Interessantes, Grundsätzliches und Wissenswertes

 

Die Normaltemperatur des Hundes ist 39.0 bis 39,7°

Greyhounds sind anders

Ein Greyhound kann einen bis zu 1,6 fach höheren Albuminwert haben im Vergleich zu anderen Rassen. Der Herzschlag eines Greyhounds ist langsamer, nämlich 60-90 während des normalen Ruhezustands. Bei Aufregung steigt er entsprechend. Der Blutdruck bewegt sich im oberen Normalbereich bei 160, 170, 189.

Der T4 Wert der Greyhounds ist niedriger, bis zur Hälftigen T4 Wertes anderer Rassen ist normal. Also nicht vorzeitig behandeln, sondern erst wenn andere symptome deutlich werden. Kränkelnde Hunde können allgemein einen zeitweise erniedrigten T4 Wert haben. Wird die Schilddrüse behandelt, dann brauchen Greyhounds die Medikamente normalerweise nur in der halben empfohlenen Dosierung.

Greyhounds haben auch weniger Blutplättchen (80.000 - 110.000 sind durchaus normal). Sie haben auch weniger weiße Blutkörperchen (Leokozyten, WBC), etwa 3.000 - 10.000 während normale Hunde 7.500 - 15.000 aufweisen. Daher ist dieser Wert bei Krebsverdacht nicht aussagekräftig, es muss eine Knochenbiopsie gemacht werden.

Der Hämatokritwert (HCT) bei Greys ist höher, normal sind 50-60, bei Dehydration bis 70. Auch ein vergrößertes Herz ist bei den Athleten nicht selten und ganz normal.

Hunde imitieren das Verhalten des Besitzers

Eine Forschergruppe in Wien hat festgestellt, dass Hunde instinktiv das Verhalten ihrer Besitzer imitieren. Dazu wurden verschiedene Situationen dargestellt, in denen zum Beispiel eine Schiebetür geöffnet werden musste.Zunächst wurden die Hunde darauf trainiert, diese Aufgabe mittels Kopf oder Pfote zu lösen.Danach liess man die Hunde beobachten, wie die Besitzer die Tür mit der Hand oder dem Kopf öffneten. Anschließend wurden die Hunde in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt eine Belohnung, wenn immer sie die Art des Tür-öffnens durch den Besitzer imitierten, diie zweite Gruppe erhielt dann ein Leckerchen, wenn sie genau die gegenteilige Lösung zum Tür-öffnen verwendeten. Erstaunlicherweise entschieden sich alle Hunde stets für das Vorbild durch den Besitzer, unabhängig davon, ob es eine Belohnung gab oder nicht. Eine interessante Studie, wie ich finde....

Der Kalorienbedarf eines Welpen

1. Lebenswoche 60-70 Kalorien pro 500g Körpergewicht pro Tag

2. Lebenswoche 70-80 Kalorien pro 500g Körpergewicht pro Tag

3. Lebenswoche 80-90 Kalorien pro 500g Körpergewicht pro Tag

4. Lebenswoche mehr als 90 Kalorien pro 500g Körpergewicht pro Tag

Die Milch einer Mutterhündin unterliegt Veränderungen

Innerhalb von 6 Wochen steigt der durchschnittliche Proteingehalt von 4,5% auf 6,5% an.Der Fettgehalt steigt innerhalb der ersten 3 Wochen von durchschnittlich 2,5% auf etwa 4,5% an.Danach sinkt er wieder auf 2,5% ab.

Wie man den Kalorienbedarf eines Hundes ermittelt

Dazu benötigt man folgende Werte:

  • Gewicht des Hundes in kg
  • RER ( verbleibender Energiebedarf) = 70 (Kg Gewicht des Hundes)0.75
  • MER Erhaltungsbedarf des Hundes = entsprechender Multiplikator x RER

Multiplikator für

normales, sterilisiertes/kastriertes Tier

1.6

normales Tier

1.8

bei erwünschter Gewichtsabnahme

1

bei Neigung zur Gewichtszunahme

1.7

leichte Arbeit

2

mittlere Arbeit

3

schwere Arbeit

6

im Wachstum, jünger als 4 Monate

3

im Wachstum, älter als 4 Monate

2

So sieht dann eine Beispielrechnung für einen kastrierten Hund mit 20,5 kg idealem Körpergewicht aus:

 

  • 70 x 20.5 x 0.75 = 672 kcal/Tag
  • 1.6 x 672 = 1075 kcal/Tag

Collies besser nicht mit Ivermectin entwurmen!

Manche Hunde zeigen nach einer solchen Medikamentengabe gravierende neurotoxische Nebenwirkungen, wie Bewegungs- und Koordinationsstörungen, Zittern, Benommenheit, Pupillenerweiterung, Augenrollen und vermehrter Speichelfluss. Häufig sterben die Hunde dann anschliessend.

 

Normalerweise gelangen neurotoxische Arzneistoffe nicht durch die Blut-/Hirn- Schranke, aber manche Collies haben einen genetischen Defekt im MDR1-Gen, wodurch diese Barriere durchlässig wird. Das Ivermectin gelangt so in das Hirn und löst so dann die möglicherweise tödliche Kaskade aus.

 

Wenn Du Deinem Hund ein langes Leben bescheren möchtest,

dann achte gut auf sein Körpergewicht und ausreichende Bewegung.

Ein Hund mit einem Normal-/Idealgewicht lebt durchschnittlich 1,8 Jahre länger als seine übergewichtigen Artgenossen.

Imizol

wirkt nicht nur bei Babesiose sondern auch bei Ehrlichiose.

Books are boring
11.08.2014 A. Gauerke