10 Tips und Tricks zur Fellpflege des Pferdes

Hausgemachte Pferdepflege-kostengünstig und gut!

 

Das Pferd scheint Schmutz wie magisch anzuziehen. Aus diesem Grund sind diese Tips besonders wertvoll, zumal sie mit einfachen Mitteln durchgeführt werden können. Wer also ohne ein ganzes Arsenal hochpreisiger Pflegeprodukte ein strahlend sauberes Pferd haben möchte, der wird hier fündig. Mit diesen Tips kann man sparen ohne auf ein strahlendes Pferd zu verzichten.

 

1. Um das Fell von Mistflecken und Schmutz zu beferien, braucht man nicht mehr, als etwas Wasser und etwas Kleie oder auch Kartoffelmehl. Zuerst macht man die schmutzigen Stellen nass und dann mischt man Wasser und Mehl zu einer Paste. Diese Paste trägt man auf die Schmutzflecken auf und arbeitet sie mit einer Fingernagelbürste in das Fell ein.  Die Paste beläßt man für 2-3 Minuten im Fell, spült diese dann aus und trocknet den Bereich mit einem Handtuch.

 

2. Eine Herausforderung ist es auch, die Beine zu reinigen, besonders, wenn sie weiß sind. Zuerst wird das Fell der Beine durchnäßt, dann reibt man Schwefelpulver ein. Sind die Beine besonders stark verschmutzt, fügt man noch etwas Sägemehl hinzu. Danach läßt man diese Mischung auf dem Fell eintrocknen. Wenn alles abgetrocknet ist, einfach die Beine abbürsten und zum orschein kommen die strahlendsten Pferdebeine überhaupt.

3. Schmutzflecken auf weißen Bereichen, auch in Mähne und Schweif, kann man durch abledern mit Wasser und einem Stück Glyzerinseife reinigen. Glyzerinseife wird oft auch zur Lederreinigung verwendet. Sie entfernt nicht nur die Flecken sondern hilft auch beim Auflösen der Haarknoten in Mähne und Schweif.

 

4. Etwas Silikonspray erleichtert das Kämmen von Haar und verringert den Haarverlust und Haarschäden bei der Bearbeitung. Dieses Spray wirkt insbesondere bei Koppelpferden Wunder, die oft verklettete Mähnen und Schweifhaare haben.

5. Weißer Essig ist ein Alrounder in der Pferdepflege und eignet sich auch zur Fleckentfernung. Dazu wird der Essig einfach in den Fleck eingerieben. Er eignet sich aber auch zur Entwirrung con Mähnen- und Schweifhaar. Eine Kombination aus Essig und Olivenöl pflegt sonnengeblichenes Fell. Diese Mischung wird mit einem Schwamm auf das Pferd aufgetupft und für 3 Tage dort belassen. Es wirkt wie eine Intensiv- Haarpflege. Nach drei Tagen wird das Pferd warm shampooniert und siege da: Welch ein Glanz!

 

6. Wenn das Pferd abhaart, kann ein altes stumpfes Sägeblatt einer Bügelsäge noch gute Dienste leisten. Damit zieht man das Pferd einfach ab und entfernt so das tote Haar. Mit einem Bimsstein kann man den Bauchbereich bearbeiten

7. Baby- oder Mineralöl sind nicht teuer und tolle Helfer in der Pferdepflege. Man arbeitet es entweder direkt in trockenes sprödes fell ein oder fügt es dem Badewasser oder dem Spülwasser zu. Es pflegt das Haar und gibt ihm Glanz. Auch auf dem Huf tut es gute Dienste, am Pferdemaul oder nach der Schur. Aufgebracht auf der Bürste hilft es beim Entwirren des Langhaars.

 

Eine Mischung aus Babyöl und Mundpflege, wie zum Beispiel Listerine, können das Mahne- und Schweifscheuern lindern bzw. abstellen. Wenn kein Wasser verfügbar ist, kann man mit dem Öl angetrocknete Schmutzbröckchen aufweichen und lösen, ganz ohne ziepen und kratzen. Es wirkt auch beruhigend bei Insektenstichen und Scheuerstellen.

8. Auch Vaseline ist sinnvoll in der Fellpflege. Zeichnet man damit einen dicken Ring um die Pferdeaugen, verhindert es, dass Shampoo während des Waschens in die Augen läuft. Aufgetragen auf das Mal ergibt es einen Glanzeffekt während einer Show. Allerdings sollte die Anwendung an shr heißen sonnigen Tagen mit Bedacht erfolgen, da Vaseline einen Sonnenbrand begünstigen kann.

 

9. An eben diesen Tagen ist es sinnvoll, sein Pferd mit dem gleichen Sonnenschutzmittel zu behandeln, welches man selbst benutzt. Zinksalbe oder auch eine Maske leisten eben si gute Dienste.

 

10. Sollte das Pferd in den Sommermonaten häufiger shamponiert werden, sollte man die Shampoomenge so gering wie möglich halten, da es dieschützenden Hautfette auswäscht. Ein mildes Spülmittel wirkt genau so gut wie ein teueres Shampoo. Ein Anti- Schuppen Shampoo hingegen wirkt sogar vorbeugend gegen Hautpilz.

Robusthaltung und Fellpflege

Das Fell der Pferde ist der natürliche klimatisierte Schutz des Pferdes. Bei Regen formen sich durch das Ablaufen des Wassers Ziegelförmige Spitzen im Fall, dadurch wird die Haut vor Feuchtigkeit geschützt. Der Fettfilm des Haares ist wie eine Imprägnierung und verhindert ein Aufweichen des Haares. Wer also seine Pferde in einem Offenstall hält, sollte das Pferd des Pferdes möglichst nicht scheren und auch zu häufiges Putzen des Pferdes schadet in den kälteren Monaten dem Pferd, denn dadurch wird der Fettfilm der Haare entfernt. Wer das nicht weiß, gerät schnell in einen tückischen Kreislauf, denn das Pferd kann sich durch intensives Putzen möglicherweise nicht mehr selbst vor der Witterung schützen, es beginnt zu frieren, der Energiebedarf des Körpers steigt und das Pferd nimmt ab. Die Steigerung der hausgemachten Problematik wäre dann das Eindecken des Pferdes, was weitere nachteilige Entwicklungen zur Folge hat.

Fazit: Im Winter werden Schweif und Mähne nur entwirrt und der grobe Schmutz entfernt. Es sieht zwar nicht immer aus wie aus dem "Ei gepellt", aber das Pferd bleibt gesund!

Kleiner Tip: Das Abwischen des Pferdes mit einem Wolltuch sorgt für einen tollen Glanz ohne dem Fell zu schaden und es funktioniert mindestens genau so gut wie jedes Fellglanzspray.

Backpulver ist super

Wer seinen Schimmel wieder blütenweiß sehen möchte, der verwendet Backpulver. Auch zur Tiefenreinigung von Mähne und Schweif ist dieser Tip geeignet. Einfach etwas Backpulver in warmem Wasser auflösen und damit das Haar und Fell behandeln, kurze Zeit einwirken lassen und danach wie gewohnt verfahren.Das Backpulver löst auch den tieferen Schmutz und Verfärbungen, ist günstig und ungfährlich in der Anwendung. Die Resultate sind einfach super.