fisch. Alphalinolsäure (ALA). eine kurzkettige Omega 3 Fettsäure findet man in Walnüssen, Hanf und Chiasamen, Leinsam und Soja.

ALA allein betrachtet ist nicht effizient, denn der Effekt der Fettsäure beruht auf der Umwandlung zu zunächst EPA und dann zu DHA.

 

Hunde können etwa nur 20% der ALA zu DHA umwandeln.

 

Meine Empfehlung: Täglich etwas Walnussöl und max. 2x pro Woche hochwertiges Fischöl.

 

Nebenwirkungen von Fisch-/ Lachsöl

 

Zuviel des Gutenn kann schwere Nebenwirkungen haben. Die Beifütterung von Fischöl ist gerade ei den Rohfütterern sehr beliebt. Dabei ist unbedingt auf die richtige Dosierung zu achten. Überhaupt sollte bedacht werden, o der Hund tatsächlich Fischöl benötigt.

In Anetrecht der möglichen Quecksiber/ Mercury- Belastung kann aus einer gutgemeinten Beifütterung auch ein gesundheitlicher Schaden entstehen.

 

Zu viel Fischöl macht einen fettigen, lockeren Kot beim Hund. Ist das der Fall, so ist die Dosierung auf jeden Fall zu hoch. Dies kann auch Magenprobleme auslösen. Zeigt der Hund keinen Appetit, ist das ebenfalls die Bestätigung. Fischöl kann gesund sein, aber sollte man die o.g. Dinge bemerken, dann war es zu viel Fischöl. Wenn etwas krank macht, dann ist es auf keinen Fall gut.

Sollte das Öl unangenehm riechen, sollte es sofort entsorgt werden Ranziges Fischöl ist gefährlich.

 

Hunde können nicht reden! Sollte der Hund Fischöl nicht mögen, erbricht er oder zeigt andere Symptome....Dann lass die Idee mit dem Fischöl sein!

Fischöl, NICHT Lachsöl, ist empfehlenswert für Hunde mit Nierenproblemen.

Diese Hunde sollten KEIN Fischöl erhalten:

 

Hunde mit Diabetis

Fischöl kann den Blutzuckerspiegel erhöhen.

 

EPA und DHA vermindern die Blutgerinnung. Es kann zu Wundheilungsstörungen kommen.

 

EPA und DHA unterdrücken die körpereigenen Awehr- Entzündungsreaktionen, die z.. bei Krebs durchaus sinnvoll sind.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/fisch-kann-mit-umweltgiften-in-hoher-konzentration-belastet-sein-a-954665.html

 

http://www.bmub.bund.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit-und-umwelt/lebensmittelsicherheit/verbrauchertipps/