Arthrose und andere Beschwerden des Bewegungsapperates

Ich glaube die Zunahme der vielen gesundheitlichen Beschwerden hat auch einfach damit zu tun, das wir zu sehr auf moderne, wissenschaftliche und für uns zwar einfache, aber letztlich teure Lösungen setzen. Dabei lohn es sich durchaus, sich auf die traditionellen "Behandlungsmethoden" zu konzentrieren. Oft sind sie leicht umzusetzen und nicht besonders kostspielig. Es verlangt aber Eigeninitiative und ein bisschen Zeit, die aber sehr sinnvoll eingesetzt sind.

 

Knochenbrühe

Bei unseren Großeltern und den Generationen davor war es selbstverständlich, nahezu alle Teile des geschlachteten Tieres zu verwerten. Ich verbinde das auch mit einem gewissen Respekt gegenüber dem Tier, das für unsere Ernährung sein Leben lassen musste. "Schlachtabfälle" gab es kaum und so wurde aus den Knochen zum Beispiel eine Knochenbrühe gemacht.

 

Wusstest Du, dass eine Knochenbrühe alles liefert, was für den Bewegungsapperat von Vorteil ist: Glukosamin, Chondroitin, Kollagen, Hyaluronsäure.

Aber in der Brühe steckt noch weitaus mehr: 

Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Phosphat und Kalium, die Aminosäuren Prolin, Glycin, L- Glutamin und Alanin. L- Glutamin ist daei auch vorteilhaft für die Darmschleimhaut und kann sogar den Blutzuckerspiegel regulieren.

 

Knochen sind nicht besonders teuer und in jeder Schlachterei- oder Metzgerabteilung zu bekommen. Einmal wöchentlich eine gute, kräftige Knochenbrühe auf dem Speiseplan hat in der Tat schon so manchem Arthrosepatienten geholfen und es ist noch nicht einmal schwer, eine Knochenbrühe zuzubereiten. Der Knochenbrühe wird auch nachgesagt, bei Beschwerden wie etwa Schuppenflechte, gestörter Wundheilung, Infektionskrankheiten, Verdauungsbeschwerden, bei psychischen Störungen oder bei der Regeneration wirksam zu sein.

Die Zubereitung einer guten Knochenbrühe benötigt Knochen, am besten von Freilandtieren und viel Zeit, denn je länger die Brühe köchelt, um so gehaltvoller und wirksamer ist die. Die fertige Brühe kann man einwecken oder auch einfrieren, um sie länger haltbar zu machen, im Kühlschrank hält sie sich bis zu 4 Tage.

 

 

Rezept:

 

Traditionell werden die Knochen 24- 48 Stunden lang ausgekocht. Erst in den letzten 2 Stunden fügt man eventuelle Gemüse und Kräuter hinzu. Am Ende des Kochvorgangs wird die Brühe gesiebt, Gemüsereste und ausgekochte Knochen werden entsorgt, denn es ist nichts Nahrhaftes mehr enthalten. Je länger gekocht wird, um so stärker und fester die Brühe.

Diese Grundbrühe kann sowohl von Mensch als auch Hund genossen werden. Noch heiss in Schraugläser gefüllt hält sich die Brühe im ungeöffneten Glas ca. 2-3 Wochen.

 

Variationen:

Man kann mit den Knochen auch ein Gemüsebund, Knoblauchzehen, Kokosfett oder Kräuter zusetzen, aber auch etwas Meersalz oder Apfelessig (1 EL auf 1kg Knochen).

Hier kann nach eigenem Geschmack variiert werden und auch im Internet finden sich eine Vielzahl an Rezepten.

Links:

 

http://www.paleorox.de/knochenbruehe-ein-vergessenes-superfood/

 

http://www.welt.de/print/wams/lifestyle/article138655696/Bis-auf-die-Knochen.html

 

http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/-bone-broth---wie-gesund-ist-die-knochenbruehe--6704816.html

 

Kaayla T. Daniel, “Why Broth is Beautiful: Essential Roles for Proline, Glycine and Gelatin,” Weston A. Price Foundation.  http://www.westonaprice.org/food-features/why-broth-is-beautiful (accessed 18 June 2013).

University of Nebraska Medical Center. “Chicken Soup for a Cold”  http://www.unmc.edu/publicrelations/chickensoup_newsrelease.htm (accessed 21 October  2011).

Kaayla T. Daniel, “Taking Stock: Soup for Healing Body, Mind, Mood, and Soul,” Psychology Today http://www.psychologytoday.com/blog/naughty-nutrition/201202/taking-stock-soup-healing-body-mind-mood-and-soul (accessed 20 February 2012).

Sekhar RV, Patel SG, Guthikonda AP, Reid M, Balasubramanyam A, Taffet GE, Jahoor F. Deficient synthesis of glutathione underlies oxidative stress in aging and can be corrected by dietary cysteine and glycine supplementation. American Journal of Clinical Nutrition.2011;94(3):847-53

 

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