Antibiotikaresistente Keime-Überträger Hund und Katze

Schon oft haben wir aus der Presse von Ihnen erfahren: Antibiotika resistente Keime die unsere Gesundhet gefährden. Meist kennen wir sie als Krankenhauskeime und jährlich sterben mehr als 25.000 Menschen an Ihnen. Diese Keime lassen sich kaum mehr mit Antibiotika bekämpfen. Sie kommen aus der medizinischen Behandlung, aus der Landwirtschaft, ...und neuerdings auch von unseren Haustieren!

Diese Keime werden resistent, weil zu viel Antibiotika eingesetzt wird, sowohl in der Behandlung als auch in der vorsorglichen Gabe in Mastbetrieben und in der Fleischproduktion. 

 

Barfen verbreitet diese Antibiotika resistenten Keime!


Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlichte einen Bericht über die Verbreitung Antibiotika resistenter Keime in der Tierhaltung und das Ergebnis ist erschreckend: 

Haustiere, genauer gesagt HUNDE, tragen mehr resistente Keime in und an sich als Masthähnchen!

 

Das sorglose Verschrieben von Antibiotika in der Human- und Veterinärmedizin führte einst zu diesen resistenten Keimen. Dieser Bericht nun enthält exakte Zahlen über insgesamt 24 Wirkstoffe und mehrerern Tierarten nach der Auswertung von 2438 Stichproben.

 

Vor allem Coli- Bakterien, die zu Durchfällen und mitunter auch, weit weniger, zu Atemwegsinfektionen führen sind resistent geworden. Am häufigsten treten sie auf bei Ferkeln und Kölbern. 70% der Keime sind resistent. Sie heissen MRSA und ESBL.

Dabei sind MRSA meist gegen mehrere Antibiotika resistent und dann auch bis  zu 100%.

 

Gegen Keime aus der Mastierhaltung lehnt sich jeder Verbraucher auf, es geht um die Kontamination von Lebensmitteln und die Kollateralschäden aus der Schlachtvieh- Haltung. Hauptschuldiger ist laut BUND die Agrarindustrie.

Resistente Keime entstehen aber überall dort, wo Antibiotika gegeben wird: Krankenhäuser, Arztpraxen, Tierarztpraxen und in der Fleischproduktion.

Vor allem die Geflügelmast gilt als Quelle der resistenten Keime. 

 

Bei Haushunden wurde nun eine erhöhte Belastung mit MRSA (Methicillin resistente Staphylokokken) gefunden, 55% der Hunde waren Träger, während nur bei 14% des Nutzgeflügels MRSA nachgewiesen werden konnte.Antibiotika resistenten Keimen ist gerade bei Hunden ein deutliche Trend nach oben zu beobachten. Aber auch bei den EBSL, den weitaus gefährlicheren Antibiotika resistenten Keimen, ist ein deutlicher Trend nach oben zu beobachten.

 

ESBL Keime produzieren ein verändertes Enzym der Beta- Laktase, dass dann bestimmte Antbiotika wirkungslos macht. ESBL Keime verursachen beim Menschen Harnwegserkrankungen, Wundinfektionen oder Sepsis. Bei ESBL galt bislang der Mensch als Ursprung dieser Bakterien, doch nun deutet vieles nach einer Untersuchung der Medizinischen Universität Inssbruck auf Hund und Katze.Bei 10 von 136 Katzen und 2 von 92 Hunden wurden 13 ESBL produzierende E- Coli Bakterienstämme isoliert. Eine Ursache soll dabei die Behandlung von Haustieren mit Cephalosporinen der 3. Generation sein, welche immer häufiger in Tierarztpraxen eingesetzt werden. Allerdings war eine solche Behandlung bei den Trägertieren in den vergangenen 6 Wochen nicht dokumentiert worden.

 

Mit diesen Keimen möglicherweise belastete Lebensmitte wie Fleisch und Eier werden normalerweise vor dem Verzehr erhitzt, das tötet diese Antibiotika resistenten Keime zuverlässig ab. Doch es gibt noch etwas anderes:

 

In den letzten Jahren ist der Trend zum Barfen und zur Rohfütterung der Hunde unübersehbar. Keimbelastetes Fleisch wird an Hunde und Katzen gefüttert. Die Fütterung erfolgt roh, die gefährlichen Keime gelangen so an unsere Haustiere. 

Diese leben in engem Kontakt zu uns, was den Austausch von Keimen fördert.

 

Noch deutlicher stellt diesen Wandel die Seite des Tierarztes Krauses dar:

http://www.tierarzt-krause.de/ergebnisse_antibiotika_resistenzbestimmungen.html

 

 

Schlachtnebenprodukte, die für den menschlichen Verzehr nicht freigegeben werden, werden nun als Rohkost für den Hund vertrieben. Und der Boom hält an.


Innere Organe der Schlachttiere aber auch Blut wird gedankenlos an Haustere verfüttert. Mit ihnen gelangen nicht nur Antibiotika resistente Keime, sondern auch Wachtstumshormone, Antibiotika, Sexualhormone und andere in der Mast eingesetzte Substanzen ins Haustier. BARF wird nicht gekocht, diese Substanzen werden also nicht weitestgehends zerstört. Leber, Lunge, Blut und Knochen, die als Übertragungsfaktor gelten, werden roh gefüttert.

Barf und Rohfütterung ist kein Allheilmittel, denn gerade mit diesem Boom steigen Erkrankungen bei den Hunden wie etwa Allergien, Hautprobleme, Gelenkprobleme, Herz- und Nierenerkrankungen sprunghaft an, auch Herzerkrankungen und Krebsleiden werden nicht weniger. 

 

Die meistgelesenen Beiträge auf den tier-themen.de sind die zu den Nierenerkrankungen, gefolgt von Gallenblasenproblemen...und auch ich beobachte einen wachsenden Bedarf an Informationen über diese gesundheitlichen Probleme mit wachsendem Hang der Massen, dem irrsinnigen Ruf zur Rohfütterung der Hunde und Katzen zu folgen.


 

Weitere Informatonen:

Hygiene quality and presence of ESBL-producing Escherichia coli in raw food diets for dogs

http://www.infectionecologyandepidemiology.net/index.php/iee/article/view/28758


Conclusion: The results of this study indicate that raw food diets could be a source of ESC-resistant E. coli to dogs and highlight the need for maintaining good hygiene when handling these products to prevent infection.


Raw meat feeding revisited: what are the risks and benefits of raw diets for dogs?

http://www.wormsandgermsblog.com/2008/09/articles/diseases/salmonella/raw-meat-feeding-revisited-what-are-the-risks-and-benefits-of-raw-diets-for-dogs/


In general, raw meat diets should be avoided. While adverse health effects were not reported in this study, disease (including deaths) from Salmonella has been reported in dogs in other studies.


Quelle:

Nathalie Franiek, Dorothea Orth, Katharina Grif, Christa Ewers, H. Wieler, Johann G. Thalhammer, Reinhard Würzner, ESBL produzierende E- Coli und EHEC bei Hunden und Katzen in Tirol als mögliche Quelle für humane Infektionen


http://www.labbylike-landleben-mit-labrador.de/65.html