Hunde-Ernährungs- Berater

ist keine geschützte Berufsbezeichnung, eben so wie Tierheilpraktiker!

Eine winzige Bedingung ist, dass man sich bereits beruflich mit Tieren beschäftigt, ansonsten steht dieser gerade so gefragten Bezeichnung nichts im Wege.

 

Natürlich kann man, um eventuelle Skrupel zu unterdrücken oder für ein besseres "Gefühl", einen Kurs bei einem "Tierheilpraktiker" buchen, um dort hoch- offiziell einen wenige Tage dauernden Kurs besuchen, um sich dann Ernährungsberater für eine bestimmte Tierart nennen zu können. Kann man natürlich auch ohne Kurs....

Was man dann darf...

beraten, mehr nicht! Der Ernährungsberater darf nicht sagen, was in der Vergangenheit falsch gemacht wurde und er darf auch keine "Therapie" vorschlagen. Es darf nur darum gehen, den Hund so zu ernähren, dass keine Probleme entstehen. Eine Problembehandlung darf nicht gemacht werden. Die Aufgabe ist es also, dem Hundehalter zu erklären, was der Hund braucht, und das ist Futter. Die verschiedenen Futtervarianten sollen sachlich diskutiert werden, mehr nicht. Auch andere Dienstleistungen darf ein Ernährungsberater nicht anbieten.

Dabei soll der Ernährungsberater im optimalen Fall auch resistent sein gegen gewisse Mode- Fütterungsarten und demagogische Bewegungen. Bedeutet: Entsteht ein Trend, dem Hund nur noch 25 cm langen Fisch, gestreiften Kohlrabi und grüne Kartoffel zu füttern, dann muss der Ernährungsberater dem gegenüber gefeit sein und bei Berechnung des Protein- , Fett- und Kalorienbedarfs bleiben.

Was kostet die Ausbildung

Im Schnitt 100 Euro pro Seminar- Tag. Die angebotenen Kure vermitteln einen nicht festgeschriebenen Lehrplan innerhalb von 3- 5 Tagen und überreichen dann ein "Diplom" mit mehr oder weniger beeindruckenden Buchstabenreihen.


Was wird vermittelt?

Zunächst geht es meist darum, was ein Hund benötigt, also der grundsätzliche Ernährungsbedarf und wie der Verdauungstrakt des Hundes funktioniert.

Danach folgt das Verständnis über Fertigfutter und die Berechnung des Bedarfs eines Hundes. Zuletzt werden noch einige Besonderheiten bei Krankheiten des Hundes angesprochen, gekrönt wird das Seminar dann mit dem Training zum "Erfolgsverkäufer", der Psychologie des Verkaufsgesprächs und einem sogenannten "Kommunikations- Training", damit der zukünftige Kunde mit gutem Gewissen die durch den Ernährungsberater gestellte Rechnung bezahlt.

Gefördert wird das Ganze auch...

Die "Ausbilder" akzeptieren auch ganz gern die Bildungsgutscheine des Job- Centers.

Fazit:

Trau`, schau, wem!