Die Ernährung und Fütterung des Hundes

Die Ernährung des Hundes hat enorme Auswirkungen auf das Tier.

Bereits am äußerlichen Erscheinungsbild spiegelt sich die Sorgfalt des Besitzers wider.So nimmt die Ernährung nicht nur Einfluß auf Fell und Haut, sondern auch auf das Wachstum, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Tieres.

Es ist möglich, den Körper auf bestimmte Atribute hin zu optimieren. Ebenso ist es möglich, über die Ernährung Einfluß auf die Gesundheit bzw. Krankheiten zu nehmen, zumindest bis zu einem bestimmten Grad.

 

Ich betrachte den Körper eher wie einen Motor, der von Natur aus reibungslos funktionieren sollte. Enorme Mengen an Stoffwechselvorgängen bestimmen sämtliche Körperfunktionen und -reaktionen. Sollte es bei diesen Vorgängen zu Störungen kommen, so muß die Ursache der Störung gefunden und "repariert" werden. Eben genau wie bei einem Motor. Natürlich setzt das ein großes Verständnis und Wissen um die Stoffwechselvorgänge voraus, aber gerade im Bereich der Ernährung bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, um eine positive Beeinflussung in Gang zu setzen.

 

Es geht dabei zunächst einmal nicht um die Diskussion, ob nun Fertigfutter oder Rohfütterung das Optimale ist. Es geht darum, wie gut die Fütterung letztlich ist: Beide können sehr gut, aber auch sehr schlecht sein. Es ist eine individuelle Entscheidung, die sich nach dem Tier, nach den Umständen, nach den Erwartungen und nach der Durchführung richtet.

 

Und wenn dann das Tier davon profitiert, dann ist es gut!

Eine Verallgemeinerung dieses Themas ist einfach nicht möglich und auf diesen Seiten auch nicht gewollt.

Das perfekte "Fleisch-" Gebiss
Das perfekte "Fleisch-" Gebiss

Mythen in der Hiundefütterung

Hunde sollen auf gar keinen Fall Reste vom Tisch bekommen! Diesen Satz hören Hundehalter immer wieder. Es gibt aber keinen allgemeinen Grund, warum ein Hund tag ein tag aus über Wochen, Monate und Jahre stetsdas gleiche Futter bekommen sollte. Nahrungsdefizite entwickeln sich nicht über Nacht, sondern entstehen durch eine lang dauernde Falschfütterung. Durch Tischabfälle werden sie auch nicht automatisch fett oder beginnen bei Tisch zu betteln. Das hat andere Gründe wie etwa die ständige Überfütterung, zu wenig Bewegung oder die Fütterung am Tisch direkt , die dem Hund den Esstisch als Fressplatz begreiflich macht. Natürlich sollten Hunde keine Süßigkeiten bekommen oder zu stark gewürzte oder salzige Speisereste. Aber ein paar gekochte Kartoffeln, Bratenreste, Nudeln oder gedünstetes Gemüse sind eine durchaus tolle Ergänzung der üblichen Hundefutterration.

 

Auch der Hinweis, dass Hunde keine rohen Eier bekommen sollten, ist nicht wissenschaftlich belegt, sondern einfach nur ein Gerücht. Das Hauptargument ist, dass das Enzym Avidin in den Eiern das Biotin im Körper zerstört. Eigelb enthält allerdings so viel Biotin, dass der geringe Verlust durch das Avidin mehr als aufgewogen wird. Ein weiteres Argument ist die Salmonellengefahr. Hunde aber besitzen einen sehr viel kürzeren Verdauungstrakt als der Mensch und ist dadurch auch etwas resistenter.

 

Tatsächlich etwas Wahres ist dran an der Bemerkung, dass  Hunde Getreide nicht komplett verwerten können.Gegenüber den Herbivoren ist das Verdauungssystem des Hundes nicht auf die Verdauung von Getreide oder auch von Kohlenhydraten im allgemeinen, eingestellt. Und das insbesondere nicht, wenn das Getreide in roher oder unveränderter Form gefüttert wird.Durch Kochen wird das Getreide aufgeschlossen und der Hund kann es dann zum Teil verwerten. Reis wird dann noch am besten verwertet, Getreide und Mais stehen weit hinten an.So werden von diesen Getreiden mehr als 20% der Kohlenhydrate nicht verwertet.Allerdings können die Ballaststoffe aus pflanzlichen Futterbestandteilen hilfreiche Dienste leisten.

 

Um den Kalorienbedarf eines Hundes zu ermitteln, gibt es eine Formel:

 

Gewicht des Hundes in kg ^0,75 x 120 oder 140

Man braucht also einen Taschenrechner mit der X hoch yTaste.

Wenn der Hund 20kg wiegt, gibt man das in den Rechner ein und drückt diese Taste und anschließend den Exponenten 0,75, dann die Gleich-Taste und man erhält in diesem Fall das Ergebnis 9,45 (das wäre dann das metabolische Körpergewicht/Stoffwechselgewicht des Hundes). Das Ergebnis multipliziert man dann für junge, sehr aktive oder zu dünne Tiere mit dem Wert 140,

für ältere Hunde, oder für die Hunde mit wenig Bewegung mit 120.

So erhält man den rechnerischen Wert der benötigten Energiezufuhr in Kcal/Tag.

Dennoch kann der Bedarf individuell sein, diese Rechnung dient nur zur Orientierung.

Seit einigen Jahren lässt sich der verstärkte Trend zu einer getreidearmen oder sogar getreidefreien Fütterung beim Hund beobachten. Hier reagierte die Tierfutterindustrie insbesondere auf das Verlangen der Hundehalter, die nach solchen Produkten verlangen.

Viele gesundheitliche Probleme des Hundes lassen sich durch eine kohlenhydratarme Ernährung regulieren oder sie klingen sogar völlig ab.

So wurden auf der Interzoo 2012 zahlreiche neue Futtersorten dem weltweiten Publikum präsentiert.

 

 

Um kurzfristig des Energiebedarf in der Fütterung zu erhöhen

 

kann man einfach etwas Butter der täglichen Futterration zufügen. Butter besteht aus tierischen Stoffen und kann somit optimal verwertet werden.Natürlicher und besser geht es kaum. Hunde können Butter problemlos verdauen und die fettreiche Butter liefert lang anhaltende Energie.