Kalzium

Ein kommerzielles Fertigfutter sollte grundsätzlich ausgewogene Mineralien und Vitamine enthalten, aber wie sieht es aus, wenn man das Futter selbst zubereitet?

Ein Hund braucht relativ viel Kalzium. Zum Beispiel benötigt ein Hund mit 37kg etwa 1840mg davon täglich, das sind 14.000mg pro Woche. Wenn dann das Menü der Woche aus Truthahn, Sardinen, Lamm, Leber und Gemüse und Reis besteht,muss Kalzium zugegeben werden, denn diese Fütterung liefert nur 1750mg, es fehlen also 12.000 mg. Um diese Menge zu erreichen, reicht es nicht aus, 1 Becher voll Joghurt dem Futter hinzu zufügen.In diesem Beispiel bräuchte man runde 40 Becher Joghurt!

Im Handel gibt es Kalziumcarbonat oder auch Kalziumcitrat. Man kann aber auch auf gemahlene Eierschalen zurückgreifen. 1 Teelöffel gemahlenes Eierschalenpulver entspricht gro geschätzt etwa 2.200 mg Kalziumcarbonat.

Wenn man es selbst herstellen möchte, sollte man die Eierschalen zunächst waschen und dann für 10 Minuten bei 180° im Backofen belassen. Gemahlen wird es dann in einer Kaffeemühle.

Eine weitere Kalziumquelle ist Knochenmehl, aber dann sollte auch möglicherweise Phosphor zugesetzt werden.

 

Um Fleisch in ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor- Verhältnis zu bringen sollte man 500g Fleisch etwa 800-1.000 mg Kalzium zusetzen.

Kalzium im Körper

Das meiste Kalzium im Körper befindet sich in den Knochen, aber ein geringer Teil auch im Blut und der muss auch unbedingt darin sein. Die Nebenschildrüsen,  Vitamin D und Calcitonin regulieren den Kalziumgehalt.

Die meisten denken beim Wort Kalzium an starke Knochen und feste Zähne, dabei erfüllt Kalzium aber viele lebenswichtige Funktionen im Körper. Die Knochen speichen Kalzium und halten es bereit für die kleine, aber ungemein wichtige Menge an freiem Kalzium, das im Blut zirkuliert.

 

Beispiele sind:

 

Das freie Kalzium ist unentbehrlich für die Aktion wichtiger Enzyme, wie das Proteaseenzym, das die Proteine in Aminosäuren zerlegt. Ohne Kalzium funktioniert dieser Vorgang nicht. Und eben diese Enzyme steuern auch das Immunsystem.

 

Ohne eine bestimmte Menge Kalzium im Blut versagt die Blutgerinnung.

 

Freies Kalzium ist ein Teil der Regulierung von Zell- und Körperflüssigkeiten.

 

Kalzium ist essentiell für die Muskelkontraktion.

 

Nimmt der Körper nicht genügend Kalzium auf, bedient er sich des Kalziums aus den Knochen, und das eben, oft unbemerkt, solange es geht.

 

Ein genereller Kalziummangel kann nicht nur durch mangelhafte Nahrungszusammensetzung entstehen, sondern auch chronische, innerliche oder Nierenfunktionsstörungen (Mangel an aktivem Vitamin D das unbedingt benötigt wird, um das Kalzium zu verstoffwechseln). Ebenso führt ein unausgewogenes Kalzium- Phosphor- Verhältnis zu einem Kalziumdefizit.

Ein solches Kalziumdefizit macht sich nicht wirklich bemerkbar, gerade bei geringgradigen Abweichungen nicht. Erst wenn der Kalziumwert des Blutes unter 6,7 mg/dl fällt, machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar.

Viel häufiger aber gibt es zu hohe Kalziumwerte und das in etwa 60% aller Fälle. Ein leichtes Mehr an Kalzium kann man oft bei jungen und heranwachsenden Hunden feststellen.

 

Ein hoher Albuminwert im Blut kann auch zu einem erhöhten Kalziumwert führen, ein klassisches Beispiel ist hier der dehydrierte Körper.

Ist der Albuminwert innerhalb des Referenzbereiches, der Kalziumspiegel aber dennoch erhöht, dann kann ein Tumor der Auslöser sein. Manche Tumore haben diese indirekte Auswirkung auf den Körper, insebsondere das Lymphsarkom und der Analdrüsenkrebs beim Hund sind zu nennen. Aber auch Myelome, Schilddrüsentumore, Osteosarkome und Fibrosarkome gehören dazu.

Eine Niereninsuffizienz kann den Kalziumspiegel erhöhen, in den meisten Fällen aber sinkt der Kalziumwert im Blut. Hier hängt es auch von der Probeentnahme selbst und vom Stadium der Erkrankung ab.

Das Kalzium im Körper des Tieres existiert in drei verschiedenen Formen.Ein Teil ist freies ioniesiertes Kalzium, ein Teil ist gebunden an Blutproteine und ein Teil ist komplex verbunden mit Ionen.

Bei Hunden sollte am besten das freie ionisierte Kalzium gemessen werden. Dieser Test ist besser, aber auch teurer und komplizierter.

 

Ein hoher Kalziumwert kann der Grund für, aber auch das Ergebnis einer Niereninsuffizienz sein.

Manche Mäuse- und Rattengifte enthalten Unmengen von Vitamin D und lösen dadurch eine exessive Verkalkung im Körper aus. Der gleichen Effekt tritt ein beim Haustier, wenn es tagblühenden Jasmin frisst. Hohe Kalziumwerte im Blut steigern das Urninieren, möglicherweise weil es auf die diuretischen Hormone der Schilddrüse wirkt. Auch die Niereninsuffizienz kann die Kalziumwerte steigen lassen. Auslöser können sein Oxalate, Struvite oder auch Krebs im Urintrakt des Tieres, die dort für Blockaden sorgen.Auch Leptospirose oder der Süssstoff Xylithol können der Grund sein. Auch möglicherweise verantwortlich für einen hohen Kalziumwert können infektiöse Knochenkrankheiten oder Addison sein. Der Vollständigkeit halber müssen aber auch noch manche Pilzinfektionen erwähnt werden wie etwa Blastomycose, Histoblasmose und Coccidioidomykose.

Überfunktion der Nebenschilddrüsen und hohe Kalziumwerte (PHPTH)

Die Nebenschilddrüsen regulieren die Kalziummenge im Blut. Es kann vorkommen, das eine oder mehrere dieser Drüsen zuviel PTH ausschütten. Insbesondere Keeshound, Labradore, Deutsche Schäferhunde und Cocker zeigen diese Auffälligkeit. Etwa 40% der betroffenen Hunde wirken dabei aber nicht krank, die übrigen 60% zeigen Auffälligkeiten wie gesteigerten Durst und vermehrte Urinieren, Appetitmangel und Lustlosigkeit, Zittern und Zucken. Bislang ist diese Erkrankung aber noch nicht wirklich untersucht.

 

Eine lipemische Blutprobe kann das Ergebnis des Kalziumwertes verfälschen.

Es gibt auch bei einem zu niedrigen Kalziumspiegel keine eindeutigen Symptome, aber dennoch können Muskeltremore und Zuckungen auftreten. Auch ein unsicher bis steifer Gang oder Krampfen wurde beobachtet. Wieder andere haben Fieber oder einen unnormalen Herzschlag.

Produkte zur Ergänzung von Kalzium

Doc Futter Barf Plus Kalzium bestes Futter für Barfer

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enthält neben Kalzium auch Magnesium, Kalium, Natrium, Eisen, Zink und Aminosäuren.


Ideales Produkt für Barfer

Bei gebarften Hunden ist z.B. ein Mangel an Zink oder Magnesium häufig festzustellen und viele "Selbstfütterer", die die Rationen alleine zusammenstellen, haben mitunter Mühe, diese Mineralien in das Futter "einzubauen". Grundsätzlich sehe ich das so, das ein Rückschritt bei der Fütterung zurück zu natürlichen Nahrungsbestandteilen grundsätzlich positiv ist, dennoch würde ich die Erkenntnisse der Moderne nicht missen wollen und darum halte ich Produkte wie das Barf Plus Kalzium für ein sehr gutes Ergänzungsfutter um die Nährstoffversorgung des Hundes sicherzustellen. Vor allem ist es ein sicheres Produkt und lässt sich gut dosieren.

Zuviel Kalzium kann auch schaden!

Diesen Hinweis gibt randomisiert-kontrollierte Interventionsstudie, in denen Frauen gegen Osteoporose Kalziumpräparate erhielten.

In der WHI CaD Studie mit 36.000 Frauen stiegen bei Teilnehmerinnen, die zuvor keine Kalzium-Mittel genommen hatten und nun mit 1 Gramm pro Tag behandelt wurden, die Raten für Herzinfarkte und Schlaganfälle im Vergleich zu Placebo um bis zu 22 Prozent. In einer weiteren Metaanalyse waren es sogar ein 24% erhöhtes Herzinfakt- und 15% erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Us Forscherprüften dann den Zusammenhang mit tödlichen kardiovaskulären Ereignissen in einer großen, von der US-Gesundheitsbehörde NIH geförderten prospektiven Kohortenstudie.Die daten von etwa 390.000 US-Bürgern wurden ausgewertet. Die Teilnehmer waren zu Beginn 50 bis 71 Jahren alt machten auch Angaben zu Essgewohnheiten, Medikamenten sowie Nahrungsergänzungsmittel.

Im Schnitt wurden über zwölf Jahre hinweg Daten erhoben. In dieser Zeit kam es zu 7900 kardiovaskulär bedingten Todesfällen bei Männern und knapp 3900 bei Frauen (JAMA Intern Med 2013; online 4. Februar).

Die Steigerung kardiovaskulär bedingter Todesfälle bei Männern mit einer Kalzium-Ergänzung von über einem Gramm pro Tag war um 20 Prozent höher als bei Männern ohne Kalziumpräparate.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/831033/nahrungsergaenzung-kalzium-schadet-herzen.html