Ysop...bei Epilepsie

 

Die Anwendung von Ysop unter anderem als Prophylaxe vor Epilepsieanfällen,oder unter anderem auch Fallsucht oderPetit Mal bezeichnet entstammt alten Überlieferungen verschiedener Heilkundiger und Mediziner wie etwa John Parkinson, Bock und Matthiolus, Camerarius, Durante und Ryff.


Seit mindestens dem Mittelalter wird Ysop für dieses Krankheitsbild empfohlen, da es zu einer wirksamen Vorbeugung vor Krampfanfällen tauglich war.

Wenn Du heute unter Google nach Begriffen wie etwa Ysop und Epilepsie suchst, dann findest Du eine ganze Reihe von Hinweisen, die vor der Verwendung von ätherischem Ysop- Öl bei Epileptikern abraten.Es traten insgesamt 3 Fälle auf, in denen 2 Erwachsene und 1 Kind vermutlich wegen eines ätherischen Ysop- Öls mit Krampfanfällen reagierten.


Suchst Du aber stattdessen mit dem lateinischen Pflanzennamen Hyssopus officinalis und Petit Mal (ein sehr populärer Begriff für leichte Epilepsieanfälle), dann findest Du durchaus überwiegend positive Quellen zum Ysop und der Anwendung bei Epilepsie.


Der Grund liegt darin, daß im Internet vieles kopiert und übernommen wird, ohne es zu hinterfragen. Sicherlich hätte es der Ysop mit seiner Empfehlung zur Anwendung bei Epilepsie durch die Jahrhunderte hinweg nicht bis zum heutigen Tage geschafft, wenn er nicht geeignet wäre, eine Linderung zu verschaffen.

Natürlich verlassen wir uns aber nicht
nur auf alte Überlieferungen antiker Heiler und Mediziner.

Der Ysop wurde in den vergangen Jahren intensiv studiert und tatsächlich konnte man erstaunliche Wirkungen des Ysop nachweisen. Nicht nur, das er gegen Würmer und auch antiviral wirkt, auch bei Tuberkulose und HIV- Infektionen war er hilfreich.
Seine anti- bakterielle und anti- mykotische Wirkung wurde ebenfalls nachgewiesen.

Die für die Epilepsie jeoch wesentlich interessanteren Ergebnisse sind die Wirkung des Ysop als Muskelrelaxans und seine positive Wirkung auf die Verdauung.


Vielleicht hast Du bereits davon gehört, daß der Verdauungsapperat und das Gehirn sehr miteinander verbunden sind und bei Erkrankungen und deren Behandlung dies beachtet werden sollte.

Tatsächlich scheint hier der Schlüssel zur Vermeidung von epileptischen Anfällen zu liegen. Weiterhin hat es sich auch gezeigt, daß eine getreidefreie bzw. glutenfreie Ernährung bereits in etwa 50% der Fälle einen weiteren Epilepsieanfall verhindern kann, denn heute weiß man, daß Gluten die
Blut- Hirn- Schranke überwindet und an den gleichen Rezeptoren im Gehirn
andockt, an denen sich auch Opium festmacht.

Mehr interessante Informationen zum Ysop findet man in der Arbeit des Herrn
Bernward Notker Zorn unter diesem Link:
http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2013/7702/pdf/neu_Zentraldokument_26._Juni_2012.pdf

Meine
Empfehlung für einen epileptischen Hund lautet also die Umstellung der Fütterung auf getreide- bzw. glutenfreie Nahrung wie etwa ein Produkt mit Bananenmehl, da auch der natürliche Magnesiumgehalt aus der Banane bei Epilepsie durchaus positiv ist.


Des weiteren ist der Kräuterzusatz aus Ysop eine sinnvoll Ergänzung um
weitere Krampfanfälle zu vermeiden.