Blasenentzündung beim Hund

Alkalischer Urin und Blasenentzündung- Fehlernährung

Blasenentzündungen treten häufiger auf bei Hunden mit schlechter Lebergesundheit. Der Urin wird zu alkalisch und das bildet dann die perfekte Umgebung für verschiedene Bakterien, die sich dann ungehemmt ausbreiten.

Um eine Blasenentzündung abzuklären, muss zunächst der tägliche Wasserkonsum des Hundes festgestellt werden, im Fall einer Blasenentzündung wäre dieser erhöht.

Exessiver Durst ist eine der besten Indikatoren für eine Blasenentzündung. Durst ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf Leber- und Blasenprobleme oder auch Problemen im Harntrakt. Ist der Hund also ständig durstig, auch bei kaltem Wetter oder unter wenig körperlicher Belastung, kann dies ein Indiz für eine Blasenentzündung sein. Dehydration ist eines der häufigsten Symptome.

Der ph- Wert des Urins gibt Aufschluss darüber, wie der Körper mit der zugeführten Nahrung umgeht. Erhält der Körper ausreichend Mineralien aus dem Futter, dann sollte der ph- Wert bei 5,5 - 6,5 liegen (eher sauer). 

Dieses saure Milieu unterdrückt das Wachstum schlechter Bakterien und eine Infektion des Harntraktes und der Blase ist kaum ein Problem.

Es ist also der wünschenswerte Effekt auf eine ausbalancierte Ernährung.

Wird ein höherer ph- Wert gemessen, etwa 7,0 - 8,0 oder sogar 9,0 (hoch alkalisch), dann bedeutet dies dass etwas unausgewogen ist.

Diese alkalische Umgebung im Harntrakt ist der perfekte Nährboden für infektionsauslösende Bakterien! Diese Harnwegsinfektionen treten auf und bleiben bestehen so lange das Harnwegsmilieu alkalisch bleibt. Meist werden Antibiotika verordnet um die Bakterien abzutöten, sie ändern aber nicht den ph- Wert des Urins.

Außerdem täten Antibiotika auch die erwünschten Bakterien im Verdauungstrakt ab, dies führt zu Imbalancen und Durchlässigkeit der Darmwand. Das wiederum führt zu einer überlasteten Leber, was zu weiteren Problemen führt anstatt die Blasenentzündung zu heilen.

Alkalischer Urin ist die Folge einer "sauren" Fütterung: Fleisch, Milchprodukte, Getreide, Medikamente, Kräuter) vor der sich der Körper selbst schützen will. Es geht um die Balance zwischen alkalisch und sauer, und dies wird oft nicht gut verstanden.

Diese Nahrungsbestandteile produzieren saure Asche die sehr gefährlich ist für den Harntrakt. Säuren müssen, bevor sie vom Körper ausgeschieden werden, neutralisiert oder abgeschwächt werden.

Saurer Urin wird auf 2 Arten neutralisiert:

Entweder enthält die Nahrung alkalische Mineralien, oder, falls diese nicht verfügbar sind, der Körper setzt Ammoniak ein. Ammoniak ist ein Nebenprodukt bei der Verstoffwechselung von Protein und wird vom Körper im Notfall als Urin- Neutralisierer eingesetzt. Ammoniak ist hoch alkalisch, stärker alkalisch als Mineralien. Ammoniak hat einen ph- Wert  über 9,25. Riecht also der Urin nach Ammoniak oder verbrennt der Urin des Hundes das Gras, wenn er pinkelt? All dies weist auf Ammoniak im Urin hin.

Auf diese Weisen wird Säure im Urin neutralisiert, diese sind:

- alkalische Reserven im Hundekörper

- das Notfall- System Ammoniak

 

Sind also alkalische Mineralien aus einer alkalischen Diät im Hundekörper verfügbar und gelangen diese in den sauren Urin, dann wird der Säuregehalt des Urins abgeschwächt. Der Urin ist immer noch sauer, aber nicht sauer genug um das empfindliche Gewebe in der Blase zu reizen. Das wäre der Normal- Zustand.

Sind aber die alkalischen Reserven erschöpft, und dies ist der Fall seit dem Hunde Säure produzierende Nahrung fressen, Medikamente bekommen oder Kräuter erhalten, usw, dann sind diese benötigten Mineralien nicht verfügbar um die Säure im Urin abzupuffern. In diesem Moment schaltet der Körper um auf den Notfall- Modus: Ammoniak.

Der Körper will die Säure neutralisieren, wenn auch dieser Prozess nicht normal und eine Notfall- Maßnahme ist Gelingt es nämlich nicht, die Säure zu neutralisieren, dann schädigt diese das Blasengewebe auf gefährliche Weise.

Ammoniak wird also eingesetzt um die Säure zu puffern Ammoniak ist stark alkalisch. Es macht den Urin stark alkalisch. Diese alkalische Harnflüssigkeit ist der perfekte Nährboden für starkes Bakterienwachstum im Harntrakt und führt zu einer Infektion!

 

 

Wenn saure Asche produzierende Nahrung gefüttert werden, dann wird der Urin alkalisch, weil der Körper auf Grund fehlender alkalischer Mineralien die Säure nicht neutralisieren kann und gezwungen ist, Ammoniak zur Neutralisation einzusetzen.

Es ist ein NOTFALL- Programm des Körpers!

Alkalischer Urin ist die Folge einer Fütterung mit saurer Asche produzierender Nahrung!

Ein Zeichen dafür, dass die alkalischen Mineralreserven des Körpers erschöpft sind, ist also der alkalische Urin.

Zusammenfassung:

Hat der Hund einen alkalischen Urin, dann hat der Körper nicht genügend Mineralien, im speziellen Natrium, um die Säuure der Nahrung zu puffern.

Prüfe ob der Urin nach Ammoniak riecht, einen starken Geruch hat. Dies sagt ganz klar aus, dass der Körper im Notfall- Modus läuft und Ammoniak zum puffern verwendet.

 

Werden dem Körper die fehlenden Mineralien zugeführt, dann wird sich auch der ph- Wert des Urins wieder auf einen normalen Wert einpendeln.

Ausnahme bildet hier die Gabe von Medikamenten, die den alkalischen Urin auslösen. Hier wird ert nach Absetzen des Medikamentes ein normaler Wert einfinden.

Dann gehört die Blasenentzündung der Vergangenheit an und alles ist wieder normal.

 

Hinweis:

Basische Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen.

Saure Mineralien sind Schwefel, Phosphor,hlor, Flour und Jod.

 

Harnwegsinfektionen

 

Leidet der Hund unter wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, dann kann es daran liegen, dass der Hund ein "grain free" Futter erhält, in dem Erbsen in Kombination mit Süsskartoffeln enthalten sind.

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