Kauartikel

Man kann sie nahezu überall kaufen: Kausnacks für den Hund, sei es als Schweineohr, als Kaurolle oder - knochen, zusammengenäht zu kleinen Schühchen oder tatsächlich als Körperteil eines Schlachttieres und das auch noch mit Fell.


Aber wer macht sich schon Gedanken darüber, wie so etwas überhaupt produziert wird. Und schon gar nicht wird hinterfragt, ob das, was die Werbung für diese Kauartikel aussagt, überhaupt zutrifft. 

Herstellung handelsüblicher Kauartikel

Kauartikel sind ein Abfallprodukt der Lederindustrie. Die in der Schlachtung anfallenden Häute werden zunächst einmal konserviert, damit diese schdlos den Transport in die Gerberei überdauern können. Dort angekommen, werden die Häute in einer ätzenden Natrumlauge eingeweicht, oft bis zu drei Tage. Durch die Lauge werden Haare, Fell und Fett entfernt. Es erfolgt dann eine weitere chemische Behandlung, um die Häute zu spalten. Die schöne Aussenseite wird zu Leder für Sitze, Schuhe, etc, die untere Haut wird zu Gelantine, Klebstoff oder auch zur Kaurolle.

Da diese Haut jedoch sehr unansehnlich ist, wird sie gewaschen und mit Wasserstoffperoxis gebleicht, dies nimmt dann auch den doch unangenehmen Geruch, den diese Haut hat. Zusätzliches Titaniumoxid macht die Haut schön weiss, fast schneeweiss. Andere Farben erhält man durch Aufsprühen von Farbe und Aromen , durch Räuchern, etc. Ist die gewünschte Farbe erzielt, werden zum Beispiel Kaurollen geformt.In solchen Kauartikeln wurden schon diverse Chemikalien gefunden: Arsen, Chromsalze, Formaldehyd, ...


Das ist dann der Kauspass und die Beschäftigung für unsere geliebten Hunde!

Kaninchenohren

Kauartikel Hund
Kaninchen- / Hasenohren, getrocknet

Rohprotein 57 %

Rohfett 19 %

Rohasche 3,5 %

Rohfaser 11 %

Feuchtigkeit 12 %

Rehunterbeine mit Fell sind gesund....?

Tatsächlich habe ich auch schon diese Aussage bei einem deutschen Internetanbieter gefunden. Es wird sogar damit geworben, dass das Fell wie eine Bürste im Darm wirkt und den Darm sozusagen leer fegt von unerwünschten Stoffen. Da frage ich mich:

Glaubt irgend wer wirklich diesen Unsinn?

Nun, von der Verdaulichkeit her betrachtet, ist ein solches Unterbein wohl wirklich nahezu das Schlimmste, was man einem Hund antun kann. Getoppt wird es nur durch Zellulose, Tennissocken und anderen Kram, den gerade auch ein junger Hund gerne mal verschluckt.


Ein solcher Kauartikel wie oben, aber auch ein solcher mit anhaftendem Fell wie beim Rehunterbein, verbleibt für mindestens 6 Stunden im Magen, mindestens weitere 12 Stunden für die Dünndarmverdauung kommen hinzu. Haar und Huf sind so gut wie unverdaulich und kommen irgend wann wieder hinten raus. Aber WAS soll daran jetzt gesund sein?


Greifvögek würgen das Fell der Beute wieder aus, Katzen würgen Haarballen aus, ...und arum? Weil das zu Darmverschluss führen kann! Greifvogel und Katze sind sehr natürliche Tiere mit sehr natürlichem Verhalten, und sie speien diese ACH so gesunde Speise wieder aus....sie verzichten aus Überlebensantrieb auf die bürstenartige Darmreinigung durch das Fell der Beute!

Und im Übrigen zeichnet sich dieses Bürstenmärchen spätestens dann als Lüge aus, wenn man sich damit beschäftigt, wie verwurmt die Wölfe tatsöchlich sind! Sicherlich haben die Würmer nicht vor, ihren Wirt zu meucheln und ein Wolf kann auch mit einer ganzen Menge Parasiten leben, aber wenn das Immunsystem des Wolfes angegriffen ist, dann könnte der Wurmbefall ernste Folgen haben.

JA, die Wölfe fressen auch das Fell der Beutetieren, ABER die Wölfe benutzen im Gegensatz zum Hund dieses Fell tatsächlich zum umwickeln der Knochen die sie gefressen haben. Beim Wolf funktioniert dieser Mechanismus, beim Hund funktioniert er nicht!