Fütterung bei Nierenproblemen

Die Behandlung einer Niereninsuffizienz erfolgt IMMER durch einen Tierarzt. Dennoch kann der Hundehalter die Behandlung durch eine möglichst optimale Fütterung unterstützen.. Hier gebe ich nun einige Tips, die in Absprache mit dem Tierarzt durchgeführt werden können.

Basierend auf den bisherigen Erkenntnissen in den letzten 10 Jahren,muss man erst dann eine Niedrig- Protein- Diät füttern, wenn der Hund einen BUN über 80mg/ dL (entsprechend 28.6 mmol/L), Creatinine über 4.0 mg/dL (entsprechend 354 µmol/L), und der Hund Symptome zeigt wie etwa Erbrechen, fehlenden Appetit oder Lethargie zum Beispiel (Urämie). Lethargie wird dann durch einen erhöhten Nitrogengehalt im Blut ausgelöst. Wenn auch eine Niedrig- Protein-  Diät das Leben des Hundes nicht verlängern kann, so wird sich der Hund dennoch besser fühlen.

 

Wenn der Hund eine deutlich erhöhte Menge an Protein im Urin aufweist (Urin Protein/Creatinin Quotient über 1.0) muss die Proteinmenge im Futter moderat gesenkt werden, eben gerade so viel, um das Protein zu kontrollieren. Eine tatsächlich starke Reduzierung ist nicht vorteilhaft weil sie zu einem zu niedrigem Albuminwert führt.

 

Es sollte mindestens 1 Gramm Protein pro 500g Körpergewicht täglich gefüttert werden. Dabei ist zu beachten, daß 1g Fleisch nicht 1g Protein entspricht

Ist der Hund nicht urämisch, sollte eine moderate Menge hochwertigen Proteins gefüttert werden. Eier haben das beste Protein, es ist aber zu beachten, daß das Eigelb Phosphor enthält. Danach folgt Fleisch (roh oder gekocht) als hochwertige Proteinquelle. Die schlechteste Proteinqualität kommt aus Getreide. 

Hochwertige Proteine decken im besten Fall den Mix an Aminosäuren ab, den der Körper benötigt. Idealerweise sollte es genau die Werte treffen ohne einen erhöhten Gehalt an Proteinen zu liefern, jedenfalls wäre es das Optimalste für Leber und Nieren. Generell sind für Hunde und Katzen die Proteine tierischer Herkunft besser geeignet als Pflanzenproteine, darum ist Cottage Cheese besser geeignet als Soja. Einie Aminosäuren wie etwa Taurin sind hitzempfindlich, darum sagt man im allgemeinen, dass rohes Fleisch höherwertig ist als gekochtes. Anders herum ist gekochtes Fleisch leichter verdaulich

 

Wenn die Fütterung ausgerichtet sein soll auf Nierenprobleme, dann muss das Phosphor im Futter reduziert sein, Fett und Proteine aber in moderater Menge zur Verfügung stehen. Bei Nierenauffälligkeiten ist es besser, mehrere kleine Mahlzeiten zu füttern.

Reduzierter Phosphorgehalt

Die Fütterung einer phorphorarmen Diät verlangsamt den Verfallprozess der Nieren.Es sollten nicht mehr als 22.25 mg/kg Phosphor täglich (über 10 mg pro 500g Körpergewicht) an einen Hund mit Nierenschaden gefüttert werden. Im frühen Stadium der Erkrankung können es bis zu   60 mg/kg sein. Eine Niedrig- Phosphor- Diät bewegt sich im Rahmen von etwa 15-40 mg/kg.

Generell sind Futtersorten, die Knochen, Milchprodukte, Fisch (mit Gräten), Innereien und Eigelb enthalten, reich an Phosphor. Das bedeutet nicht, daß sie überhaupt nicht gefüttert werden sollen, denn sie enthalten viele Nährstoffe. Die Menge muss nur angemessen sein. Besondere Aufmerksamkeit sollte man dem in Getreiden und Gemüsen beinhalteten Phosphor schenken.

 

Dazu einige Beispielmengen zur Menge des Phosphors im täglichen Futter. Die Empfehlung reicht von 15-40 mg/kg, und 60 mg/kg für sehr frühe Stadien der Erkrankung. Je weiter die Krankheit fortgeschritten ist, um so weniger Phosphor sollte gefüttert werden.

5 kg Körpergewicht: 68 - 182 mg (bis zu 272 mg in sehr frühem Stadium)

13 kg Körpergewicht: 170 - 455 mg (bis 682 mg in sehr fühem Stadium)

25 kg Körpergewicht: 340 - 900 mg (bis zu 1364 mg in sehr früh.Stad.)

37 kg Körpergewicht: 511 - 1364 mg (bis zu 2045 mg in sehr früh. Sta.)

50 kg Körpergewicht:680 - 1818 mg (bis zu 2727 mg in sehr fr. Stad.)

 

Angemessene Mengen an Fett

Fett liefert phosphorarme Kalorien und man kann damit gut den Kaloriengehalt eines Futters erhöhen. Mit nur sehr wenigen Ausnahmen erkranken Hunde nicht an zu hohem Cholesterol oder anderen Fett- ufnahme bezogenen Krankheiten des Menschen. Eine dauerhafte Gabe an wirklich zu viel Fett kann für einige Hunde problematisch sein, zumindest gibt es Fälle, in denen eine Diät aus niedrigem Protein- aber hohem Fettgehalt zu einer Pankreatitis führte.

Ist der Hund übergewichtig und wenig aktiv, dann benötigt er nicht viele Kalorien unmd er braucht auch nur eine angemessene Menge Fett. Ist der Hund aber aktiv und benötigt viele Kalorien, dann kann der Fettgehalt des Futters angehobem werden ohne dadurch den Phosphorgehalt zu erhöhen.All zu viel Fett führt zu Durchfall und sehr weichem Kot. Hunde, die zur Pankreatitis neigen, können nicht all zu viel Fett verstoffwechseln. Wenn das Fett darum reduziert wird, muss der Kohlenhydratanteil gesteigert werden ohne allerdings den Phosphorgehalt zu erhöhen.

Der Fettgehalt im Futter sollte nur langsam erhöht werden, um Verdauungsstörungen zu vermeiden und den Fall einer Pankreatitis nicht zu fördern. Sollte der Hund bei der Fettmenge im Futter Auffälligkeiten wie Unwohl sein, Durchfall, Erbrechen oder ähnliches zeigen, ist die Fettmenge soweit zu reduzieren, bis der Hund die Menge toleriert.

Die verschiedenen Quellen an Fetten:

  • Fettes Fleisch . Am besten nimmt man den fettesten Burger, den man bekommen kann. Besonders Lamm ist fettreich.Schwein ist auch sehr fetthaltig. Dunkles Fleisch von Huhn und Truthahn hat mehr Fett als weißes Fleisch,  Geflügel ist fettarm, darum verfüttert man am Besten auch die Haut. Rind hat weniger Phosphor als Huhn. Lamm und Truthahn liegen dazwischen.
  • Füttere vollfetten Milchjoghurt, Cottage Cheese, Ricotta, etc. Da sie auch Phosphor enthalten bitte nur in begrenzter Menge, stets aber sollte das Produkt mit dem höchsten Fettgehahalt gewählt werden.
  • Eigelb ist fettreich, aber auch reich an Phosphor, es sollte nur in geringer Menge gereicht werden.
  • Fett kann auch in Form von ausgelassenem Speck gereicht werden (am besten ohne Salz), Hühnerfett, Butter (ungesalzen). Diese Fette bitte einschleichen in die Fütterung.
  • Generell sind Pflanzenöle nicht die empfohlenen Fettquellen.Sie enthalten auch Omega 6 Fettsäuren die bei Hunden mit Nierenproblemen ungünstig sind. Stattdessen sollten Fisch Öle, wie etwa Lachsöl oder EPA Öl (KEINEN Lebertran) verwendet werden. Leinsamenöl enthält mehr Omega-3 Fettsäuren als die meisten anderen Pflanzenöle, dennoch ist es reich an Omega 6 und sollte nicht verwendet werden. Olivenöl kann in kleinen Mengen verwendet werden, es beinhaltet überwiegend Omega 9, was bisher nicht die Nierenfunktion beeinträchtigt hat.

Angemessene Proteinmenge

Die Proteinmenge löst immer wieder Diskussionen aus, tatsächlich aber ist es nicht notwendig, die Proteine zu verringern, solange der Hund nicht urämisch ist. Protein sollte höchstens mäßig herabgesetzt werden werden, wenn eine Glomerulonephritis (Nierenentzündung) vorliegt, um den Proteinverlust über den Urin zu reduzieren. 

Die Empfehlung für Hunde mit einer leichten bis mittleren CRF (Creatinine 1.6-4.5 mg/dL, oder auch 141-398 µmol/L) ist 2.0 - 2.2 g/kg Körpergewicht an hochwertigem bioverfügbarem Gehalt an Protein, oder etwa 1  Gramm Protein pro 500g Körpergewicht täglich.

Solange des Phosphorgehalt des Futters im Auge behalten wird und in ungefährlichen Gehalten bleibt, der Hund nicht urämisch ist und nicht zu viel Protein über den urin ausscheidet, braucht man sich über den Proteingehalt des Futters nicht wirklich sorgen. Man muss vielmehr darauf achten, nicht zu wenig Protein zu füttern.

Die Proteine allerdings sollten beste Qualität haben. Eier sind die höchstwertigsten Proteinlieferanten, das Eigelb jedoch enthält Phosphor. Dennoch können Eier einer Nierendiät zugesetzt werden. Das Eiweiß enthält nur sehr wenig Phosphor aber Protein. Wenn es gekocht wird, bindet es nicht das Biotin im Körper.

Grüner Pansen ist übrigens auch hervorragend für Hunde mit Nierenproblemen geeignet.

 

Kohlenhydrate

Hunde haben keinen wirklichen Bedarf an Kohlenhydraten, aber um den Phosphorgehalt zu reduzieren, sollte das Futter etwa 50% Kohlenhydrate enthalten und sogar noch etwas mehr, wenn das Futter fettarm ist.

Grundsätzlich sollten Kohlenhydrate so zugeführt werden, dass der Phosphorgehalt nicht angehoben wird. Hier sind dann Kartoffelstärke, Süßkartoffeln oder auch Kürbis eine gute Wahl.Die nachfolgende Liste zeigt die Phosphorgehalte einiger Pflanzen bzw. Früchte auf, die höheren Zahlen gellten für das Rohprodukt, die niedrigen für das gegarte. Ist nur eine Zahl genannt, ist das Produkt roh.

 

Gemüse sollten entweder gekocht oder püriert werden, um die Verdaulichkeit zuerhöhen.Das Kochen entnimmt dem Gemüse das Phosphor, aber auch dasKalium und Magnesium.Aber es erscheint sinnvoller, die Pflanzen zu garen, selbst wenn dabei ein Nährstoffverlust eintritt.

Das Dampfgaren entfernt mehr Phosphor als das Backen, solange man nicht auch das Kochwasser an den Hund verfüttert. Beachte, daß Sellerie, Petersilie und Löwenzahn entwässernd wirken.Das ist für Hunde mit Nierenproblemen kontraproduktiv. Löwenzahn wird in ähnlicher Weise wie kaliumsparende Diuretika und hat so einen zusätzlichen Anstieg des Kaliumspiegels zur Folge.

 Hunde mit Arthritis sollten keine weiße Kartoffeln, Tomaten, oder Auberginen  erhalten. Kohl ist gut bei Magengeschwüren, die oft bei Nierenproblemen auftreten.

 

 Pfanzen/ Gemüse und die Phosphormengen(mg/100 g) :  Spargel (56), Rüben (40), Brokkoli (66), Karotten (44), Blumenkohl (44), Sellerie (25), grüner Kohl (10), Löwenzahnblätter (66), Endivien (28), grüne Bohnen (19-38), grüner Pfeffer (19), Artischokke (78), Grünkohl (56), Petersilie (58), Pastinake (71), Erbsen (77-117), Kürbis(44), Rotkohl (42), Roman Kopfsalat (45),  Tomate (24), Wasserkresse(60), Zucchini (32).

  • Früchte: Äpfel (7), Banane (20), Cantaloupe (17), Cranberries (9), Cucumber (20), Mango (11), Pfirsich (12), Birne (11), Ananas (7). Früchte müssen nicht gekocht oder püriert werden. Papaya and Mango sind besonders gut für Hunde mit Arthritis.. Bananen und Kürbis sind reich an Kalium. Zu viel Fruchtanteil kann den Kot weich machen.
  • Getreide:  Generell ist weißer Reis phosphorärmer als brauner Reis. Pflanzenstärke und Tapioca sind phosphorarme Alternativen. Ein bisschen Butter, Fleischsaft oder Fett geben dem Geschmack und zusätzliche Kalorien.
  • Honig: Ist allgemein für Hunde gut und kann auch bei Nierenproblemen gefüttert werden. Den Phosphorgehalt kann man vernachlässigen.

Salz

Hunde mit Nierenproblemen haben oft auch einen erhöhten Blutdruck und üblicherweise empfiehlt man eine salzarme Ernährung. Tatsächlich muss man das in Frage stellen, denn zuwenig Salz kann auch gefährlich werden.

 

Chronische Nierenerkrankung: The Importance of Nutrition" (Elliott, LeFebvre) sagt aus: "Lange Zeit hat man empfohlen, Patienten mit CRD (Chrinik. Renal Desease) eine salzarme Diät zu verabreichen.Letzte Studien aber deckten auf, dasszu wenig Salz (0.4- 0.5 mg/1000 kcal) einen nachteiligen Effekt auf die Nierentätigkeit haben kann. Zu wenig Salz erhöht die Ausschüttung von Aldosteronen. Aus diesem Grund darf das Salz nicht zu sehr herabgesetzt werden in der Diät. Es soll nur gering weniger in der Nahrung enthalten sein.

 

Die Enzyklopädie der klinischen Hundeernährung sagt aus:, "Mehrere Studien haben gezeigt, dass eine moderate Salzaufnahme den Blutdruck nicht beeinflusst.(bis zu 3.2 g Na/1000 Kcal ME) in gesunden Hunden oder Hunden mit Nierenproblemen.

Wenn also der Salzgehalt im Futter reduziert werden soll, muss das sehr vorsichtig und nach und nach erfolgen. Ein zu schneller Entzug von Salz kann zu Dehydration führen.

COQ10

Wenige Tierärzte empfehlen die Gabe von 1mg CoQ10 pro 500g Körpergewicht.

Es hilft, den Creatininwert zu senken. Es verbessert im allgemeinen den Creatinin- und den BUN- Wert. Gerade bei chronischer Niereninsuffizienz ist es zu empfehlen.

 

Phosphor

Bei Nierenerkrankungen ist stets zuviel Phosphor im Körper. Knochen enthalten sehr viel Phosphor. Aus diesem Grund sollte man bei Nierenerkrankungen KEINE Knochen füttern. Statt Knochen kann man der Ration 1/2 Teelöffel gemahlener Eierschale (oder 1,000 mg reines Kalzium) pro 500g beifügen, um das Kalzium-Phosphorverhältnis zu optimieren

 

Magnesium

Bei Nierenerkrankungen kann Kalium nicht verstoffwechselt werden, wenn der Körper einen Mangel an Magnesium hat. Magnesium vitalisiert die Enzyme im Körper und unterstützt die Aufnahme von Kalzium und Kalium. Ein Mangel an Magnesium vermindert die Impulse zwischen Nerv und Muskulatur. Eine Zugabe von Magnesium beugt  hohem Blutdruck, Muskelschwäche aber auch einer Übersäuerung des Körpers vor - und die tritt häufig auf bei einer Nierenschwäche.

Kombinierte Kalzium- Magnesium- Tabletten können helfen.

 

Omega 3 Fettsäuren

aus Lachsöl, welche das Beste ist, kann ebenfalls hilfreich sein. In einer Studie reagierten Hunde mit Niereninsuffiziens ausgezeichnet auf ein entsprechendes Beifutter, welches auch Omega 6 Fettsäuren in Kombination enthielt.

 

Algenpräperate

wie z.B. Chlorella werden von Hunden gern gefressen und unterstützen die Entgiftung des Körpers. Aber auch Mariendiestel und Löwenzahknwurzel sind hilfreich.

 

Enzyme

Beraten Sie sich mit dem Tierarzt, ob die Zufütterung von Enzymen eine weitere Entlastung für den Stoffwechsel sein kann.

 

B- Vitamine

 

Phosphat- Binder

Sollte der Phosphatwert des Hundes trotz sorgfältiger Fütterung nach 4 Wochen nicht in den normalen Rahmen fallen, ist es möglich, Phosphatbinder zu geben. Diese bestehen in der Regel aus Kalzium. Nähere Informationen gibt der Tierarzt. Ist der Kalziumwert des Hundes zu hoch, werden Aluminiumbasierte Phosphatbinder eingesetzt.

 

Allgemeine Fütterungshinweise

 

Hunde mit einer Nierenerkrankung sollten mindestens 4x täglich mit kleinen Portionen gefüttert werden. Das entlastet die Nieren.

Das Futter sollte salzarm sein um einer zusätzlichen Entwässerung vorzubeugen und um den Phosphorwert im Körper niedrig zu halten.

Der Hund sollte feuchtes bis nasses Futter erhalten, um zusätzlich Wasser in den Körper zu bringen. Das Futter sollte aus hochwertigen Zutaten bestehen und hochwertige, leicht verdauliche Proteine enthalten. Getreide ist zu vermeiden, da sie besonders phorphorreich sind. Das Futter muss phosphorarm sein!

 

Sollte der Hund mäkelig sein und zeitweise auch Erbrechen, kann es helfen leicht angewärmtes Futter zu reichen.

 

Mit einer speziellen Diät kann die "Leber- Reinigung" während einer Erkrankung unterstützt werden. Bitte immer erst nach Absprache mit dem Tierarzt.

Die Grundrezepte können mit den aufgeführten Nahrungsmengen variiert werden.

Leber und Darmtrakt Diät
Weiße Kartoffeln und Süßkartoffeln (50/50) und Weissfisch  -- 2/3 Kartoffel-Mix and 1/3 Fisch .Schwein oder Huhn kann dazu gegeben werden, wenn der Hund Fisch nicht frisst.  Würzen mit italienischen Kräutern oder Petersilie, Salz. Später können auch geschnitzelte Karotten, Zucchini, Spinat, grüne Bohnen oder Rührei zugesetzt werden. Mineralien und Vitamine zusetzen, mindestens 3 Mahlzeiten, besser 5 pro Tag reichen.

Zubereitung:
Kartoffeln gründlich waschen und vierteln. 45 - 60 min köcheln lassen, danach pellen. Gemüse waschen, klein schneiden und ebenfalls garen

Weißfisch ebenfalls in wenig Wasser dünsten.

Zum Schluß alles in einem Mixer zu einer homogenen Masse verquirlen.

Welche Nahrungsbestandteile man vermeiden sollte:

 

Phosphorlastige Nahrungsmittel

Omega 6 Fettsäuren (darum kann nicht jedes Pflanzenöl verwendet werden)

VitaminD

 

Geeignete Öle:

Kokosöl und Avocadoöl

 

 

Phosphorgehalt Obst

 

1/2 Tasse Blaubeeren 9 mg                 1 Pfirsich             10 mg

1 Selleriestengel       10 mg              1/2 Erdbeeren        18 mg

1 Apfel                     10 mg              1/2 Tasse Apfelmus  6mg

 

Phosphorgehalt Nudeln etc. 1/2 Tasse gekocht

 

Couscous               20 mg                   Makkaroni             40 mg

Eiernudeln       50 - 60 mg                 Haferperlen             43 mg

weißer Reis            35 mg                 Reisnudeln        14 - 28 mg

Spaghetti               42 mg

 

Phosphorgehalt Käse

 

Parmesankse, 2 EL              72 mg               Feta Käse, 25 g      90 mg

Cottage Cheese, 1/4 Tasse   92 mg

 

Phosphorgehalt Ei

 

1 großes, ganzes Ei       95 mg            nur das Eiweiss        5 mg

 

Popcorn für Hunde mit CNI

Geht tatsächlich und kann sogar sinnvoll sein. Popcorn ist zwar aus Mais, aberhat durchaus Vorzüge.Popcorn enthält mehr Antioxidantien als eine vergleichbare Menge Obst oder Gemüse. Popcorn enthält viel Faser und hilft so den Kalizumgehalt des Blutes zu senken.Fasern stimulieren auch die Verdauung und verkürzen so die Verweildauer der Toxine im Körper. Neben B- Vitamin enthält Popcorn auch Mangan, Magnesium, Eisen und Zink. Wichtig ist: Es muss pures Popcorn sein, also ohne Salz oder Zucker

TIP: Tabletten in den Hund mogeln ;)

Muss der Hund Tabletten einnehmen, so lassen sich diese hervorragend in einem Stück Marshmallow verstecken. Mit 0g Fett und 0,6 mg Phosphor schlägt es nicht zu Buche.

TIP: Alternative zum herkömmlichen Kauartikel

Viele Kauartikel sollten einem Hund mit Niereninsuffizienz nicht gefüttert werden. Trotzdem muss der Hund nicht auf seinen Kauspaß verzichten! Man nimmt einfach ein Baumwoll Spielseil und legt es in einen Topf mit ungesalzener Brühe, damit es sich schön vollsaugen kann. Danach kommt es für einige Zeit in das Gefrierfach und schon hat der Hund eine wunderbar leckere Alternative zum herkömmlichen Kauartikel. Er wird sicher lange damit beschäftigt sein, den Geschmack aus dem Seil heraus zu schlecken.

Fertigprodukt, welches mit gekochter Kartoffel zu gleichen Teilen gemischt und verfüttert werden kann:

Lucky loves No 2 und

Lucky loves No 3

 

sind Fleischmahlzeiten aus 87% Truthahnfleisch mit mehr als 16 % Fett.

 

Lucky loves enthält keine Innereien.

 

Um ggf. den Phosphorgehalt in sehr schwierigen Fallen zu senken, kann die zusätzliche Gabe von

Doc Futter Barf Plus Kalzium

sinnvoll sein, da es neben Kalzium, welches ein Phosphorbinder ist, auch Magnesium, Kalium Zink und Aminosäuren enthält.

Rezepte für hausgemachtes Diätfutter

 

Schweineschulter mit Haut 125g (gut garen, das Fleisch ist sehr phosphorarm)
Ganzes Ei 125g
Gekochter Reis 730g
Canola Öl 20g

 

oder

 

Rinder Hackfleisch 250g
Gekochte Kartoffel mit Haut 700g
Canola Öl 50g

 

 

 

 

 

Rind und Tapioca
wenig Protein, wenig Phosphor, wenig Kalium, wenig Salz

 

140 g mageres Rind (roh), gekocht etwa 114 g

125 g Tapioka, ergibt gekocht 2 Tassen
2 Esslöffel Hühnerfett (28 g)

1,5 Tabletten Kalziumcarbonat (600 mg)

1-2 Multivitamintabletten

 

848 kcal, 119 g Protein, 37,2 g Fett,

ausreichend für Hund 14 kg Körpergewicht

Deckt den Tagesbedarf an Stoffen in %:

Phosphor 18%, Kalium 29%, Salz 55%

 

Um den Phosphorgehalt zu decken statt dem Kalziumcarbonat

4-5  g Knochenmehl zufügen

Eiweiss und Tapioca
wenig Protein, wenig Phosphor, wenig Kalium, wenig Salz

3 Hühnereiweiss, gekocht
125 g Tapioka, kochen
1 Esslöffel Hühnerfett, 14 g
1 1/2 Tabletten Kalziumcarbonat (600 mgKalcium)
1/2 Multivitamintablette

 

liefert 610 kcal, 14.1 g Protein, 13 g Fett
ausreichend für Hund mit 9 kg Körpergewicht

Deckt den Tagesbedarf an folgenden Stoffen in %

Phosphor 6%, Kalium 33%, Sodium 269%

 

Um den Phosphorgehalt zu decken statt dem Kalziumcarbonat

5 g Knochenmehl zufügen.

Ei und Reis
wenig Protein, wenig Phosphor, wenig Kalium, normal Sodium

1 ganzes, gekochtes Hühnerei
320 g weisser Reis, kochen
1 Esslöffel Hühnerfett, 14 g
1 1/2 Tablette Kalziumcarbonat(600 mg Kalcium)
1/2 MultiVitamin- Tablette

 

liefert 721 kcal, 15.2 g Protein, 31.4 g Fett

ausreichend für Hund mit

11 kg Körpergewicht

 

Deckt den Tagesbedarf an folgenden Stoffen in %:
Phosphor 40%, Kalium 30%, Sodium 90%

 

Um den Bedarf an Phosphor zu decken statt dem Kalziumcarbonat 3 g Knochenmehl

bei Durchfall: Apfelmus

Kaliumarm, Phosphorarm, von der Moroschen Suppe rate ich bei CNI ab wegen des Kaliumgehaltes

 

1 kg Äpfel in Stücken, ohne Kerngehäuse in 100 ml Wasser und einem Spritzer Zitrone weich kochen, also aufkochen und etwa 10 min simmern lassen. Zum Schluß etwas Zimt und Honig unterrühren, fertig.

Rezept für Hundekekse

Hier ein Rezept für Hundekekse die auch bei Nierenproblemen gefüttert werden können.

 

Kokos- Birne-Cookies

 

1/2 Becher Kokosmehl (Flocken)

1/2 Becher Birnenpüree ( geht auch Babygläschen)

1 Esslöffel Honig

2 Esslöffel Kokosöl

3 Esslöffel Wasser

 

Backofen auf 175° vorheizen

Alle Zutaten zu einem Teig verrrühren

Aus dem Teig kleine Bällchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.

 

Backzeit etwa 10 Minuten

Erdnussbutter Kekse

 

1 Becher ungesüsste Erdnussbutter ( bitte darauf achten dass auch keine künstliche Süße enthalten ist)

1 Becker Kokosmehl (Flocken)

4 Eier

 

Backofen auf 175° vorheizen

Alle Zutaten zu einem Teig vermengen, daraus entweder Bällchen formen oder ausrollen und mit einer Form Kekse ausstechen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ca 17 - 20 Minuten backen.

Banana-cheese-Cookies

 

1,5 Becher Kokosmehl

1 Becher pürierte Banane

1/2 Becher geraspelte Karotte

2 Esslöffel Cottage Cheese

4 Eier

 

Backofen auf 175° vorheizen,Zutaten zu Teig vermengen , ausrollen und Kekse ausstechen. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Bleck etwa 20 Minuten backen.

https://ndb.nal.usda.gov/ndb/search/list?qlookup=white+rice&manu=&SYNCHRONIZER_TOKEN=80a7c66d-9745-4497-a439-f3926b20437f&SYNCHRONIZER_URI=%2Fndb%2Fsearch%2Flist&ds=