Epilepsie

...wenn das kommunikative Funkeln der Nervenzellen zum Gewitter wird

Epilepsie bei Hunden läuft anders ab als beim Menschen und kann auch genetisch bedingt sein, besonders der Belgische Schäferhund fällt hier auf. Aber auch Beagle, Dackel, Pudel, Cockerspaniel, Golden Retriever, Labrador, Boxler, Vizla, Keeshonden,aber auch Belgische Tervuren und Deutsche Schäferhunde zählen zu dieser Gruppe.

 

Es gibt frei Arten der Epilepsie: Reaktiv, Sekundär und Primär.

Reaktive Epilepsieanfälle werden durch Stoffwechselstörungen, niedrigen Blutdruck oder auch Leber- und Nierenstörungen ausgelöst. Auch Vergiftungen gehören hierzu.

 

Bei der Sekundären Epilepsie verursachen Hirntumore oder auch Traumen die Anfälle.

 

Die Primäre Epilepsie oder auch Idiopathische Epilepsie ist die Form der Epilepsie, die Hunde im Alter zwischen 1 und 3 Jahren befällt und deren Auslöser unbekannt sind und die Auslöser der anderen Epilepsiearten ausgeschlossen werden konnten. Etwa 3% der epileptischen Hunde haben die Primäre Epilepsie.

Auslöser für einen epileptischen Anfall

 

Hirntumor

verschiedene Medikamente

Umweltgifte

Fieber

oral aufgenommene Gifte

Hypoxia (zu wenig Oxygen im Blut oder Gewebe)

Infektion

Entzündung

Strukturelle Probleme des Gehirns (King Charles Spaniel)

Leberprobleme

niedriger Blutzucker

Meningitis

Metabolische Probleme, z.B. Diabetis, Schilddrüse)

Parasiten

Sinus oder Ohrinfektion

Schlaganfall oder Blutverklumpung

Organschäden z.B. Leber, Niere

Stress

Zecken

traumatische Verletzungen

Impfreaktion


(Canine Epilepsy Guardian Angels, 2011; Wong, 2013)

Es gibt verschiedene Arten des Epileptischen Anfalls, die beobachtet wurden und stellen den Hundehalter jedesmal vor ein schreckliches Problem. Eine Epileptischer Anfall ist die klinische Manifestation abnormaler Hirnaktivitäten im celebralen Kortex.

 

Dadurch kommt es zu Anfällen die als mild bis den ganzen Körper betreffend beschrieben werden können.

 

Der Epileptische Anfall wird in 4 Stufen unterteilt.

Prodom:Die epileptischen Anfälle kündigen sich an durch die Verhaltensänderung des Hundes, Hundehalter nehmen auch "Stimmungsänderungen" des Hundes wahr.

Dieser Zeitraum der Vorwarnung kann wenige Minuten bis hin zu einigen Tagen betragen.

 

Aura:Wenn der Anfall kurz bevorsteht, zeigen die Hunde intensive Auffälligkeiten wie Erbrechen, Sabbern, steifes Laufen, Zittern, Lecken, Unruhe, sie verstecken sich, heulen oder urinieren.Manche beginnen auch zu bellen oder nehmen den Besitzer überhaupt nicht mehr wahr.

 

Ictus:Während des richtigen Anfalls zeigt der Hund Abnormes, viele verlieren das Bewusstsein, bewegen ihre Kiefer als würden sie Kaugummi kauen, schleudern Kopf und Beine herum, geifern ausserordentlich, schreien, bewegen ihre Beine als würden sie unkontrolliert laufen und verlieren die Kontrolle über Magen und Darm. Manche Hunde rennen im Kreis, andere kauen nur die Zeit des Anfalles über, machen bleiben stocksteif stehen oder liegen und dann gibt es die Hunde, bei denen nur ein Körperbereich vom Anfall betroffen ist wie etwa das Gesicht, ein Bein usw.

 

Ictal:Diese Stufe folgt unmittelbar nach dem Anfall, Halter führen oft an, der Hund wirkte wie betrunken, unter Drogen stehend, blind oder orientierungslos. Andere Hunde schreiten endlos umher, trinken große Mengen Wasser, andere widerum kommen aus dem Anfall heraus und schlafen einfach.

 

Sollte der Hundehalter einen Epilepsieanfall bei seinem Hund bemerken, muss der Hund beim Tierarzt vorgestellt werden. Dort wird der Hund gründlich untersucht und es werden alle erdenköichen Werte des Hundes genommen, da auch andere Erkrankungen epileptische Anfälle auslösen können. Der Tierarzt wird dann geeignete Medikamente zur Verfügung stellen.

Mit Hunden, in denen Epilepsie in der Linie vorkam, sollte auf gar keinen Fall gezüchtet werden. Wer sich für Epilepsie und Hundezucht interessiert, sollte diesen Artikel


https://caninature.sharepoint.com/Documents/STUDY%20Epilepsy.pdf


auf jeden Fall lesen.

Dennoch möchte der Hundehalter gern mehr für seinen Vierbeiner tun und es gibt tatsächlich eine Möglichkeit, die hilfreich sein könnte.

 

Umweltgifte vermeiden

vermeiden Sie umweltgifte und stärken Sie das Immunsystem des Hundes.

 

Anti- Parasiten- Mittel

Einige Anti- Floh und - Zeckenmittel sind für Hunde mit Anfällen ungeeignet. Die Zweifel gegenüberder Sicherheit einiger Spot on Produkte wachsen. Im speziellen Produkte, die Organophosphate uund Carbamete enthalten scheinen problematisch zu sein und sollten besser nicht verwendet werden. Organophosphate sind Neurotoxine und Carbamete sind Gift fürs Hirn und das Nervensystem. Wenn im Beipackzettel Atropine als Gegenmittel aufgeführt werden, enthält das Produkt sehr wahrscheinlich Carbamete.

 

Spot-on Produkte, die Pyrethroide enthalten werden immer häufiger.Sie gelten als weniger gefährlich für Geflügel und Säugetiere als Organophosphate und Carbamete. Aber auch diese Mittel bringen ein gewisses Risiko mit sich.

Pyrethrine sind pflanzliche Insektizide der Chrysanthemen. Sie durchdringen das Nervensystem und lösen Paralyse aus und haben als Nebenwirkung Kopfschmerz, Übelkeit, Muskelschmerz, Energieverlust, oder sogar Epileptische Anfälle für das Haustier.

 

Andere Anti- Parasitenmittel, die epilepsie-anfälligen Hunden nicht verabreicht werden sollten sind die mit folgenden Wirkstoffen Spinosad (Comfortis®, Trifexis®), Afoxolaner (NexGard™), oder Fluralaner (Bravecto™).

 

Futter und Fütterung

Gluten, ein Kleberbestandteil des Getreides, kann die Blut- Hirn- Schranke überwinden. Gerade bei Epileptikern ist es daher sinnvoll, die Ernährung getreidefrei zu gestalten. Zu den glutenhaltigen Getreiden zählen natürlich Weizen, aber auch Roggen, Gerste, Dinkel und deren Zuchtformen. (s. dazu auch Futterintoleranzen). Aber auch Casein sollte vermieden werden.

Starke Hinweise auf diesen Zusammenhang gibt es bereits seit 1960, als der amerikanische Arzt Dohan feststellte, dass Epilepsie bei Völkern, die sich ohne Getreide und Casein ernähren, kaum vorkommt. Diese Erkenntnisse übertrug er auf die Schizophrenie.

1991 konnte der Norweger Karl Reichelt Abbauprodukte opionider Stoffe im Urin autistischer Kinder nachweisen. Seine Gluten- und caseiinfreie Diät erzielte Erfolge bei Autisten. Mehr Info dazu bei Wikipedia.

 

Die casein- und glutenfreie Ernährung zeigte in 50% der Fälle positive Ergebnisse, erstunlich war allerdings, dass die Patienten Entzugserscheinungen zeigten, ähnlich einem Rauschgiftsüchtigen.

 

Hier wären dringend weitere Studien und Forschung notwendig.

Vermeide folgende Dinge im Futter:

 

Nahrung die eine Entzündung unterstützt

Hunde, die zu Epilepsie neigen sollten folgende Nahrungsbestandteile nicht erhalten, es sind Nahrungsmittel, die Entzündungen fördern oder selbst Anfälle auslösen können, aber auch Nahrungsmittel auf die eine hohe Allergiereaktion möglich ist. Dazu gehören Weizen, Soja, Mais, Rind, Kuhmilch und -Produkte, aber auch jedes andere Nahrungsmittel mit dem das individuelle Tier Probleme hat.

Kein Gluten für Hunde mit Epilepsie. Gluten wird mit neurologischen Störungen in Zusammenhang gebracht und kann auch Schilddrüsenprobleme fördern.

(Kresser, 2010; Hyman, 2013).

 

Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index

Zucker kann den Stoffwechsel erheblich stören und auch zu Anfällen führen. (Wilson, 2013). Hunde, die zu Anfällen neigen, sollten keine Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index bekommen. Dazu zählt Honig, weißer Reis, Weizen, Mais, weiße Kartoffel, Karotte und Erbse.

 

Nahrungsmittel mit Glutamat und Aspartat

Diese beiden sind nicht essentielle Aminosäuren.(Stafstrom, 2004; Wilson, 2013).

Folgende Nahrungsmittel sind reich an diesen Stoffen: Getreide, speziell Weizen, Hafer und Gerste, Kuhmilchprodukte, Bohnen, speziell Soja, Pintobohne, Lima, Blck bean, Navy bean und Linsen, Nüsse, speziell Erdnuss, Cashew und Pistazie, Samen, besonders Sonnenblume und Kürbis, Alles vermeiden was Aspartam enthält, kein Kaninchenfleisch oder Truthahn, vermeide Monosodiumglutamat (MSG). MSG versteckt sich im Hundefutter oft unter der Bezeichnung "hydrolisiertes Pflanzenprotein", "vegetarische Soße" oder ähnlich. (Wilson, 2013). 

Diese Nahrungsmittel sollten auch von Hunden mit Leberproblemen vermieden werden.

 

Rosemarin und Oregano.

Rosmarin wird oft als Antioxidanz verwendet in Hundefutter. Normalerweise sehr vorteilhaft für gesunde Hunde ist es für Hunde mit Epilepsie ungeeignet. Oregano ist ein starkes Neurotoxin. Auf der Pizza oder beim gesunden Hund völlig ungefährlich, kann es bei einem Epileptikerhund Anfälle auslösen.

 

Vitamin/Mineral Defizite und Anfälle

Mängel in der Versorgung mit Kalzium, Magnesium, und Kalium betreffen die Funktion der neurologischen Verbindungen im Gehirn und können Anfälle auslösen.(Schachter, 2006). Kalzium, Magnesium und Zink sind sog. sedative Mineralien, denn sie beruhigen das Nervensystem.(Wilson, 2013). Antioxidantien wie Vitamin (A, C und E) unterstützen das Immunsystem. Das wohl wichtigste Vitamin aber sind die B- Vitamine um Anfälle zu verhindern.

Glutenfreie Hundefutter findest Du bei....

Ysop oder auch Helmkraut als Kräutergabe


Die Anwendung von Ysop unter anderem als Prophylaxe vor Epilepsieanfällen,oder unter anderem auch Fallsucht oderPetit Mal bezeichnet entstammt alten Überlieferungen verschiedener Heilkundiger und Mediziner wie etwa John Parkinson, Bock und Matthiolus, Camerarius, Durante und Ryff.

 

Seit mindestens dem Mittelalter wird Ysop für dieses Krankheitsbild empfohlen, da es zu einer wirksamen Vorbeugung vor Krampfanfällen tauglich war.


Wenn Sie heute unter Google nach Begriffen wie etwa Ysop und Epilepsie suchen, dann finden Sie eine ganze Reihe von Hinweisen, die vor der Verwendung von ätherischem Ysop- Öl bei Epileptikern abraten.Es traten insgesamt 3 Fälle auf, in denen 2 Erwachsene und 1 Kind vermutlich wegen eines ätherischen Ysop- Öls mit Krampfanfällen reagierten.

 

Suchen Sie aber stattdessen mit dem lateinischen Pflanzennamen Hyssopus officinalis und Petit Mal (ein sehr populärer Begriff für leichte Epilepsieanfälle), dann finden Sie durchaus überwiegend positive Quellen zum Ysop und der Anwendung bei Epilepsie.

 

Der Grund liegt darin, daß im Internet vieles kopiert und übernommen wird, ohne es zu hinterfragen. Sicherlich hätte es der Ysop mit seiner Empfehlung zur Anwendung bei Epilepsie durch die Jahrhunderte hinweg nicht bis zum heutigen Tage geschafft, wenn er nicht geeignet wäre, eine Linderung zu verschaffen. Und eben diesen positiven Effekt haben auch wir feststellen können.

 

Natürlich verlassen wir uns aber nicht nur auf alte Überlieferungen antiker Heiler und Mediziner.


Der Ysop wurde in den vergangen Jahren intensiv studiert und tatsächlich konnte man erstaunliche Wirkungen des Ysop nachweisen. Nicht nur, das er gegen Würmer und auch antiviral wirkt, auch bei Tuberkulose und HIV- Infektionen war er hilfreich.

 Seine anti- bakterielle und anti- mykotische Wirkung wurde ebenfalls nachgewiesen.

 

Die für die Epilepsie jeoch wesentlich interessanteren Ergebnisse sind die Wirkung des Ysop als Muskelrelaxans und seine positive Wirkung auf die Verdauung.

Vielleicht haben Sie bereits davon gehört, daß der Verdauungsapperat und das Gehirn sehr miteinander verbunden sind und bei Erkrankungen und deren Behandlung dies beachtet werden sollte.


Tatsächlich scheint hier der Schlüssel zur Vermeidung von epileptischen Anfällen zu liegen. Weiterhin hat es sich auch gezeigt, daß eine getreidefreie bzw. glutenfreie Ernährung bereits in etwa 50% der Fälle einen weiteren Epilepsieanfall verhindern kann, denn heute weiß man, daß Gluten die Blut- Hirn- Schranke überwindet und an den gleichen Rezeptoren im Gehirn andockt, an denen sich auch Opium festmacht.


Mehr interessante Informationen zum Ysop findet man in der Arbeit des Herrn

Bernward Notker Zorn unter diesem Link:

http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2013/7702/pdf/neu_Zentraldokument_26._Juni_2012.pdf

 

 

Ein interessantes Rezept für Leckerlies findest Du hier.

Warum Ysop hilfreich sein kann, findest Du innerhalb der tier-Themen unter diesem Link