Wenn gleich Pferde nicht so häufig an Tumoren erkranken, treten diese auch bei Pferden auf. Bei den Fällen, die auftreten, handelt es sich zu 50-80 % um Tumore, die unter der Haut liegen. Am bekanntesten dürften die Sarcoide sein.Die Erscheinungsform kann blumenkohlartig, sehr flach oder auch als Knötchen sein. Das Ausbilden der Sarcoide hängt sehr eng mit dem Bovinen Papilloma Virus zusammen. Dabei hängt die Anzahl der viralen DNA mit der Schwere der Erkrankung zusammen. Der genaue Zusammenhang mit Virus und Sarcoiden ist aber noch relativ ungesichert erforscht. Tatsächlich werden diese Viren in Fliegen und deren Milieu nachgewiesen.

Die Wissenschaftler nehmen auch an, dass die Übertragung durch Putzzeug und andere an verschiedenen Pferden gleichzeitig verwendeten Gegenständen wesentlich häufiger erfolgt, als durch den direkten Körperkontakt der Pferde untereinander.

Sarcoide gegebn allerding keinen Grund zu großer Sorge.

Am besten behandelt man sie so früh und umfassend wie möglich.Entweder durch eine operative Entfernung oder durch das "Ausfrieren" des Sarcoids.Auch eine Chemotherapie mittels Cisplatinöl wäre denkbar.Noch sehr kleine Sarcoide können mit 5-FU (5 Flourouracil als therapeutische Creme)) behandelt werden.

Es gibt weitere Behandlungsarten mit Immunboostern und Immunisierungsversuchen, bei denen den Pferden ein Sarcoidserum entlang des Mähnenkammes eingespritzt wird, etwa ähnlich einer Impfung. Allerdings stehen diese Versuche erst in den Kinderschuhen.

 

Das schuppenartige Zellkarzinom oder auch Plattenephithelkarzinom, das durch Sonneneinstrahlung gefördert wird, tritt auf nicht pigmentiertem Gewebe auf.Vor allem Rassen wie Appaloosa, Paint horses und schwere Zugpferde sind davon betroffen. Es gibt auch eine Form, die rund um den Penis entsteht, diese Form könnte allerdings mit dem Papilloma Virus in Verbindung stehen.

Typischerweise entsteht dieses Karzinom auf vorgeschädigtem Gewebe.Ältere Wallache leiden am haufigsten unter der penilen Form des Karzinoms, dafür aber auch mit 10-15 % Metastasenbildung im Lymphgewebe.Weniger als 5% der betroffenen Pferde erkranken an Metastasen, die nicht im unmittelbaren Bereich des Karzinoms entstehen.Die Prognosen sind vom Einzelfall abhängig. Behandelt werden solche Karzinome durch operative Entfernung, wenn möglich, Cryotherapie, Chemotherapie mit 5-U (im frühen Stadium), Mitomycin C Augentropfen (für Karzinome im Augenbereich) und Cisplatin, wobei die Wirkung bei Sarcoiden deutlich besser ist, als beim Plattenepithelkarzinom.

Behandlungsversuche mit Piroxicam, einem nicht- steroiden anti-Entzündungsmittel, ergab eine Erfolsrate von 23% bei hochgradig gefährdeten Pferden mit multiplen Karzinomen.