Frettchen (mustela putorios furo)

Sie sind putzig, die kleinen Raubtiere, die eine domestizierte Form des Iltis sind. Durch jahrhundertelange Züchtung und Zähmung wurde das Frettchen, gerade auch in den vergangenen Jahren, zu einem Haustier, das heute allerdings kaum noch einen jagdlichen Nutzen erfüllt. In den vergangenen Jahrhunderten hielt man diese flinken Marder, um Haus und Hof von nagenden Schädlingen frei zu halten und setze sie auch zur Jagd auf Kaninchen ein. Das Frettchen wurde wiederentdeckt als ein "exotisches Haustier", das allerdings einige Ansprüche an die Haltung stellt.

Die Weibchen - Fähen- werden etwa 25 - 40 cm lang und erreichen ein Gewicht von 550- 850 Gramm. Die Männchen - Rüden- hingegen erreichen ein weit aus größeres Gewicht, nämlich bis zu 1900 Gramm.Ein deutlicher Unterschied des Frettchens zum Iltis ist der kleinere Kopf und Frettchen besitzen nur 34 Zähne während der Wildling es auf 38 Zähne bringt.Die Lebenserwartung beträgt 5-10 Jahre. Das ist eine lange Zeit, in der das Frettchen artgerecht versorgt sein will. Frettchen werden nicht zuverlässig stubenrein und es empfiehlt sich, die geselligen Tiere zumindest paarweise zu halten, denn sie wollen sich aneinander anschmiegen, spielen und toben, sie fressen gemeinsam und putzen sich gegenseitig.Am einfachsten ist die Haltung eines Pärchens, wobei die Tiere am Besten kastriert sein sollten. Bei Rüden sollte der unkomplizierte Eingriff im Alter von 9 Monaten vorgenommen werden.

Frettchen sind Marder, und wie alle Vertreter dieser Gattung besitzen sie Stinkdrüsen, die insbesondere in der Ranzzeit der Tiere für einen kräftigen Geruch sorgen. Für kleine Kinder sind diese Tiere nicht geeignet, denn ein Reflex lässt die possierlichen Räuber bei zu schnellen Handbewegungen schon einmal zuschnappen. Es ist auch nicht empfehlenswert, Frettchen in einem Haushalt mit Nagetieren zu halten, denn das sind ihre potenzielle Beute. Leichter ist es, Frettchen an Hunde und Katzen zu gewöhnen, wobei auch das sehr sorgfältig geschehen muss.

Die Frettchen benötigen eine große Voliere mit einem Schlafkasten. Kleine Käfige ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeiten sind für die wilden Zahmen nicht geeignet.Diese Voliere kann sowohl in der Wohnung als auch im Garten montiert werden, wobei eine wetterfeste Unterbringung im Freiland sicherlich die beste Variante ist. Frettchen benutzen als Toilette gern einen bestimmten Ort immer wieder, man kann sie also auch an eine Klokiste gewöhnen.

Dem Frettchen sollten Bewegungs- und Spielmöglichkeiten geboten werden. Mit Hingabe untersuchen sie Höhlen und Schubladen, Kisten und Nischen, Röhren zum erforschen und interssantes Dinge zum Spielen. Die kleinen Kobolde gewöhnen sich auch an die Leine und freuenn sich über Excursionen in die Natur.Sie sind eben sehr neugierig und durch ihren Jagdtrieb auch sehr verspielt.

 

Die Ernährung der kleinen Racker ist aufgrund der heutigen Popularität kein großes Problem mehr. Der Fachhandel bietet eine ganze Reihe fertiger Frettchenprodukte an. Über Trocken- und Dosenfutter bis hin zu Vitaminpaste und Leckereien gibt es ein gutes Angebot, welches durch frisches Fleisch und Eigenkreationen des Besitzers ergänzt werden kann.

 

Frettchen sollten genau so wie Hund und Katze geeimpft und entwurmt werden.

 

Vor einer Anschaffung eines oder mehrerer Frettchen sollte man sich auf jeden Fall vorher genauestens informieren.Sicherlich gibt es einen Frettchenclub oder Verein auch in unmittelbarer Nähe. Die meisten Frettchenhalter sind Neulingen gegenüber sehr aufgeschlossen und werden sicherlich gern Einblicke in die Frettchenhaltung geben.  Möglicherweise kann man auch an einem der zahlreichen Frettchentreffen teilnehmen um dort erste Eindrücke zu bekommen und sich ausgiebig zu informieren.

Viele Informationen zum Thema Frettchen findet ihr auf den Seiten von frettchen4you.de, schaut doch einfach mal dort vorbei

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