Gluten- Unverträglichkeit bei Pferden

Beim Menschen ist es schon länger bekannt, die Gluten- Unverträglichkeit. Manchmal hört man auch von dem Begriff Zoeliake.

Wenn man bedenkt, dass das Pferd dem Menschen genetisch betrachtet näher steht, als zum Beispiel der Hund, dann erscheint die Möglichkeit der Gluten- Unverträglichkeit beim Pferd nicht mehr all zu abwegig. Zumal Pferde auch an anderen Erkrankungen leiden, die auch beim Menschen auftreten, so z.B. Diabetis oder Cushing.

 

Die Geschichte des Pferdes lässt sich mit der Entwicklung des Menschen parallel vergleichen. Interessanterweise ähnelt das Pferd dem Menschen in Hinsicht auf die DNA wesentlich mehr, als der Hund, und gerade diese Besonderheit macht den Vergleich zwischen Mensch und Pferd so interessant

Ursprünglich war das Pferd sehr viel kleiner, etwa fuchsgross und lebte in den Wäldern. Auch seine Gestalt war anders und es ernährte sich von den verschiedensten Waldpflanten bis hin zu holzigen Nahrungsbestandteilen. Führt man sich eine solche Landschaft vor Augen, dann bemerkt man, dass die Gräser des Waldes von anderer Beschaffenheit sind als die Gräser, die wir heute auf den Weiden finden. Auch der Unterwuchs des Waldes ist teilweise sehr spärlich. Dadurch war es für das Pferd notwendig, auch noch das Wenigste an Nährstoffen einer Futterpflanze zu verstoffwechseln. Auf der Rangliste der besten Futterverwerter rangiert daher das Pferd gleich auf Platz zwei, direkt hinter den Hasen und Kaninchen. Dabei ist Hase und Pferd geminsam, dass sie stets Futter benötigen, quasi rund um die Uhre, damit der Verdauung funktioniert.

Im Laufe seiner Entwicklung zog es das Pferdchen hinaus auf die Steppe, seine Gliedmassen und sein Körperbau änderten sich, jedoch das Verdauungssystem blieb nahezu ähnlich.

 

Früher gabe es kaum Pferdefutte,r wir wir sie heute kennen. Gewöhnlich wurde den Arbeitspferden zusätzlich Hafer gereicht, damit sie ihre Energieressourcen wieder auffüllen konnten. Ansonsten gab es Weide, Heu und Stroh.

Ein spezielles Futtermittel, das sogenannte Häcksel (aus Stroh) ist heute ein hilfreicher Futterzusatz, wenn die Verdauungsorgande des Pferdes nicht richtig funktionren, was sich dann zum Beispiel durch breeigen Kot äussert. Grund dafür ist eine zu verdauliche Nahrung und das Fehlen von ausreichend sperrigen und holzigen Futterbestandteilen, die den Darm zur kräftigen Tätigkeit stimulieren. Einige Pferdehalter kennen das vielleicht bei der Fütterung von zu weichem und plüschigem Heu.

 

 

 

 

 

 

 

Die Lebensmittelindustrie entwickelte sich.

Wurde früher noch alles selbst gekocht, gepökelt und eingelagert, so entwickelte sich doch nach und nach die Lebensmittelindustrie. Einer der wohl bekanntesten Hersteller ist Dr. Oetker. Er begann damit, Backpulver in portionsgerechte Tütchen abzufüllen und dies dann zu verkaufen. Diese Neuerung war für die Hausfrau sehr angenehm und das Begehren der Haushalte auf komfortable Packungsgrößen war geweckt. Was zuerst noch belächelt wurde, entwickelte sich zu einem heute großen Konzern. Es blieb nicht nur bei dem Backpulver, zu dem passender Weise auch ein Kochbuch veröffentlicht wurde, sondern es kamen auch Puddingpulver, Backmischungen und vieles mehr dazu, was nun in haushaltsgerechten Größen produziert, verpackt und angeboten wurde.

 

Viele Unternehmer erkannten diese Möglichkeiten und die Produkte mussten immer besser werden. Der Bedarf an Nahrungsmitteln, und speziell auch an Getreide wuchs. Getreide ist praktisch, denn er kann viele Menschen auf billige Art und Weise ernähren. Da sich auch der medizinische Standart verbesserte und die Lebenserwartung der Menschen stieg, wurde der Bedarf an Grundnahrungsmitteln zusätzlich noch gesteigert.

Ein entscheidener wissenschaftlicher, jedoch zweifelhafter Erfolg gelang dem Wissenschaftler Dr. Borlaug.

Er erschuf den kurzhalmigen Zwergweizen und bakam dafür 1970 den Friedensnobelpreis. Dioeser Weizen wuchs besser, war ertragreicher, hatte weniger Witterungsschäden und reifte schneller. Man wähnte sich am Ende des Welthungers. Allerdings bediente sich Dr. Borlaug nicht nur der Mendelschen Gesetze, um diese gezielte Wachstum zu erreichen. Der Vater der grünen Revolution hatte das Erbgut des Weizens verändert. Doch nicht nur der Weizen war von diesen Erkenntnissen betroffen, sondern auch viele andere Getreidesorten.

In den 60er und 70er Jahren gab es dann auch moderne Pferdefutter.

Auch bei den Tierhaltern wurde das Begehren nach anwendungsfreunlicher Fütterung gewckt und die Industrie nahm den Pferdehaltern das Denken ab.

Es gab die ersten 3 Sorten Pferdefutter, die sich lediglich im Proteingehalt unterschieden. 10% Protein für normale Pferde, 12% Protein für Leistungspferde und 14% Protein für Zucht und Aufzucht.All diese Futtermittel waren heimische Getreide, die mit Melasse versetzt waren und je nach Jahreszeit schwankte lediglich der Melassegehalt, damit das Futter nicht gefror. Diese Mischungen gab es dann in 50kg Säcken,ein Bedarf an besonderen Futtermischungen oder Zusatzpräperaten gab es kaum und auch die Nachfrage nach solchen Produkten gab es so gut wie gar nicht.

Die meisten Pferde wurden auf der Weide gehalten und es gab auch reichlich gutes Heu. Die meisten Pferdebesitzer waren in der Landwirtschaft tätig und die Pferde gehörten zum Hof.

 

Aber was war passiert? Das Pferd wurde mehr und mehr zum Freizeitpartner, da sie aus ihrem Job durch Maschinen verdrängt wurden. Und es entstanden Reitställe. So wurde es nach und nach möglich, dass auch Menschen ohne landwirtschaftlichen Bezug ein Pferd halten konnten.Jeder konnte sich nun den Traum vom eigenen Pferd erfüllen.Die Pferde wurden in Ständern und Boxen gehalten, die Weiden wurden parzelliert. Das Pferd war nicht mehr länger Arbeitsgerät sondern wurde Teil der Familie.Das Pferd hatte nicht mehr unbegrenzten Weidegang und eine zusätzliche Fütterung wurde erforderlich.Die neuen Pferdemenschen wollten ihren Pferden nur das Beste angedeihen lassen, was prinzipiell ja auch ein erstrebenswertes Ziel ist.

Futterhersteller erkannten diese neuen Möglichkeiten und neben der Produktion von Rinder- Schweine- und Geflügelfutter investierten die Firma nun auch in den Pferdemarkt.

Heute gibt es eine erschalgende Fülle an Pferdefuttermischungen, sie reicht von

Leicht-Futter für Freizeitpferde über kohlenhydratarm bis zum Powerfutter für Hochleistungs-Sportpferde. Auch Futterzusätze gibt es heute wie Sand am Meer: Für Ekzemer, Diabetiker, festes Hufhorn, schönes Fell, usw.

Es wurde nach den Bedürfnissen des Pferdes geforscht,die Parameter basierten auf Qualität, Quantität und Typen von Raufutter in Bezug auf Alter, Gesundheit, Aktivität, der unterschiedlichen Verdauung und der besten Vermarktungsform für diese neuen Produkte. Die Ergebnisse dieser Forschung ist eine umwerfende Auswahl an Futterprodukten für nahezu jeden individuellen Typ Pferd.

Doch nicht nur Nutztiere, auch die Haustiere waren ein boomender Markt.

 

 

Heute:

Die Gesamtproduktion an Getreide hat sich in den letzten 60 Jahren massiv vervielfacht. Der erste kultivierte Weizen, das Einkorn, hatte mit 14 Chromosomen noch einen einfachen genetischen Code und existierte bereits tausende von Jahren vor Christi Geburt. Aus ihm entwickelte sich Emmer mit 28 Chromosomen. Interessanterweise gehört nämlich Weizen zu den Pflanzen mit Gedächtnis, die die Chromosomen ihrer Vorfahren speichern.Mehrere tausend Jahre war dieses Getreide geeignet, die Nahrung der Menschen zu ergänzen.Aus dem Emmer entstand Weichweizen mit 42 Chromosomen, weil er sich auf natürliche Weise mit anderen Gräsern kreuzte. Der heutige Weizen ist völlig anders. Die Halme sind kürzer, die Körner lösen sich leichter. Heute ist es Hybridweizen. Das beim Kreuzen der Sorten auch etwas anders laufen könnte, hat man nicht bedacht. Weizen mal Weizen ergab aber ein Getreide, mit einem völlig veränderten Glutengehalt und veränderter Glutenstruktur. Dieser Hybridweizen stimmt zwar genetisch zu 95% mit den Elternpflanzen überein, aber die übrigen 5%...Sie sind einzeigartig und völlig neu, neue Proteine. In der Zeit von 1927 bis 2009 hat sich der Glutengehalt im canadischen Weizen um 13,9% erhöht.

Das glutenreiche Weizenmehl hatte bessere Backeigenschaften. Die Ernährungsempfehlungen enthalten einen reichen Gehalt an Kohlenhydraten und wenn man sich vorstellt, in wie vielen Supermarktprodukten undFertigprodukten dieses Mehl enthalten ist.

Ähnliche Entwicklungen durchliefen auch der Mais und andere Getreidesorten. Selbst das vielgelobte Vollkornmehl ist nicht weniger betroffen.

Gluten ist ein Protein (lateinische Gluten, englisch Glue, deutsch Kleber)

Der Kleber setzt sich aus den beiden Osborne-Fraktionen[9] Prolamine (löslich in einer 70-prozentigen Ethanollösung) und Gluteline (im Alkalischen löslich) zusammen, wobei es sich (im Gegensatz zu Enzymen und anderen Cytoplasmaproteinen) um Reserveproteine (Speicherproteine im Samen, Wurzel- und Sprossknollen) handelt. Im Weizen werden sie als „Gliadine" (Prolaminfraktion) und „Glutenine" (Glutelinfraktion) bezeichnet.

Getreide mit hohem Glutengehalt sind Weizen, Dinkel, Roggen, Kamut, Emmer, Einkorn und Hartweizen. Hafer und Gerste haben einen niedrigen Anteil an Klebereiweiß

Das Getreide enthält 4 Eiweiße, die zum Teil schädlich sind:

Albumine und Globunine sind nicht schädlich, für den glutensensitiven Körper.

Glutenine und Prolamine sind schädlich.

Insbesondere die Prolamine wie Gliadin im Weizen, Secalin im Roggen, Hordein in Gerste und Avenin im Hafer. Dagegen sind die Prolamine Oryzanin im Reis und Zein im Mais nicht schädlich.

 

 

Der Mensch nahm die Entwicklungen der Lebensmittelindustrie dankbar an. Heute besteht ein Supermarkt fast nur noch aus fertigen Produkten, die erhitzt werden müssen. Das glutenreiche Getreide und deren Produkte waren billig und einfach zu handhaben. Eben aber mit dieser Entwicklung veränderte sich auch das Wohlebefinden des Menschen. Viele Menschen sind heute deutlich übergewichtig. Herz- und Kreislauferkrankungen haben stark zugenommen. Lange Zeit schob man das auf die veränderte Bewegung des Menschen im Alltag. Neue Krankheiten wie Diabetis Typ 2 treten immer häufiger bei jungen Menschen auf, obwohl es eigentlich als Alterszucker bekannt ist. Zoeliake galt als seltene Erkrankung, die die Mediziner lange Zeit im Unklaren liess. Etwa 1% der Menschen wissen definitiv, dass sie an Zoeliake leiden.

Die Zöliakie (Synonyme: glutensensitive oder gluteninduzierte Enteropathie, intestinaler Infantilismus; bei Erwachsenen auch nichttropische oder einheimische Sprue, Glutenunverträglichkeit, Heubner-Herter-Krankheit) ist eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut auf Grund einer Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten, dem in vielen Getreidesorten vorkommenden Klebereiweiß. Die Unverträglichkeit bleibt lebenslang bestehen, sie ist zum Teil erblich und kann derzeit nicht ursächlich behandelt werden.

Durch glutenhaltige Nahrungsmittel entsteht eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut mit oft ausgedehnter Zerstörung der Darmepithelzellen. Dadurch können Nährstoffe nur schlecht aufgenommen werden und verbleiben unverdaut im Darm.

 

Immer mehr Menschen erkranken auch in Deutschland an Diabetis. Zur Zeit sind es 6%, wobei von einer noch viel größeren Dunkelziffer der nicht erkannten Erkrankungen an Diabetis Typ 2 vermutet wird.

Und die Pferde?

Der Futterhandel hält das bereit, was den qualitativ hohen Ansprüchen der Lebensmittelindustrie in Bezug auf Größe und Gewicht oder Qualität nicht genügt.

Es ist das gleiche, genveränderte Getreide, die der Mensch zu sich nimmt.

Auch die Pferde erleide heute die gleichen Krankheiten wie der Mensch, Aufgrund der nahen genetischen Verwandschaft und der nahezu gleichen Getreidefütterung ist das auch nicht mehr besonders überraschend. Osteoarthritis und andere Glenkerkrankungen, Ekzeme der Haut, Lichtempfindlichkeiten und Hufrehe ausgelöst durch eine Art Diabetis Typ 2. Die Pferde sind überweichtig und oft wird ihnen auch eine gewisse Verfressenheit nachgesagt.

Doch es wird noch interessanter!

Pferde erkranken auch an Zoeliake!

Eine Studie aus Holland ergab, dass auch Pferde glutensensitiv sein können.

Dr. Christine Zioudrou stellte fest dass die Polypeptide des modernen Weizen an den gleichen Gehirnrezeptoren andocken, wie es Opium macht. Diese Polypetide werden Exorphine genannt.Die dominanten Polypeptide überwinden die Blut- Hirn- Schranke. Interessanterweise konnte das Medikament Naloxone, dass Drogenabhängigen zur Unterstützung der Entziehung gegeben wird, auch diese Glutenmorphine am Andochen an den Rezeptoren hindern kann.

Gluten macht süchtig!

In der Fakultät der Veterinärmedizin in Utrecht, Niederlande scheint dieses Ergebnis auf Glutensensivität der Pferde bestätigt worden zu sein. In dieser Studie wurden bei Pferden unter bestimmter glutenreicher Fütterung Antikörper nachgewiesen.

 

Das Gliadin aus Gluten sorgt für eine erhöhrte Ausschüttung von Zonulin, und was das bewirkt, liest Du hier.

 

Auch wen nur 1% der Menschen nachweislich an Zoeliake leidet, so vermutet man heute eine Dunkelziffer von bis zu 40 %. Die Symptome sind dabei sehr vielfältig:

 

 

Glutensensitive Menschen haben % tual folgende gesundheitlichen Störungen:

70% Magen und Verdauungsschmerzen

40% Ekzeme und Hautstörungen

35% Kopfschmerzen

34% Konzentrationsstörungen

33% leiden an Verfettungen der unterschiedlichsten Arten

33% Durchfall

22% Depressionen

20% Anämie

20% Taubheitsgefühle in den Extremitäten

11% Gelenkschmerzen

Bei häufigem Sodbrennen besteht eine 10%ige Wahrscheinlichkeit auf Glutensensitivität. Auch Reizdarmsymptome sollten damit in Zusammenhang gebracht werden. Diabetis ist heute weit verbreitet, die Entstehung der Krankheit nahm in den Staaten ab 1980 dramatisch zu. Aber auch Praediabetis und erhöhte Blutzuckerwerte sind heute schon alltäglich. Übergewicht und Adipositas sind auch schon ganz normal. Überflüssiges Bauchfett entwickel sehr eigensinnige Hormone, die den Körper negativ beeinflussen. Übrigens erkranken zoeliakekranke Kinder 10x so häufig an Diabetis wie gesunde andere Kinder.

Weizen verändert aber auch den Säure- Basenhaushalt im Körper und macht „sauer". Diese leichte Übersäuerung versucht der Körper auszugleichen, in dem er Kalzium aus den Knochen freisetzt, um die Säuren zu neutralisieren. Das dass den Knochenbau stört und schädigt, ist nachvollziehbar. Überprüfen kann man einen solchen Abbau durch die Messung des Kalziumgehaltes im Harn.

Auch dass Arthrose häufig einen überweichtigen Körper betrifft, kann man in Eigenrecherche gut feststellen. Heute weiss man bereits, dass diese entzündlichen und gelenkschadenden Prozesse durch Bauchfett und dessen Hormone ausgelöst werden können. Ein gesundes Körpergewicht und eine ausgewogene Ernährung, vielleicht sogar unter starker Reduzierung von Weizen und anderen glutenhaltigen Getreiden kann hier helfen. Hezerkrankungen und schnelle Alterung, aber vieleicht auch Demenz und Alzheimer oder auch Cushing....Die Forschung steht erst am Anfang und es gibt einige weniger, die diese Forschungen nicht wollen würden.

Welches Problem hat Ihr Pferd?

Pferd und Mensch stehen sich nah...und das im mehrdeutigen Sinne.

Nachdem ich in diesem Vortrag den gemeinsamen Weg von Mensch und Pferd betrachtet habe, bin ich noch nicht zum eigentlichen Theme, der ferdefütterung gekommen.

Das Pferd sollte man mit dem Natürlichsten füttern, und dazu gehört nicht unbedingt, vor allem aber nicht dauerhaft, das moderne Getreide, denn dies wuchs auch nicht im Wald, als das Pferd noch fuchsgross war.

Nach dem Willen der Industrie ist die Fütterung sehr einfach: Der Pferdehalter liest sich durch die Etiketten.Hier wird es dann ganz einfach: Vertrauen Sie einfach den Hinweisen wie etwa: Hochspezialisierte Aufzuchtfutter für Fohlen. Damit ist dann klar, das es nicht für das Senior-Pferd geeignet ist. Um dann aber auch in den vollen Wirkungsgenuss des Futters zu kommen, sollte man unbedingt die Fütterungsanweisung beachten.Dabei muß man dann aber auch beachten, dass die Futtermischung etwa nicht durch Zugabe von Hafer oder anderem verändert wird,....oder das man weniger oder mehr füttert als es auf der Packung empfohlen wird. Sollte der Pferdebesitzer Zweifel haben, dass er diese Fütterung so nicht anwenden kann, sollte er sich einfach einem anderen, passenderen Produkt zuwenden und wieder die Etiketten studieren.

So wurde eine eigentlich ganz einfache Sache ziemlich kompliziert und ich beschäftige mich heute einen großen Teil der Zeit damit, den Pferden der Wohlstandgesellschaft zu helfen, wieder ein pferdegerechtes und gesundes Leben zu führen.

Mit der Wandlung in der Fütterung gibt es heute Krankheiten, die es früher kaum gab.Die Zahl der Hufrehe- und Cushingerkrankungen zum Beispiel hat drastisch zugenommen. Immer mehr Pferde leiden an Arthrosen, Husten und ähnlichem. Dabei ist aber nicht nur der Wandel in der Fütterung verantwortlich, sondern ganz viele Veränderungen in der Gesamtheit der Pferdehaltung. Wo früher das Pferd nach dem Reiten eine entspannende Massage mit einem Strohwisch erhalten hat um es abzutrocknen, wird heute einfach eine Abschwitzdecke aufgelegt. Und so gibt es eine Menge Dinge, von denen man sagen kann, dass der Fortschritt in den Augen der Pferde eine stetige Verschlechterung der Lebensbedingungen bedeutet.

Pferdegerechte und bedarfsgerechte Fütterung:

Proteine....

Die aktuellen Empfehlungen für den Proteinanteil im Futter sind:

Fohlen 18%, Absetzer: 16%, Jährling 13,5%, 2 jähriges Pferd 10%, durschnittlich für ein Pferd 8,5%, Sportpferd 10%, tragende Stute in den letzten 90 Tagen 11%, säugende Stute 14%

Das beste Protein für Pferde liefert übrigens Soja. Oft aber finden sich stattdessen in den Futtermischungen Glutenmehl, Leinsamenmehl, Brauereigetreide usw.

Link zur Veröffentlichung der Studie