Kohlenhydrate

Es gibt zunächst einmal 2 Arten von Kohlenhydraten, einfache Kohlenhydrate (Zucker) und komplexe Kohlenhydrate Stärke und Faser. Einfache Kohlenhydrate bestehen aus ein, zwei, meistens jedoch 3 Zuckereinheiten, die miteinander verbunden sind. Einfache Kohlenhydrate (lösliche Kohlenhydrate) nennt man Monosaccaride und enthalten Glukose (manchmal auch Dextrose genannt), Fruktose und Galaktose. Monosaccharide kommen ganz natürlich vor. Normalerweise sind sie verbunden mit den sogenannten Disaccariden.

So ist das Disaccarid Succrose eine Kombination aus Glukose mit Fruktose. Sucrose ist enthalten in Früchten, Gemüse, Honig, Haushaltszucker, Ahornsirup und Melasse.

Lactose ist ein Disaccarid dass aus Glukose und Galaktose besteht. Laktose ist der Hauptzucker in Milch. Bei einer Laktoseintoleranz ist der Körper nicht in der Lage, die Laktose in Glukose und Galaktose aufzuspalten. Aus diesem Grund ist der Zucker "schwer verdaulich. Magenschmerzen und Durchfall äußern sich dann.   Maltose ist ein Disaccarid aus 2 Glukoseeinheiten, die miteinander verbunden sind. Natürlicherweise kommt es vor in Malzprodukten und einigen Frühstückszerealien. In der Regel wird Maltose schnell aufgeschlossen durch den Körper und gibt dann einen entsprechenden Energieschub frei.Normale Einfachzucker sind auch in Haushaltszucker, Sirup, Fruchtsaft oder Honig. Häufig werden durch sie chronische Krankheiten wie Diabetis, Herzprobleme und Übergewicht ausgelöst, wenn Einfachzucker dauerhaft in großen Mengen aufgenommen werden.

Komplexe Kohlenhydrate (unlösliche Kohlenhydrate) sind lange Ketten aus Glukoseeinheiten, die Stärke und Faser bilden.Komplexe Kohlenhydrate kommen in allen Pflanzen vor.Früchte, Gemüse und Vollkorn enthalten komplexe Kohlenhydrate, die sowohl Faser als auch Stärke enthalten. 

Faser besteht aus komplexen Kohlenhydraten die nicht verdaut und absorbiert werden können. Faser enthält keine Kalorien, haben aber dennoch einige Vorteile für die Gesundheit zu bieten.Wenn zeitgleich Stärke im Darm aufgeschlossen wird, dann bremst die Faser diesen Prozess aus und reguliert auf diese Weise den Blutzucker.Dadurch ist der Blutzuckerspiegel nicht so extrem im Ausschlag und es wird nicht zuviel Insulin ausgeschüttet. Das wirkt positiv gegen Diabetis, Herzprobleme, zu hohem Blutdruck und andere Krankheiten.


Kohlenhydrate (im spez. Nicht-Faser- Kohlenhydrate) im Hundefutter


Kohlenhydrate sind ein oft diskutiertes Thema im Bereich der Hundeernährung, insbesondere bei den Ernährungsspezialisten. Die meisten kommerziellen Hundefutter enthalten zwischen 30% und 70% Kohlenhydrate. Betrachtet man die Nahrungsaufnahme wilder Hundeartiger, die wohl dem Haushund am nahesten kommen, stellt man fest, dass diese in der Tat Kohlenhydrate in Form von Beeren aufnehmen und möglicherweise auch bei kleineren Beutetieren deren Mageninhalt ebenfalls verzehren. Dabei dürfte die aufgenommene Menge jedoch keinesfalls über 30% betragen. Dann allerdings muss man hinterfragen, warum unsere Haushunde mit ungleich höheren Mengen an Kohlenhydraten ernährt werden- 

Hunde können große Mengen Proteine konsumieren, die sie dann in Energie für die Muskulatur umwandeln. Genau so aber können sie auch die Energie aus Kohlenhydrate in gleiche Form Energie umwandeln. Eben diese Fähigkeit, sowohl Proteine als auch Kohlenhydrate für den Körper nutzen zu können erklärt, warum Hundefutter soviel Kohlenhydrate enthält, vor allem sind die Kohlenhydrate durch den Herstellungsprozess des Futters aufgeschlossen und somit leicht verdaulich. Um es auf den Punkt zu bringen kann man sagen: Der essentielle Proteinbedarf des Hundes wird mit Fleisch gedeckt, der Energie- und Faserbedarf aber wird mit Kohlenhydraten gedeckt und eben nicht mit Protein, so wie es bei den wilden Hundeartigen passiert.

Der Einsatz von Kohlehydraten im Hundefutter bringt Vorteile für den Produzenten und für den Hundehalter. Kohlenhydrate sind billiger und eine einfacher verfügbare Energiequelle als Proteine.Kohlenhydrate benötigt man, um überhaupt erst eine Krokette herzustellen.Sie geben die Struktur, Textur, und dienen der Festigkeit des Produktes. Nassfutter kann man ohne Kohlenhydrate herstellen, aber Hundefutterkroketten würden ohne Kohlehydrate nicht halten und einfach zerfallen.

Wenn auch Kohlenhydrate ein wichtiger Bestandteil zur Produktion von kommerziellem Hundefutter sind, so können sie auch gesundheitliche Probleme wie Übergewicht oder eine gestörte Verdauung auslösen. Zum Übergewicht des Hundes kommt es, wenn durch die übermässige Fütterung zuviel Energie in den Körper gelangt, wenn zuviel Kohlenhydrate in Glukose verstoffwechselt werden und diese dann als Fettreserven eingelagert werden.  Jedes Überangebot an Kohlenhydraten, Fett oder Protein können zu Übergewicht führen, dabei sind aber die Kohlenhydrate in den meisten Fällen die Übeltäter, insbesondere wenn sie leicht verdaulich sind und leicht zu Glukose verstoffwechselt werden können.

Die Symptome einer schlechten Verdauung können leicht bis schwer sein in Begleitung von Blähungen oder auch Durchfall. Wenn Kohlenhydrate den Verdauungstrakt durchlaufen, werden sie durch eine Anzahl von Enzymen wie etwa Amylase, Lactase, Maltase, Sucrase und Disaccaridase aufgeschlossen damit der Stoffwechsel sie verwerten kann. Tiere, die zuwenig Enzyme bilden, können Kohlenhydrate nur schlecht aufschliessen und für den Körper verwertbar machen. Die unverdauten Kohlenhydrate fermentieren und dienen dann Bakterien als Nahrung. Durch dieses Bakterienwachstum kommt es vermehrt zu Blähungen. Bei einigen Hunden führt der Mangel an Verdauungsenzymen zu Nährstoffmängeln (kommt auch beim Barfen/rohfüttern des Hundes vor).In anderen Fällen kommt es zu Infektionen oder Entzündungen des Verdauungstraktes, dies kann letztlich auch dazu führen, dass der Körper gar keine Verdauungsenzyme mehr produziert. (Pankreatitis)

Laktoseintolleranz ist eine sehr bekannte Form der Fehlverdauung. Junge Hunde bilden das Enzym Laktase, das den Zucker aus der Milch (Laktose) aufspaltet. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch die Produktion dieses Enzyms. Wenn dieses Tier dann Mich aufnimmt, wird die Laktose nicht verdaut, es kommt zur Fehlverdauung. Es gibt aber auch unterschiedliche Toleranzen in Bezug auf die Menge von Kohlenhydraten, die von einem Tier verdaut werden kann. Die meisten Hunde haben keine Probleme mit den Kohlenhydratmengen im kommerziellen Hundefutter, dennoch gibt es Hunde, die bei einer solchen Fütterung zur Fehlverdauung neigen. Entweder setzt man diese Tiere auf eine kohlenhydratarme Diät oder man gibt dem Futter ein Enzympräperat bei, dann ist die Fütterung eines kommerziellen Hundefutters kein Problem

Kohlenhydrate

 

Was passiert bei einer andauernden Überfütterung von Kohlenhydraten am Beispiel Pferd:

 

Glukosespiegel steigt über die Toleranzgrenze- es entsteht eine Hufrehe.

Insulin ist niedrig normal bis über die Toleranzgrenze- die Pankreas Betazellen sterben. Die Tryglerceride steigen über den Toleranzwert- die Fettdepots wachsen.Das Total Bilirubin steigt über die Toleranzgrenze- es kommt zur Übersäuerung.