Freizeitpferde müssen in den meisten Fällen nicht besonders hart arbeiten.Sie sind Freizeitpartner für uns, in ihrer Gesellschaft suchen wir die Ruhe und Entspannung, wir genießen das Beisammensein mit ihnen,der Freizeitreiter  sucht in seinem Pferd einen Partner, den er gerne umsorgt. In erster Linie gilt es, eine unbeschwerte Zeit zu verbringen, gemeinsame Ausritte oder auch der Spaß am unbeschwerten Reiten gehören genau so dazu wie das  Pflegen des Pferdes.

 

Da das Pferd keine große Arbeitsleistung vollbringen muß, kann der Energiebedarf komplett aus der faserreichen Grundnahrung wie etwa Gras und Heu gedeckzt werden. Leider neigen gerade die Freizeitpferdehalter dazu, ihr Pferd über den Bedarf hinaus zu füttern.Es spricht nichts dagegen, hin und wieder ein Leckerlie oder ein Stück Obst oder Gemüse zu reichen. Oft wird das Pferd aber regelrecht krank gefüttert.

 

Für das Pferd gelten hinsichtlich des Gewichtes die gleichen Maßstäbe wie für den Menschen: Übergewicht macht krank! Sollten die Rippen nur auf massiven Druck hin fühlbar sein, ist das ein Alarmsignal. Auch das ein oder andere Fettpölsterchen oder ein Speckhals zeigen, dass das Pferd zu dick ist.Um das Pferd möglichst bis ins hohe Alter gesund zu halten, sollte das ideale Gewicht angestrebt werden.

 

Pferde sind Faserfresser und darauf ist ihr Verdauungssystem eingestellt, jede Art der Getreidefütterung ist, streng gesehen, nicht artgerecht und solange das Pferd durchschnittlich nicht mehr als 1 Stunde täglich geritten wird, benötigt es diese Kohlenhydratbomben auch nicht.

 

Leider hat das Freizeitpferd oft den Stellenwert eines "Puppen-Ersatzes", wie ich es gern ein wenig boshaft bezeichne. Es wird immer wieder ein neues Müsli gefüttert, ein neuer Futterzusatz, ein neues Leckerlie. Wenn dann das Pferd die ersten Symptome eines Sommerekzemes, geschwollene Gelenke oder sogar Hufrehesymptome zeigt, dann läuft der Freizeit-Pferdehalter zur Hochform auf: Noch mehr Zusätze die dann die erhoffte Heilung bringen sollen, es werden Tierärzte und Tierheilpraktiker bemüht, es wird gestöhnt über die hohen Kosten, die die Krankheit verursacht und jede Menge unsinniger Behandlungs- und Fütterungsversuche unternommen. Das die Krankheitsursache aber vielleicht die fehlgeschlagene Art der Zuneigungsbeweisung des Besitzers ist, das will niemand hören.

Auf den nachfolgenden Seiten gebe ich einige Tips, die für die Fütterung des Freizeitpferdes als Orientierung dienen und den ein oder anderen Tip, auf was der Pferdehalter achten sollte.