Es gibt keine allgemeingültige Diät, was bei dem einen Hund funktioniert, klappt bei dem anderen nicht. Zusätzlich muss man einen eventuellen Parasitenbefall beachten oder ein Ungleichgewicht der Bakterien, wie z.B. Enterokokken, Clostridien, usw. Aber nachfolgend mal einige Rezepte:

Bei Durchfall: Slippery Elm

 

Dieses Rezept ist sehr verträglich und ist leicht zuzubereiten.

 

1 leicht gehäufter Teelöffel Slippery Elm Pulver in einer Tasse kaltem Wasser auflösen. Diese Lösung unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Dann die Hitze herunter stellen und noch weitere 2 - 3 Minuten unter Rühren simmern lassen. Doe Lösung sollte sich dann andicken. Vom Herd nehmen und 1 Esslöffel Honig zufügen, gut umrühren. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

 

Anwendung:

4 x täglich oder alle 4 Stunden in folgender Dosierung

1/2 bis 1 Teelöffel für kleine Hunde (unter 10 kg)

2 Teelöffel - 2 Esslöffel für Hunde für mittelgroße Hunde (10-20 kg)

3 - 4 Esslöffel für große Hunde (über 20 kg)

 

Die Mischung in einem verschliessbaren Glas bei Raumtemperatur aufbewahren. Sie hält sich für ein paar Tage.

 

Achte auf FODMAP

Bei IBD vermeiden statt dessen
 Laktose  

 laktosefreie Produkte, Hartkäse,

Brie, Camenbert, Olivenöl statt Butter

Früchte

Fruktosereiche Früchte (Apfel, Birne, Wassermelone,

getrocknete Früchte)

Banane, Blaubeere, Boysenbeere, Beeren allg.

Gemüse

Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Spargel

grüne Bohnen, Sellerie, Karotten, Süsskartoffel, Kräuter

 

Leguminosen, Bohnen, Erbsen

Reis, Hafer, Hirse, Tapioca

     

IBD, IBS, Colitis und ander Verdauungsbeschwerden

IBD (Inflammatory Bowel Disease), IBS (Irritable Bowel Syndrome, wird durch Stress ausgelöstss) und Colitis ( Entzündung im Dickdarm) können dauerhaften Durchfall auslösen und den Körper bis hin zum lebensbedrohlichen Zustand schwächen. Diese Zustände sind schwierig in den Griff zu bekommen. 

IBD kann ohne eine Biopsie nicht gesichert diagnostiziert werden. Allerdings gibt es einige charakteristische Symptome an denen man unterscheiden kann ob der Hund an einer Colitis leidet oder an einem Dünndarmdurchfall.

 

Dünndarmdurchfall:

- größere Stuhlmenge als üblich

- der Hund muss häufiger als normal (2-4 x täglich) Kot absetzen

- Gewichtsverlust

- der Kot ist scheint dunkler als sonst

- der Hund hat Blähungen

- gelegentlich auch Erbrechen

 

Colitis:

- geringere Stuhlmenge als üblich

- der Hund muss deutlicher häufiger absetzen als üblich, also mindestens 4 x täglich oder mehr

- der Kotabsatz erfolgt oft sehr plötzlich und schießt auch teilweise heraus

- der Kot kann teilweise blutvermengt sein

- es ist Schleimhaut beigemengt

 

Mit dieser Übersicht kann man die Wahrscheinlichkeit einer Colitis abschätzen und dementsprechend handeln.

Es ist sinnvoll nach möglichen Parasiten als Auslöser von Durchfall zu suchen. Peitschenwürmer z.B. kann man nicht in einer Kotprobe aufspüren. Panakur ist ein sicheres Entwurmungsmittel und wirksam gegen die meisten Endoparasiten, auch gegen Peitschenwürmer und Giardien. Es wirkt aber nicht gegen Coccidien, hier braucht man stärkere Geschütze, die aber nicht auf Verdacht verabreicht werden sollten. Hier wird dann Albon eingesetzt.

 

Oft ist eine Getreide- Intoleranz Auslöser für Durchfälle. Will man auf Getreide verzichten oder auf stärkehaltige Komponenten, die lange verdaut werden müssen, wie etwa Mais oder Kartoffel, limitiert man die Fasermenge von Gemüse  und vermeidet auch Milchprodukte, vielleicht funktioniert es.

 

Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung kann auch Durchfälle auslösen, begleitet von Bauchschmerzen. Ein Bluttest verschafft Sicherheit.

 

Viele Hunde mit IBD, Pankreatitis oder anderen gastrointestinalen Problemen haben Probleme Fett zu verdauen. Hier hilft eine angepasste Diät vielleicht.

Andere Hunde sollten so gen. FODMAP Kohlenhydrate vermeiden.

Fett sorgt dafür das die Nahrung länger im Magen verbleibt und das kann auch Übelkeit und Erbrechen auslösen. Ausserdem können die Darmbakterien durch zu viel Fett ungünstig beeinflusst werden.

 

Mitunter ist es auch erfolgreich, wenn man Lectine vermeidet  (Tomaten, Kartoffeln, Erbsen, Bohnen, Soja...)

 

Bei IBD, Colitis und anderen Verdauungsbeschwerden und Krankheiten können nachfolgende Ergänzungen vielleicht helfen:

 

- N- Acetylglukosamin

- L- Glutamin

- Slippery Elmbark / Ulmenrinde

- Probiotika

- Prebiotika

- Fischöl und Vitamin E

- Kokosöl (1 TL / 5 kg maximal, 40 kcal je TL)

- Kräuter (Yukka, Weihrauch, Kurkuma)

- Verdauungsenzyme

- Ingwer

 

Gemüse- Säfte

 

- Karottensaft

- Süßkartoffelsaft

- Kohlsaft

 

 

Dem Problem auf die Schliche zu kommen

 

ist gar nicht so einfach. Gerade IBD beinhaltet so viele mögliche Störungen des Verdauungstraktes. Dennoch möchte ich hier einige Möglichkeiten zur Identifizierung des Problems und dessen mögliche Beseitigung geben.

 

Elastasebestimmung im Stuhl - zu wenig Elastase zeigt eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz an, bei veganer Fütterung ist der Wert in jedem Fall niedrig, beigefütterte Verdauungsenzyme verfälschen den Wert nicht.

Tritt zugleich auch Fettstuhl auf, kann das ein Hinweis sein auf eine zu geringe Produktion von Gallenflüssigkeit (Leber- oder Gallenblasenstörung), auf Gluten- Unverträglichkeit, auf zu wenig Magensäureproduktion oder SIBO. Im Blutbild zeigen sich dann auch oft erhöhte Blutfettwerte, Mineralmangel (Magnesium, Zink, Selen, Kalzium) oder Mangel an fettlöslichem Vitamin (A,D,E,K). Empfehlung: Kleine, aber häufigere Futterportionen + Verdauungsenzyme 

 

Fleischfasern/ Pflanzenfasern im Stuhl: Diese werden eigentlich in den oberen Verdauungsorganen verarbeitet. Tritt dies im Kot auf, zeugt es von einem zu schnellen Transit der Nahrung durch den Verdauungsapparat oder es passiert durch Malabsorbtion. Hier muss auch dem Elastase- Wert Beachtung geschenkt werden.

 

Fettstuhl: Tritt nicht nur auf bei einer Fett- Malabsorbtion, sondern auch bei einer Darm Dysbiose oder bei Darmparasiten. Ist der Grund ein Fehlen von Bauchspeicheldrüsenenzymen, dann müssen die Beigefüttert werden. Liegt der Grund bei unzureichender Produktion von Gallensäure, dann helfen Glyzin (enthalten in Hühnchenfleisch, Lachs, Reis und Sojabohnen), Taurin oder Cholagogues, Bitterstoffe wie sie etwa in Kurkuma oder Goldenseal vorkommen.

 

Die Farbe des abgesetzten Kots gibt ebenfalls Hinweise:Grau, lehmfarbig oder grün zeigt Veränderungen beim Bilirubin an. Bei Blutungen im Darmbereich: Hellrot (unterer Verdauungstrakt ist betroffen) bis braun (unterer Verdauungstrakt) oder schwarz (auch bei Fütterung von Rote Beete, zu viel Eisen, Süßholzwurzel).Gelblich ist der Kot bei einer Fettverdauungsstörung oder bei einem Befall mit Giardien.

 

Kurzkettige Fettsäuren werden durch Bakterien im Darm aus resistenter Stärke und Faser oder auch Prebiotika gebildet. Sie heißen ) Acetate, Propionate, und Butyrate.

 N-Butyrate ist überlebens wichtig für die guten Darmbakterien. Zu wenig N- Butyrat macht den Darm krank. Kurzkettige Fettsäuren erhalten die Funktion der Darmbarriere, regulieren die Absorbtion von Wasser und Elektrolyten über die Darmschleimhaut, regulieren die Verwertung von Kohlenhydraten und fördern eine gesunde Darmflora.

Kurzkettige Fettsäuren stehen im Zusammenhang mit der Zusammensetzung der Nahrung und dem fäkalen Ammoniumgehalt (zu viel unverdautes Protein). Auch ein Übergewicht stört die Bildung dieser Fettsäuren. Je mehr N- Butyrate im Körper gebildet werden, um so gesünder der Darm.  Prebiotika, mehr resistente Stärke und Kohlenhydrate im Futter führen zu mehr N- Butyrat (im Kot nachweisbar).

 

Beta-Glucuronidase ist ein Enzym, das komplexe Kohlenhydrate spaltet. Dieses Enzym sollte in ausgewogener Menge nachweisbar sein im Kot. Weder zu viel noch zu wenig. Beta- Glucoronidase wird zum Teil auch durch anerobe Bakterien produziert ((teilweise E. coli, aber auch Peptostreptococcus, Bacteroides, und Clostridium).Bei einem zu viel des Enzyms werden zu viele Toxine in den Gallensäurekreislauf eingeschleust. Hier kann es helfen Mariendiestel oder Probiotika (Lactobaz., Bifidobak.) zu geben. Möglicherweise auch Kalzium D- Glukarat. Dem Futter mehr Gemüse und unlösl. Faser zufügen. Durch Antibiotikagabe kann die Enzymmenge zu niedrig ausfallen, da die produzierenden Bakterien vernichtet werden.

Der ph- Wert des Kotes ist nicht zu verwechseln mit dem ph- Wert im Magen. Normalerweise sollte der Wert leicht sauer sein. Ist der Wert unter 6,1 liegt ein Problem mit der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten oder Laktose vor, auch ein SIBO kann der Grund sein. Ist der Wert zu alkalisch, über 7,9, kann der Grund zu viel Magensäure sein oder ein zu unbeweglicher Darm, eine Antibiotikagabe, unzureichende Faser im Futter, oder zu viel Protein und zu wenig Kohlenhydrate im Futter.

 

Sekundäre Gallensäure wird durch Bakterien ( Clostridium, Enterococcus, Bacteroides and Lactobacillus) aus der Gallensäure gebildet. Sie ist nicht nur schlecht sondern auch schädlich. Dem Futter mehr Faser, resistente Stärke und Probiotika zusetzen. Gesättigte Fettsäuren und Fleisch reduzieren.

 

Eine gesunde Darmflora zieht man heran durch die Gabe von lebenden Probiotika (laktobaz., Biffido.) und durch Ergänzungen wie etwa Flohsamen, Haferkleie, Oligofruktose, Inulin oder Beta Glucan.

 

 

 

Bei IBS

 

Ingwer hat anti-spasmische Eigenschaften auf den Magen- Darmtrakt, er beruhigt Magen und Darm und beruhigt nervöse Muskelkontraktionen. Er wirkt genau so wie ein Kalzium- Kanal- Blocker der die Muskelkrämpfe verhindert, das krampfende und schmerzverursachende Magen-Darmzucken wird gestoppt. Ingwer regt den Magensaftfluss an. Ingwer bietet keine Möglichkeit einer Kreuzallergie und ist sicher für Hunde.

 

 

Ingwer

ist sicher für Hunde.

 

Man kann frischen Ingwer geben. Ingwer schälen und rden gelben Teil der Knolle raspeln.

1/4 TL für Mini- Rassen, 1/2 TL für Rassen bis 15 kg, 3/4 TL für größere Hunde. Einschleichend dem Futter zusetzen.

 

Ingwer in anderen Darreichungsformen:

 

Gewicht d. Hundes Pulver Tee Kapsel Tinktur
1-5 Prise-1/8 TL

weniger 1/4 Tasse

1-3 x tägl.

1/2 ,1-3 x tägl. 1-3 Tropfen, 2-3 x tägl.
5-10 bis 1/4 TL 1/4 Tasse wie oben 1/2 - 1, wie oben 3-5 Tropfen, wie oben
10-25 - 1 TL 1/4 - 1/2 wie oben 1-2 ,2-3 x tägl. 5-10 Tropfen wie oben
 25-50 - 2 TL 1/2 - 1 wie oben 1-2, 2-4 x tägl.  bis 20 Tropfen
über 50 bis 1 EL 1 Tasse wie oben    

 

 

Knochenbrühe

 

Knochenbrühe enthält viel Glutamin - und Glutamin ist genial bei IBD

 

Eine vernünftige Knochenbrühe erhält man, in dem man die Knochen über viele Stunden auskocht. Normalerweise 24 Stunden, die beste Brühe erhält man nach 48 Stunden langsamem Ausköchelns der Knochen.

 

Ansonsten hier ein Rezept mit Huhn:

 

Ein ganzes Huhn kaufen, die Innereien entfernen. Das Huhn in einen Topf mit Wasser legen, so viel Wasser, dass das Huhn gut bedeckt ist, aufkochen und für etwa 4 Stunden köcheln lassen. Zwischendurch den sich bildenden Schaum abschöpfen. Bus sich das Fleisch von den Knochen löst. Den Topf dann vom Herd nehmen und alles durch ein Sieb giessen, die Brühe auffangen. Die Brühe in den Topf zurück. Das Fleisch von den Knochen lösen und anderweitig verwenden. Die Knochen wieder zur Brühe geben und nochmals aufkochen und dann weiter köcheln lassen für 24 Stunden. Wenn nötig mit Wasser aufgiessen. Wenn man einen TL Apfelessig zufügt, lösen sich die Nährstoffe besser aus den Knochen. Nach dem köcheln das ganze ieiderum durch ein Sieb geben und die Brühe auffangen. Die Knochen sind jetzt wertlos und wandern in den Müll.

 

Natürlich kann man auch andere Knochen verwenden.

 

Die Brühe gibt man löffelweise zwischen durch oder zum Futter. Man kann sie auch in Eiswürfelförmchen einfrieren.

Brottrunk- das gesunde Getränk aus fermentiertem Getreide

Viele haben davon gehört-einige es auch schon probiert und die meisten kennen es als käuliches Produkt in der Flasche.

Dabei ist es eine schon sehr alte Rezeptur die jedermann ganz einfach umsetzen kann. Dafür benötigt man lediglich 1 Tasse Weizen, 2-3 Tassen bestes Wasser und ein großes Gefäß mit breiter Öffnung.

 

Zuerst wird der Samen gut gewaschen. Tote, auf dem Wasser schwimmende Körner werden aussortiert.

Der gereinigte Weizen kommt dann in ds Gals und wird mit dem Wasser aufgefüllt. Am besten gibt man einige Tropfen Zitronensaft darauf. Das Glas wird mit Gaze abgedeckt und bei Zimmertemperatur an einem dunklen Ort aufbewahrt.

 

Nach 48 Stunden kann man beobachten, das kleine Perlchen aus dem gequollenen Weizen nach oben steigen. Dann wird umgerührt, gewartet, bis sich der Weizen im Glas wieder gesetzt hat und gießt das Elixier dann ab in einen Krug.

 

Danach füllen Sie das Glas wieder mit frischem Wasser auf und befolgen die o.a. Anleitung. Diese Prozedur kann man 3-4 mal wiederholen.

 

Das Elixier selbst sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden und hält dort ca. 3 Tage.

 

An warmen Tagen kann es passieren, dass der Inhalt "kippt". Wenn also ein käsiger Geruch wahrgenommen wird, muss man das Elixier komplett neu ansetzen.

 

Dieses frische Rejuvelac enthält Lactobacillus bifidus, Enzyme und Aminosäuren, leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Saccarose und Dextrine, Protein, B-Vitamine und die Vitamine K und E.

 

Rejuvelac kann für Hunde und Pferde verwendet werden und für Dich selbst kannst Du es mit Fruchtsaft aufgießen.

Hier noch ein anderer Link:

http://www.weizengras-anbauen.de/brottrunk-selber-machen/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11860402 IBD und Teufelskralle

https://www.gdx.net/core/support-guides/CDSA-CDSA2-combo-Support-Guide.pdf

http://www.microbiomeinstitute.org/blog/2014/11/29/promoting-your-dogs-microbiome-with-food