Pektin ist enthalten in Hülsenfrüchten, Obst, gemüse und Getreide. Auch in Rüben, die oft in Futtermitteln eingesetzt werden und dann leichtfertig als Abfälle der Nahrungsmittelindustrie tituliert werden.

Pektin bildet im Verdauungstrakt ein zähflüssiges Gel, dass mögliche Schadstoffe einhüllt und so deren Aufnahme durch die Darmschleimhaut verhindert. Damit verlangsamt es aber auch die Aufnahme von Nährstoffen, ein Effekt, den man sich bei Erkrankungen des Herzens aber auch bei Diabetis zu Nutze machen kann.

Durch die Gelbildung des Pektin werden Fette umschlossen, bevor diese in den Blutkreislauf gelangen. Wird das Pektin wieder ausgeschieden, trägt es eine Menge an Schadstpoffen und Fetten mit sich. Dabei hat das Pektin noch eine weitere, sehr nützliche Funktion. Pektin wird nicht verdaut, aber von Darmbakterien abgebaut. Dort werden dann chemische Stoffe freigesetzt, die in der Leber die Cholesterinproduktion hemmen. Pektin füllt den Magen auf kalorienarme Art und verlangsamt die Aufnahme von Zucker in den Blutkreislauf. Diese Kenntnis macht man sich bei Diabetis zu Nutze, da durch Pektin ein allzu stark schwankender Blutzuckerspiegel verhindert werden kann.