Was ist eine "Magendrehung"?

Eine Magendrehung kann zwei verschiedene Ursachen haben:

  1. Gastric Dilation-Volvulus (GDV): Eine Ansammlung von Luft und Flüssigkeit im Magen die nicht entweichen kann. Dies führt dann oft zu einer Magendrehung.
  2.   Gastric Torsion: Eine schnelle Vergrößerung des Magens, weil der Magen tatsächlich verdreht ist so dass Gase, Luft und Flüssigkeiten nicht entweichen können. Dabei dreht sich der Magen um 90 - 360°.

GDV führt zu physiologischen Veränderungen die dringend medizinischer und chirugischer Notfall- Behandlung bedürfen. Es kommt zu Veränderungen in den beteiligten Organen wie dem Magen und der Milz, die sich dann aber auch auf andere Organe auswirken können. Der erhöhte Druck im inneren des Magens vermindert in diesem Bereich die Durchblutung und kann sogar zum kompletten Stop der Durchblutung führen. Eine schwere Magendrehung kann die kleinen Verzweigungen der Arterien zwischen Magen und Milz zerreissen und das wiederum kann die Gefahr einer Nekrose der Magenwände (Zellsterben) deutlich erhöhen. Eine Verschiebung der Milz kann zu Blutstau in den Adern oder auch zur Verdrehung der Milz selbst führen. Die Blockierung des Blutflusses von diesen abdominalen Organen zum Herzen verursacht weitere Störungen und Veränderungen.  Die schnelle und meist auch massive Reduzierung des Blutes, das eigentlich zum Herzen zurück kehren sollte, reduziert die Herzleistung und entzieht dem Gewebe wichtige Nährstoffe und Oxygen. Auf der anderen Seite vergrößern sich durch den Blutstau jedoch die abdominalen Organe und dadurch wird der Darm durchlässiger für Bakterien und deren Produkte. Das bedeutet, dass Bakterien und toxische Substanzen  in den Blutstrom geraten.

Der reduzierte Blutstrom zum Herzen gekoppelt mit der Freisetzung von Substanzen aus dem Pancreas, Milz und anderen Organen beinträchtigen die Herzfunktion schwer. Es kann zu Herz Arrythmien (unregelmässiger Herzschlag) führen. Die Blutversorgung der Nieren sinkt und erhöht das Risiko eines akuten Nierenschadens. Daraus kann es zu einer Disseminierten intravasalen Gerinnung (DIC) kommen, ein lebensgefährlicher Zustand der den Blutgerinnungs- Mechanismus betrifft. Letztendlich perforieren Magen und / oder Darm und dadurch geraten Mageninhalt und Bakterien in die Bauchhöhle.

Diese Kombination aus Schock, Septischer Peritonitis ( akute und schmerzvolle Entzündung der angrenzenden Membranen an Darm und Organwänden) und DIC, zusammen mit multiplem Oranversagen führten zum Tod innerhalb weniger Stunden nach den ersten Hinweisen auf eine Magendrehung.

 

Das Diagramm von veterinarypartner.com zeigt, wie sich der Magen "verdreht":

 

How the Stomach Bloats

Behandlung

Im eher einfachen Fall einer GDV, bei der nur der Magen mit Luft gefüllt ist, führt der Tierarzt einen Schlauch durch die Gurgel ein, lässt die Luft aus dem Magen entweichen, pumpt den Mageninhalt aus und spült ihn danach. Akute GDV oder eine Verdrehung benötigt sofortige tierärztliche und chirugische Behandlung. Danach erfolgt eine post-operative Behandlung des Schocks mit Aufenthalt in der Tierklinik. Im Fall einer Drehung des Magens wird der Magen operativ so befestigt im Körper, daß er nicht mehr verdrehen kann ( Gastroplexie), denn erfahrungsgemäß wird ein Hund, der einmal eine Magendrehung hatte, zu 75-90% auch später eine Magendrehung erleiden, oft sogar innerhalb weniger Tage nach der ersten Magendrehung. Nachdem der Magen in einer solchen Operation "gesichert" wurde, ist die Gefahr einer neuerlichen Magendrehung auf ein Risiko von 2-6% reduziert.

Die Sterberaten der Hunde bei einer Magendrehung liegt je nach Behandlung zwischen 10 und 60%. Durch eine Operation sinkt diese Rate auf Werte von 15- 33%. Sollten wegen einer Gewebsschädigung Teile des Magens während der OP entfernt werden müssen, liegt das Sterberisiko zwischen 28 und 38%. Sollte soviel Gewebe zerstört worden sein, dass die Entfernung der Milz notwendig ist, liegt die Sterblichkeitsrate bei 32-38%.

Das vorrangige Ziel der Operation ist die Rückverlagerung des Magens in seine normale Position und die Untersuchung desselben und der Milz auf irreversible Schäden (Nekrosen, Zellsterben), denn eine bereits längerandauernde oder schwere Drehung des Magens verursacht Nekrosen im Esophagus (Speiseröhre). Wenn das so sein sollte, sind die Operationschancen schlecht, sollten Organwände bereits perforiert sein, sind die Cahncen auf Heilung extrem schlecht. Sollten noch keine irreversiblen Schäden festgestellt werden, wird der Tierarzt die Gastroplexie durchführen.

Es gibt eine Reihe von Techniken der Gastroplexie und auch Diskussionen darüber, welche die Beste ist. Tatsächlich aber ist keine der Arten wirklich zufriedenstellend.  Sicher ist jedoch, dass eine medizinische Versorgung und ein gutes Fütterungsmanagement nach einer GVD hilfreich sind, um einer weiteren GVD vorzubeugen.

 

Diagnose

Sollte der Verdacht auf eine Magendrehung bestehen muss SOFORT der Tierarzt aufgesucht werden. Die Ankunft des Hundes wegen einer vermutlichen Magenddrehung sollte, wenn möglich, telefonisch angekündigt werden, um den Tierarzt auf den Notafall vorzubereiten, damit der Hund schnellstmöglich behandelt wird. Eine frühe Diagnose und eine schnelle Behandlung sind die wichtigsten Faktoren.

Achte auf extreme Unruhe des Hundes, exxessives Hecheln, Speichelfluss, und Geifern und erfolglose Versuche zu Erbrechen oder zu Koten. Möglicherweise winselt der Hund und zeigt starke Anzeichen des Unwohlseins.

Normalerweise kann der Hundehalter selbst schon feststellen, ob möglicherweise eine Magendrehung vorliegt. Dazu muss der Hund stehen und wenn man dann die Magen- Darmgegend vorsichtig abtastet, sollte sich das normalerweise weich und entspannt anfühlen. Bei einer Magendrehung jedoch fühlt es sich hart und fest an und bei vorsichtigem Klopfen hört man einen hohlen und dumpfen Ton.

Schnelle Atmung, blasse Schleimhäute und Kollaps sind die Zeichen eines Schocks im vorangeschrittenem Stadium einer Magendrehung. Ein hoher Teil der Hunde hat auch Herzrythmusstörungen (lt. einer Studie etwa 40%).

 

Wenn eine Magendrehung nicht behandelt wird, stirbt der Hund innerhalb weniger Stunden, im schlimmsten Fall stirbt er bereits 30 Minuten nach den ersten Anzeichen.

Manchmal erfolgt eine Magendrehung bereits wenige Minuten nach dem Stauen von Luft im Magen, aus diesem Grund ist eine Selbstbehandlung mit Hausmitteln völlig unangebracht: Der Hund muss SOFORT zum nächsten Tierarzt gebracht werden. Daher macht es Sinn immer zu wissen, wo der nächste Tierarzt ist. Und im Zweifel fährt man lieber einmal zuviel zum Tierarzt, als einmal zu wenig.

 

Welche Hunde gehören zur Risikogruppe?

Rassen

Jeder Hund kann eine Magendrehung erleiden, jedoch scheinen einige Hunde mit langem, tiefen Brustkorb ein größeres Risiko zu haben. Die Universität Purdue hat eine Liste der auffälligsten Rassen zusammengestellt:

  1. Dänische Dogge
  2. Bernhardiner
  3. Weimaraner
  4. Irish Setter
  5. Gordon Setter
  6. Pudel
  7. Bassett Hound
  8. Doberman Pinscher
  9. Altenglischer Schäferhund
  10. Deutsch Kurzhaar
  11. Neufundländer
  12. Deutscher Schäferhund
  13. Airedale Terrier
  1. Alaskan Malamute
  2. Chesapeake Bay Retriever
  3. Boxer
  4. Collie
  5. Labrador Retriever
  6. English Springer Spaniel
  7. Samoyeden
  8. Dackel
  9. Golden Retriever
  10. Rottweiler
  11. Mischlinge
  12. Miniatur Pudel

Auch wenn man sich bislang noch nicht einig ist, ob eine Magendrehung einen genetischen Hintergrund hat, so sollte man dennoch nicht mit Hunden züchten, bei denen selbst oder in der Linie eine Magendrehung aufgetreten ist.

Die Purdue Universität vermutet, dass GDV einhergeht mit der Form des Brustkorbes und verschiedene Gene dafür verantwortlich sind. Wenn also beide Elterntiere schon extrem tiefe und große Brustkörbe haben, kann auf die Abkommen dann eine erhöhtes Risiko übergehen.

Alter

Die Purdue Uni hat festgestellt, dass sich das Risiko für  über 7- jährige Hunde im Vergleich zu 2-4 jährigen Tieren verdoppelt. Einige glauben, dass die "Magenaufhängung" mit zunehmendem Alter erschlafft und dass somit zu einem erhöhten Risiko einer Magendrehung führt. Das bedeutet aber nicht, dass junge Hunde keine magendrehung erleiden können, hier glaubt man, dass ein Überfressen die Ursache dafür war. 

Geschlecht

Viele Quellen sehen ein erhöhtes Risiko für Rüden, während andere Studien beiden Geschlechtern ein gleichgroßes Risiko zuschreiben. Sicher ist jedoch, dass eine Kastration oder auch eine Sterilisation das Risiko einer Magendrehung nicht beeinflussen.

 

Nicht- genetische Faktoren die einen Einfluss nehmen ( könnten)

Die anderen Faktoren die möglicherweise einen Einfluss haben könnten, werden teilweise angezweifelt. Die meisten vermutleten Faktoren basieren nicht unbedingt auf Untersuchungen und Studien oder haben keinen wissenschaftlichen Hintergrund. Manche entstammen auch nur aus persönlichen Erfahrungen. 

Fressgewohnheiten

In der Purdue Studie wird vermutet, dass Hunde, die einmal täglich gefüttert werden doppelt so häufig erkranken als Hunde, die mindestens zweimal täglich gefüttert werden. Aus diesem Grund wird eine 2 - 3 malige Fütterung im Allgemeinen empfohlen. Die Begründung dafür ist, dass gierige Hunde mehr Luft verschlucken und dadurch das Risiko erhöht wird. Kleine und häufigere Mahlzeiten können das verhindern.  Es ist aber keine Garantie dafür, dass der Hund dann keine Magendrehung oder Aufgasung erleidet. Hunde sollten individuell gefüttert werden und der Hund sollte die Möglichkeit haben, ungestört zu fressen.

Futter

Tatsächlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Futter und einer Magendrehung und es gibt auch keine wissenschaftliche Untersuchubg, die einen solche Zusammenhang sieht.

Trotz der Vielzahl an Hypothesen konnte keine spezielle Diät oder ein bestimmter Bestandteil mit einer Magendrehung in Zusammenhang gebracht werden.D ie Purdue Studie besagt, dass keiner der allgemeinen verdächtigten Futter und Futterbestandteile als Auslöser für eine Magendrehung bestätigt werden konnten.

Mitunter wird behauptet, dass eine Rohfütterung einer Magendrehung vorbeugt, aber das konnte in keiner Studie bewiesen werden. Auch die Vielzahl an Hunden, die zwar roh gefüttert oder gebarft werden, aber dennoch eine Magendrehung erleiden, widersprechen dieser Behauptung. Die Rohfütterung oder auch BARF ist keine Versicherung gegen eine Magendrehung.

Es wird zwar behauptet, dass die Rohfütterung deshalb geeigneter ist, weil das Futter im Magen nicht aufquillt und Frischfutter schneller verdaut wird, also nur für kürzere Zeit im Magen des Hundes verweilt. Auf der anderen Seite aber muss man feststellen, dass einige roh gefütterte Hunde eher zur Magendrehung neigen, weil sie schlichtweg gieriger fressen.

Einige Studien ergaben kleine Unterschiede zwischen Roh-, Nass- und Trockenfutter und ihren Bezug zu einer Magendrehung.

Es gibzt auch Spekulationen, dass bestimmte Bestandteile im Futter zur Magendrehung führen könnten und viele Webseiten empfehlen kein Futter zu füttern, dass mit Vitamin C haltbar gemacht wird., oder auch Futter, bei denen Fette oder Öle innerhalb der ersten 4 Stellen der Inhaltsstoffliste aufgeführt werden. Eine spezielle Fallstudie mit 85 GDV- Hunden und 194 Kontrolltieren untersuchte das. Dabei wurde eine einzige Futtermarke und verschiedene andere Arten von Diäten gefüttert. Weder eine erhöhte Menge tierischen Proteins noch eine erhöhte Menge Soja oder Cerealien, die in der Inhaltsstoffliste auf den ersten 4 Stellen auftraten beeinflussten das Risiko einer Magendrehung.

Lediglich inn einer Studie gab es einen Hinweis darauf, dass ein Trockenfutter, das Öl bzw. Fett unter den ersten 4 Inhaltsstoffen listete, dass Risiko einer Magendrehung um das 2,4 fache erhöhte. Allerdings basiert das lediglich auf einer einzigen Studie und muss unbedingt weiter studiert werden, um diese Erkenntnis zu untermauern.

Gerade diejenigen, die Trockenfutter füttern sind verunsichert, ob sie das Futter vorher anfeuchten sollten oder nicht. Es gibt viele Behauptunge, dass angefeuchtes Futter, dass Vitamin C enthält, das Risiko einer Magendrehung erhöhen würde, während es andere Aussagen gibt die das vorherige Anfeuchten des Futters empfehlen, damit es bereits vorger aufquellen kann, bevor der Hund es frisst. Hier muss man nochmals wiederholen, dass es keinen nachweisbaren Effekt gibt zwischen der Fütterung von Trockenfutter und dem Auftreten einer Magendrehung. Es gibt Fälle von GDV auch wenn as Futter stets vor der Fütterung angedeutet wurde. 

Grundsätzlich sollte die Fütterung des Hundes individuell für ihn zugeschnitten sein, um größtmögliches Allgemeinbefinden und Gesundheit zu förden, eine Magendrehung kann über die Art und Beschaffenheit des Futters nicht abgewendet werden.

Impfung und Magendrehung

Es wurde berichtet, dass Magendrehungen seit 1960 vermehr vorkommen. Bezugnehmend auf diese einzige Quelle muss man antworten, dass sich seitdem auch die Diagnosekriterien iund die Wahrnehmung einer Erkrankung als Magendrehung geändert haben und auch die Genetischen Faktoren einem Wandel in Bezug auf die Hundezucht erlebten. Natürlich hat sich auch das Impfwesen entwickelt (Mehrfachimpung). Ganz speziell ist hier ein Amerikanischer Pudelzüchter zu nennen, der huptsächlich dann Magendrehungen bei den Hunden hatte, wenn er diue Hunde mit Lebend- mehrfach- Serum impfen liess. Nachdem die Pudel nach einem anderen Impfplan mit einzelnen tot- Seren geimpft wurden, traten keine GDV oder Magendrehung auf. Hierzu aber gibt es keine Studie und es scheint auch nur die Speukualtion eines Einzelnen zu sein.

Ist es eine neurologische Erkrankung als Auslöser?

Lediglich eine einzigeQuelle berührt dieses Problem und vermutet, dass Neurotoxine die Produktion des Hormos Motilin beeinflussen.

Motilin ist ein gastrointestinales Peptidhormon, das in den M-Zellen des Dünndarms gebildet wird. Motilin löst im Magen und Darm interdigestive Motilität aus. Es wird kontrolliert durch das Zentrale Nervensystem und etwa alle 100 Minuten ausgeschüttet in den Stoffwechsel um dort unverdaute Stoffe aus magen und Darm auszuspülen. Motilin stimuliert auch die Ausschüttung von Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsenenzymen. Die Studie kommt zu der Vermutung, dass neurotoxische Chemikalien wie z.B. Pestizide oder Bioaccumultate (Giftstsoffe, die im Fettgewebe gespeichert werden) hier schädlichen Einfluss nehmen. Solche Neurotoxine sind nachweislich auch in der Luft, im Regen und auch auf Wasseroberflächen vorhanden. Diese Pestizide reichern sich vermutlich  im Körper an und schädigen die Neurotransmitter im Hirn, was dann zu einer eingeschränkten Wirksamkeit von Motilin führt. Das erhöht dann die Gefahr von GDV und Magendrehung.

Erhöhte Futter- und Wasserschüsseln

Frühere Empfehlungen lauteten, dass eine Erhöhung der Futter- und Wasserschüsseln das Risiko einer Magendrehung minimieren könnten und auch viele Züchten emphahlen diese Praxis.  Tatsächlich aber hat sich herausgestellt, dass dadurch das Risiko noch erhöht wird, man spricht hier um eine Erhöhung des Risikos um 200%! Neuerliche Studien seit dem Jahr 2007 raten daher von der Fütterung aus erhöhten Näpfen ab und auch die Purdue Universität empfiehlt, die Näpfe schlichtweg auf Bodenhöhe zu belassen.

Bereitstellung von Wasser

Hier gehen die Meinungen auseinander. Oft wird empfohlen, dem Hund ständig frisches wasser zur Verfügung zu stellen, um damit eine Erkrankung zu verhindern. Sicherlich verhindert es ein ausdursten des Hundes und somit eine hastige  Wasseraufnahme bei der aich sehr viel Luft verschluckt werden könnte. Wie auch immer, andere Quellen empfehlen die Begrenzung des Wassers während der Futteraufnahme und einige Zeit danach.

Bewegung

Nachwievor ist die Ursache für GDV und Magendrehung nicht bekannt, dennoch sind sich viele Quellen einig, dass aussergewöhnliche Bewegung, Aufregung und Stress für etwa 2 Stunden nach der Mahlzeit vermieden werden sollten.

Temperament

Die Purdue Studie legt nahe, dass agressivere Hunde, angstliche oder andere unruhigere Hunde vermehrt zu GDV und Magendrehung neigen.

Gewicht

Oft wird argumentiert, dass schlanle oder untergewichtige Hunde häufiger zur Magendrehung neigen. Bei einem dicken Hund würde das Körperfett den Magen mehr stabilisieren. Dies aber entbehrt jeder wissenschaftlicher Untersuchung.

Stress

Viele Quellen sind sich einig, dass Stress zu einer Magendrehung führen kann, zum Beispiel der Aufenthalt in einem kleinen Käfifg oder Zwinger. Es gibt aber auch Fälle, in denen Hunde bereits nach der ersten Mahlzeit nach einer größeren Operation eine Magendrehung erlitten. 

Gase

Es gibt eine Vermutung, dass Verdauungsgase und Magendrehung in einem Zusammenhang stehen. Hunde, die rülpsen oder immer wieder Blähungen haben sollen demzufolge einem größeren Risiko ausgesetzt sein.Dies kann allerdings wissenschaftlich kaum nachvollzogen werden. Oft wird empfohlen keine Dinge zu füttern, die zu Blähungen führen könnten wie etwa Bohnen, Erbsen, Rübenschnitzel usw. um einer GDV oder Magendrehung vorzubeugen. Es wird auch geraten, jegliches Soja zu vermeiden, allerdings gibt es nicht eine Studie, die begründen könnte, dass Soja dieses Erkrankung verursacht. Mitunter wird auch die 3-4 malige Fütterung von frischenm Obst und Gemüse pro Woche empfohlen um durch den erhöhten Fasergehalt eine ordentliche Verdauung zu gewährleisten. Andere Hiundehalter widerum geben den Hunden Anti- Blähungen Medikamente diekt bevor der Hund einem größeren Stress ausgesetzt wird. Das könnte natürlich hilfreich sein, wenn der Hund vermehrt zu Blähungen neigt. Manchmal wird es sogar als schnelles Unterstützungsmittel bei einer GDV gereicht, allerdings kann das nur dann funktionieren, solange sich die Lage des Magens noch nicht verändert hat. Doch auch wenn solche Hausmittel zur Diskussion stehen, sollte immer wegen der akuten Lebensgefahr der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Vorbeugung

Noch immer sind die Ursachen nicht ermittelt und es ist nahezu unmöglich einem solchen Fall von GDV oder Magendrehung zuverlässig vorzubeugen.

Allgemein sollte man der Empfehlung folgen, mehrere kleine Rationen am Tag zu füttern und das Bewegungsverhalten direkt nach der Fütterung einzuschränken.

All die anderen oben genannten Diskussionspunkte mag jeder für sich selbt beurteilen und verwenden.

Eine noch ganz anderer vorbeugender Aspekt ist die Gastroplexie im Vorwege, bevor es überhaupt zu einer Magendrehung gekommen ist.

Durch eine vorsorgliche Befestigung des Magens kann dieser nicht mehr verdrehen. Wenn dies im Zusammenhang mit einer ohnehin anstehenden OP gemacht wird (z.B. Sterilistaion, usw. ) ist diese vorbeugende Massnahme wesentlich kostengünstiger als eine spätere Notfall- OP mitten in der Nacht ( die meisten Fälle ereignen sich nach 18.00 Uhr). Eine Quelle empfiehlt sogar die medikamentöse Behandlung von Hunden, die zu GDV neigen oder diese bereits erlitten, mit Präperaten wie etwa Metoclopramide Hydrochloride oder Reglan®) und dies mit dem Tierarzt zu besprechen. Diese Medikamente werden oft Menschen verordnet, die Magen- Dqrm- Operationen hinter sich haben und damit vor schmerzhaften Blähungen geschützt werden sollen. Diese Medikamente sorgen für die Ausleitung der Verdaungsgase. Doch jedes Medikament hat auch seine Nebenwirkung und darum sollte deren Anwendung vorher sorgsamst erwogen werden. 

Zusammenfassung

Es gibt also recht wenig hilfreiche Erkenntnisse in Bezug auf die GDV und Magendrehung. Das wichtigste jedoch ist, dass eine GDV oder Magendrehung stets ein medizinischer Notfall ist, welcher jeden Hundehalter und Hund widerfahren kann. Letztlich und unabhängig von allen vorbeugenden Massnahmen sollte jeder Hundehalter die Symptome einer GDV oder Magendrehung erkennen sollen und müssen, damit dem Hund eine tatsächliche Magendrehung und deren schmerzhafte Folgen ersprat bleiben.

Referenzen / Weitere Informationen

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