Allergien

Allergie durch Barf und Rohfütterung

Auf einmal erfüllt erfüllt der Hund so ziemlich viele Anzeichen einer Allergie, Haarverlust, lecken am Unterleib, kratzen, typisch sind ja auch Hautverfärbungen....Der Hund wurde zuvor auf eine Art Rohfütterung ernährt mit Beigaben von Leckerlies, Mittagsrest hin und wieder...
Gefüttert wurden häufig Blättermagen und Pansen, natürlich auch Fleisch, etc

Zuviel Bindegebshaltiges (also auch Blättermagen, Pansen, Kauzeugs) kann dazu führen, dass der Darm vermindert Nährstoffe wie z.B. Zink absorbiert. Dem Körper fehlen dann irgend wann bestimmte Nähstoffe für einen funktionierenden Stoffwechsel. Das sieht man dem Hund bei einer Rohfütterung nicht an, weil durch Fettsäuren der Hund äusserlich gesund erscheint. Hinzu kommt, das es Barf- oder auch Rohrationen ohnehin schon oft an z.B. Zink mangelt.

Wird zu einseitig gefüttert, dass gilt auch für Pansen und Blättermagen, dann kann dies zu einer Ermüdung des Verdauungssystems führen. Das bedeutet, de Proteinketten werden nicht mehr komplett zerlegt.Die Darmzellen sind nämlich "größenverstellbar". Bei einer Ermüdung erweitern sich die Darmzellen und nicht komplett aufgespaltene Proteinketten abe auch andere Stoffe, die bei einem funktionierenden Stoffwechsel nicht in den Stoffwechsel geraten würden, können nun durch die weiteren Manschen des Darm durchdringen.Der Hund reagiert allergisch auff zum Beispiel ein bestimmtes Protein , oder anderes...

Und letztlich kann dann durch die Gabe von Pansen und Blättermagen zum Beispiel auch eine Pollenallergie angefüttert werden(denn was befand sich im Pansen und Blättermagen - Grünzeugs !, eine sogenannte atopische Allergie. Der Hund reagiert allergisch!

Glutenallergie

Auch Hunde haben Allergien oder zeigen allergische Reaktionen. Und oft genug tappen die Tierbesitzer im Dunkeln, was der Auslöser der Allergie sein könnte.

 

In vielen Fällen sorgt der Tierhalter vermutlich selbst für die Allergie - nämlich durch die Fütterung. Gluten, Casein, Soja und Maisgluten können die Übeltäter sein.

 

Hunde mit einer Glutenunverträglichkeit haben häufig erhöhte Lipase- und Amylasewerte im Blut.

 

Sicherlich ist der Begriff "Zonulin" noch unbekannt.

 Zonulin ist - ähnlich dem Zonula-occludens-Toxin von Vibrio cholerae - ein  humanes (stimmt nicht: Ratten haben es z.B. auch) Protein, das an der Regulation der interzellulären Kontakte (Tight junctions) in der Darmwand beteiligt ist. Zonulin bindet an einen spezifischen Rezeptor an der Oberfläche von Darmwandepithelzellen. Dadurch wird eine Kaskade biochemischer Ereignisse aktiviert, die die Öffnung der Tight junctions induzieren und die Durchlässigkeit der Darmepithelzellen erhöhen. Als Folge passieren unterschiedliche Substanzen die Darmbarriere und Autoimmunreaktionen können ausgelöst werden. Zonulin soll die Vorstufe des Haptoglobins sein.

 

Der Zonulinspiegel wird erhöht durch Gliadin- ein Weizenprotein!

 

Im Hinblick auf den autoimmunbedingten Typ-1-Diabetes konnte in Versuchen mit Ratten gezeigt werden, dass der Anstieg der Zonulin-Spiegel und die erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand einer Typ-1-Diabeteserkrankung zeitlich vorausgehen. Umgekehrt konnte im Tierexperiment ein Typ-1-Diabetes verhindert werden, wenn das Protein Zonulin blockiert wurde.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass viele Zöliakiepatienten auch an anderen Autoimmunkrankheiten leiden. Es wird vermutet, dass bei der Entwicklung von Zöliakie und anderen Autoimmunerkrankungen wie insulinabhängiger Diabetes, Multiple Sklerose und Rheumatoide Arthritis, erhöhte Zonulin-Spiegel einen entscheidenden Faktor darstellen.

Quelle: http://www.ganzimmun.de/seiten/test.php?test_id=685

 

Das bedeutet also im Klartext:

Folgen einer erhöhten Darmpermeabilität
Eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut bedingt eine verstärkte Konfrontation des Darm-Immunsystems mit Nahrungsmittelbestandteilen, aber auch Fremdantigenen jeglicher Art sowie Nahrungsmittelzusatzstoffen. Desweiteren können Bakterien (v.a. bei Dysbiose), Schimmelpilze und Hefen (Candida-Spezies) sowie deren Stoffwechsel-produkte als Trigger einer Immunaktivierung und Vermittlung einer systemischen Entzündung deutlich wirksamer sein, wenn die Selektionsfunktion der Darmschleimhaut fehlerhaft ist. Klinisch zu beob-achten ist dieses nicht nur bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sondern auch nach längerfristigen antibiotischen Therapien die nahezu immer auch mit Anstiegen des Zonulins einhergehen.

 

Man hat aber auch bei Zoelikaekranken festgestellt, dass eine streng glutenfreie Ernährung den Zonulinspiegel senkt bei zeitgleichem Rückhang der Darmentzündung.

 

Der Aufwand und die Kosten eines Tests auf Zonulin sind überschaubar:

Material:
2 ml Serum zur Vollblutgewinnung

Kosten:
Selbstzahler: 43,72 €.

 

Vielleicht möchte auch der ein oder andere Hundebesitzer gerne einen solchen Test veranlassen.

Für den Menschen gibt es hier Informationen.

 

Mehr Informationen zur Fütterung bei Allergien und zur Ausschlussdiät findest Du hier.

Allergie gegen Bierhefe

 

Eine Bierhefeallergie tritt eigentlich nur dann auf, wenn der Körper bereits über-besiedelt ist vonPilzen. Dies kann zum Beispiel durch eine Hormonstörung oder -schwankung, Antibiotikagabe, Vitamin D- Mangel oder auch bei einer Diabetis ausgelöst werden. Auch ein Reizdarm oder eine Gluten- Sensitivität des Tieres können der Auslöser sein. Erst dann führt in der Regel die Fütterung von Bierhefe zu einer allergischen Reaktion.

 

Hilfreich ist eine anti-fungale Futterbeigabe neben der Grundbehandlung.

Allergisch auf Kartoffel?

Vielleicht reagiert der Hund dann ja tatsächlich auf Lectin!

 

Um das herauszufinden, sollte man alle Lectin- Quellen vermeiden:

 

- alle Getreide AUSSER weißen Reis (also Verzicht auf Glutenhaltige Getreide wie Weizen, Hafer, aber auch nicht gluten-haltige wie Amaranth, Buchweizen und Hirse)

- Milchprodukte (Kuh, Schaf, Ziege)

- Nachtschattengewöchse (ausser Kartoffel, allerdings im Fall von Candidae diese auch nicht)

- Leguminosen, Soja, Erdnüsse (möglich sind kleine Mengen grüner Bohnen, grüner Erbsen)

 

 

Erlaubte Stärkequellen sind

- Tapioka

- weisser Reis

- grüne Bananen

- Süßkartoffel

 

Was noch erlaubt ist:

- alle Sorten weißes Fleisch

- rotes Fleisch nur limitiert

- Fisch

- Eier

- Nüsse

- alle Gemüse die KEINE Nachtschattengewächse sind

- alle Früchte

Juckreiz wegen Fischöl

Manche Hunde reagieren auf Fischöl mit starkem Juckreiz. In diesem Fall sollte man es mit Krillöl versuchen, da Krillöl einen Stoffwechselschritt weniger benötigt um absorbiert zu werden.

Die häufigsten Allergien des Hundes

Information von www.doc-futter.de
Information von www.doc-futter.de
Information von www.doc-futter.de
Information von www.doc-futter.de

Sinnvoll bei atopischeer Allergie:

 

Beta Glucan

 

http://thescipub.com/PDF/ajavsp.2011.146.152.pdf

Apoquel

...die neue Wunderdroge für Hunde mit Juckreiz?????

 

Hast Du einen Hund, der sich wie verrückt kratzt? So ein Hund kann einen Tag und Nacht auf den Beinen halten, weil sich so ein Hund blutig kratzen kann. Kratzen, beissen, Haarausfall, rote, irritierte Haut, entzündete Haut. Widerlicher Geruch aus dem Fell, fettige Feuchtigkeit im Haar und auf der Haut. und dazu noch eine Unruhe, die einen nicht schlafen lässt.

Grund dafür ist eine überzogene Antwort des Immunsystems. Dysreguliert nennt man das.

 

Das neueste Mittel der Veterinärmedizin heisst hier: Apoquel.

Die Firma Pfitzer hat dieses neue anti- entzündlich wirkende Medikament entwickelt....oder anders gesagt...

Apoqel (Oclacitinib) kommt von Zoetis , der Entwickler- Devision von Pfitzer, Zoetis, der Marktgigant im Bereich Tiergesundheit, es erschien 2014.

Zoetis wurde 2012 noch mit 4,34 Bill. bewertet- bevor Apoquel auf den Markt kam.

 

Apoquel nimmt den Juckreiz schnell!

Die Auslobungen der Firma aber auch die Wirkung des NMedikaments bei den behandelten Hunden sind erstaunlich.

 

"lindert bereits nach 4 Stunden, kontrolliert den Juckreiz nach 24 Stunden"

 

Klingt verlockend, oder? Stunden der Unruhe und der Qual sollen jetzt der Vergangenheit angehören. Die Wunderpille verkauft sich wie g`schnitten Brot und war zeitweilig sogar ausverkauft in den USA und auch in Europa......weil dieses Medikament jeden Juckreiz sofort zum erstillen brachte.

 

Wie funktioniert Apoquel?

 

Eine gute Frage! Um die Wirkungsweise zu verstehen, muss man erst verstehen, wie es zum Juckreiz kommt. Die üblichen Auslöser für den Juckreiz finden wir in

Allergie gegen Flöhe, Atopische Dermatitis, Futterallergie, Kontaktallergie, Milben, Demodex..

 

Das ist übrigens auch in der Statistik der häufigste Grund für den Tierarztbesuch: Juckreiz.

 

Das Immunsystem reagiert- und mitunter sehr heftig. Da wirkt Apoquel - als sogenannter Immunmodulator.

Wie das Immunsystem exakt funktioniert, ist noch immer kein gründlichst erforschtes Gebiet und könnte man diese Reaktionen im Vorwege verhindern, dann bräuchten wir keine Medikamente.

 

Am Immunsystem sind Cytokine beteiligt. Diese kleinen Moleküle werden von einer Reihe von Zellen produziert und sie geben Informationen an andere Zellen weiter, z.B. wo ein Infektionsherd ist, wann chemische Stoffe ausgeschüttert werden müssen, usw.

Von einigen Cytokinen hat man vielleicht schon mal gehört:

Interferon, Interleukin, Tumor Nekrose Faktor

Gibt es also eine Entzündung im Körper, dann machen Cytos die Truppen mobil.

 

Apoquel (Oclacitinib) enthält versteckt die Bezeichnung für das was es ist.

Eine ganze Reihe von Komponenten trägt die Buchstabenkombination inib, die Kurzform für inhibit: einwandern. Und quel....Du hast es

Dieses Medikament versucht ein Stück der chemischen Entzündungskaskade zu stoppen durch verschiedene Enzyme (Kinasen). Diese behindern die Cytokine daran, ihre Informationen weiterzugeben. Und es funktioniert. Man greift mit Apoquel in den natürlichen Schutzmechanismus des Körpers ein.

 

Ist die Langzeitgabe sicher....? ....hm....nicht so sehr...

 

In der Langzeitanwendung ergeben sich meist 2 Probleme, Probleme, die sich eigentlich bei jedem Medikament zeigen, nicht nur bei Apoquel. Das eine Problem ist:

Die Wirkung lässt nach. Das andere Problem sind die Nebenwirkungen.

 

Ein Hund zeigten nach 8 Monaten unter der Anwendung von Apoquel laufende Nase, die später auch blutete. Die Gabe von Apoquel wurde sofort gestoppt, nach 2 Tagen war die Nase auch wieder normal.

 

Ein Mini- Dackel hatte nach 6 monatiger Gabe fettiges, stinkendes Fell und Schmerzen in der Bewegung.

 

Nach 1 Jahr der Gabe war das Immunsystem eines Minischnauzers komplett am Boden: Entzündung der Lymphknoten, Fieber, Klinikaufenthalt

 

Katzen oder auch Welpen unter 1 Jahr dürfen Apoquel überhaupt nicht bekommen...

 

Hier der Link zu einer Seite mit den Erfahrungen mit Apoquel (englisch sprachig)

 

http://www.2ndchance.info/Apoquel-Comments.htm