Seealgen/ Seetang

Sie gelten als Superfood, reich an den verschiedensten Mineralien, Vitaminen, Aminosäuren- schlichtweg als Nährstoffbombe!

 

An dieser Stelle vermag ich aber nicht aufzuführen, wieviel Gehalte  tatsächlich die Algen haben, denn das ist stark abhängig davon, von wo die Algen stammen.

 

Seealgen sollten NICHT durchgängig verabreicht werden.

Nebenwirkungen:

Insbesondere bei Rohfütterern gilt die Zugabe von Seealgen zum Futter als die Lösung für Schilddrüsenprobleme. Seealgen sind nämlich reich an Jod und der Hundehalter meint, eine Schilddrüsenunterfunktion hänge mit einer zu niedrigen Jodaufnahme zusammen.Jod ist essentiell für die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Es ist schwierig, eine Jodmangelversorgung nachzuweisen. Tatsächlich wird ein Jodmangel eher aufgrund der geologischen Lage einer Bevölkerung ermessen, an den Bodenverhältnissen, ein Joddefizit wird im Einzelfall durch eine Urinauswertung festgestellt. 

Tatsächlich kann die Supplementierung von Seealgen nur wirksam sein, wenn ein Hund tatsächlich einen Jodmangel hat und das ist höchst unwahrscheinlich. Die meisten Hunde leiden an einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung (beim Menschen z.B.  Hashimoto) und das hat nichts mit einem Jodmangel zu tun.

Zuviel Jodzugabe kann zu einer Überproduktion von T3 und T4 führen das zu regelrechten Folgenkaskade führen kann.Im Endeffekt attackiert das Immunsystem die Schilddrüse wegen dieser Überproduktion und senkt so die Schilddrüsenwerte was dann zu einer Unterfunktion führt. Es wird durch zuviel Jod genau das ausgelöst, was man vermeiden wollte: Hypothyroismus.

Der gesunde Menschenverstand sollte einem dann auch übrigens sagen, das ein Hund, der Schilddrüsenhormone erhält, keine Seealgen erhalten sollte.

Weitere Bedenken sollten bestehen wegen einer möglichen Schwermetallbelastung der Algen.

Es kann durch den Genuss von Algen zu einer Arsenvergiftung kommen die sich dann z.B. durch Haarausfall und Kopfschmerz äussert.

Bei Hautproblemen sollten Algen ebenfalls nicht verabreicht werden.

 

Weitere Nebenwirkungen von Seealgen:

 

Seealgen können zu allergischen Reaktionen führen wie etwa laufende Nase oder niesen.

Die länger anhaltende Einnahme von Seealgen kann zu Schilddrüsenkrebs und Gicht führen.

Seealgen können unfruchtbar machen.

Seealgen wirken blutverdünnend und können zu Blutungen führen.

Lethargie und Magenbeschwerden können ebenfalls auftreten.

 

Der Jodbedarf des Hundes:

 

Wird mit 15 microgramm pro kg Körpergewicht pro Tag veranschlagt.

 

Wiegt der Hund also 20 kg, dann ist der Jodbedarf 20 x 15 ug = 300 ug oder 0,3 mg

 

Wird auf einem Seealgenmehl der Gehalt von 380 mg pro kg ausgewiesen, dann rechnet man folgendermassen: 300 mg : 1000 g = 0,3 mg / g

Das bedeutet der Hund ist mit 1 g Seealgenmehl versorgt.

 

Viele Dosierungsempfehlungen lauten auf Gaben von 1/2 Teelöffel bzw. 1 Teelöffel

Wiegt das bitte nach wieviel Gramm das sind und dann berechnet mal die Überversorgung.

 

Eine Überversorgung kann einen Hypothyroid- Effekt haben. Bei Welpen entwickelt sich das Schilddrüsengewebe deutlich kleiner/ kürzer und das Knochengerüst wird in Mitleidenschaft gezogen.

Hierzu die Studie...

Nicht viel besser kommt die Süsswasseralge davon:

Gefähr­liche Substanzen

Doch die Wirk­lich­keit sieht anders aus: Alle drei getesteten Afa-Algenpräparate enthalten Spuren giftiger Microcystine. Diese können Leber, Niere und Gehirn schädigen. Zudem stuft sie die Welt­gesund­heits­organisation als möglicher­weise krebs­er­regend ein. Daher gelten selbst Spuren bei lang­fristiger Einnahme als gefähr­lich – vom Verzehr aller drei getesten Afa-Präparate raten die Tester also ab.

 

Quelle: https://www.test.de/Algenpraeparate-Die-gruene-Gefahr-4196341-0/

Links:

http://www.thesuperfoods.net/kelp/kelp-side-effects

https://www.test.de/Algenpraeparate-Die-gruene-Gefahr-4196341-0/

http://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche_risiken_durch_zu_hohen_jodgehalt_in_getrockneten_algen.pdf

http://www.thedogplace.org/health/thyroid-2_lanting-0904.asp

 

http://www.veterinarypracticenews.com/March-2011/How-Safe-Is-Kelp-For-Thyroid-Patients/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?uid=11765244&cmd=showdetailview&indexed=google